Viel zu laut klingelte das Telefon, lenkte einen jungen Mann von seinem Training ab. Leise grummelte er, ließ dann aber das Schwert sinken und fand seinen Weg zu der Quelle des Störens, nahm den Hörer ab.
Tetsuya: Hallo?
Stimme: Hino? Bist du dran?
Tetsuya: Du rufst beim Hino-Haushalt an *trocken sagt*
Stimme: Sorry. Aber wenigstens weiß ich jetzt, dass ich den dran hab, den ich wollte
Tetsuya: Dir auch einen guten Tag, Nakatsukasa. Was gibt's?
Nakatsukasa: Einen Auftrag für dich
Tetsuya: Einen Auftrag?
Nakatsukasa: Exakt. Du hast doch eh gerade nichts Wirkliches am Start, nicht wahr? Ich häng mitten in verschiedenen Dingen hier in Tokyo fest und bei den Kojimas sieht es nicht besser aus
Tetsuya: Also wollt ihr mich losschicken?
Nakatsukasa: Naja, du bist auch ein Wächter. Du solltest mal was für den Titel tun.
Tetsuya: *schnaubt* Würdest du mir auch endlich sagen, worum es geht, könnte ich dir auch sagen, ob es im Bereich des Möglichen für mich ist
Nakatsukasa: Wir haben Infos darüber, dass sich bei dir in Niigata eine kleine Gruppe von Leuten aufhält, die sich schon öfter mit der "Red Streak" angelegt haben
Tetsuya: Feinde der Ringe?
Nakatsukasa: Können wir nicht hundertpro sagen
Tetsuya: Schätze, ich soll das Ganze rausfinden?
Nakatsukasa: Exakt! Sollte sich der Verdacht bestätigen, dann ist es deine Aufgabe, alle zu eliminieren
Tetsuya: Irgendwelche Infos zu denen außer, dass es sie gibt?
Nakatsukasa: Alles schon zu dir rüber gefaxt. Die "Red Streak" drängt, dass du so schnell wie möglich dich drum kümmerst
Tetsuya: Wann wollen die mal nicht alles schnell erledigt haben? *seufzt* Ich setz mich dran
Nakatsukasa: Danke, Hino
Tetsuya: Nichts zu danken *auflegt*
Tetsuya fuhr sich mit der Hand durch das Haar, sah kurz noch auf das Telefon. Ein neuer Auftrag der "Red Streak". Und das allein. Es war nicht so, dass Tetsuya noch nie allein auf Mission war, er war nur nie sehr erpicht darauf. Erfahrung hatte ihn gelehrt, dass er zwar durchaus in der Lage war, seine Missionen erfolgreich zu beenden, nur gab es beinahe jedes Mal etwas dabei, was die "Red Streak" an seinen Entscheidungen auszusetzen hatte. Wenn er also eh immer etwas falsch machte, warum ließ man ihn dann überhaupt noch machen? Wahrscheinlich nur, weil seine Familie schon seit etlichen Generationen zu den Ringträgern gehörte und dadurch gewisses Ansehen genoss.
Sei es drum, Tetsuya hatte nun wieder einen Auftrag und wenn er das Gemecker nicht unnötig vermehren wollte, setzte er sich besser direkt dran. Also führte ihn sein Weg direkt ins Arbeitszimmer, wo tatsächlich im Fax bereits ein Stapel an Blättern lag. Abermals seufzte er, nahm die Papiere in die Hand und las sie aufmerksam durch.
Die Gruppe, um die es ging, schien sich auf internationalen Diebstahl zu spezialisieren. Halt machten sie dabei vor scheinbar gar nichts, weder Juwelen, noch Gemälden oder anderen Schätzen. Getötet hatten sie noch nie bei ihren Aktionen, doch sie scheuten sich nicht davor, Unbeteiligte zu verletzten. Allem Anschein nach hatten sie auch schon ein paar Dinge gestohlen, die eigentlich im Besitz der "Red Streak" waren. So war man auf sie aufmerksam geworden und hatte sie verfolgt. Bis nach Niigata. Nur was sie nun hier wollten, war nicht bekannt.
Tetsuya dachte nach. Was für Schätze gab es in Niigata? Zwei der Ringe waren hier. Und im Kojima-Anwesen gab es noch Bücher und Unterlagen aus Gründungszeiten der "Red Streak". Aber was, wenn es nicht um die "Red Streak" ging?
Was gab es noch für wertvolles Zeug in Niigata? Nachdenklich ließ Tetsuya den Blick umher schweifen, ehe er auf einmal an etwas hängen blieb. Hastig schnappte Tetsuya sich den Flyer, den er gerade gesehen hatte, sah sprachlos darauf. "Gastausstellung des Black Smile's". Tetsuya grinste. Natürlich! Ein extrem wertvolles Juwel würde ab morgen für zwei Wochen im Kunstmuseum ausgestellt werden. Wenn das kein Ziel für Diebe war, dann wusste er auch nicht weiter. Tetsuya für seinen Teil würde definitiv ab heute die Nächste im Museum verbringen.
Lautlos gähnte Tetsuya, rieb sich über die Augen. Den Kontakten der "Red Streak" war es zu verdanken, dass er die Erlaubnis bekommen hatte, die Nächte im Museum zu verbringen. Er hoffte nur, dass sein Verdacht richtig war. Zumindest saß er direkt neben dem Schaukasten des besagten Edelsteines und las ein Buch, welches er sich gegen die Langeweile mitgenommen hatte.
Er horchte auf, als er auf einmal leise Schritte hörte. Er wusste, dass die Nachtwächter gerade im Wärterraum waren. Also konnte das nur...
Hastig legte er das Buch beiseite, stand auf und zog sein Schwert. Aufmerksam musterte er jeden Winkel des Saals. Als die Schritte lauter wurden, sich ihm näherten, spannte er sich an. Schließlich sah er einen Schatten und ohne zu Zögern stürzte er selbst los, hob das Schwert an und schlug zu, als er in Reichweite war.
Ein Klirren erfüllte den Raum, als Metall auf Metall stieß. Mit Überraschung stellte Tetsuya fest, dass sein Gegner ebenfalls ein Schwert bei sich trug. Das Gesicht war völlig maskiert, doch von der Statur war der Fremde kleiner und zierlicher, doch es täuschte nicht über die schnelle Reaktionsfähigkeit hinweg.
Tetsuya: He? Ich hab noch nie von einem Dieb gehört, der ein Schwert nutzt
Dieb: *schnaubt* Ich genauso wenig von einer Nachtwache
Tetsuya: *stockt* *prompt etwas zurück weicht* Eine Frau?
Diebin: Du tust, als sei eine weibliche Diebin genauso selten *amüsiert sagt*
Tetsuya: Eher ein weiblicher Schwertkämpfer
Diebin: Oya? Kommt jetzt so eine Gentleman-Nummer, dass du nicht gegen Frauen kämpfst?
Tetsuya: Nee, ich kämpfe gegen alles, was mein Feind ist
Diebin: Verstehe...
Tetsuya: *senkt das Schwert etwas* Aber das heißt nicht, dass ich nicht vorher versuche, zu reden
Diebin: Oya?
Tetsuya: Stehlen ist schlecht. Es gibt sicher bessere Wege, sein Leben zu gestalten
Diebin: Hältst du mir gerade echt eine Standpredigt?
Tetsuya: Exakt!
Diebin: Ich bin seit Jahren eine Diebin. Was lässt dich glauben, dass ich jetzt auf einmal alles überdenke, nur weil ein daher gelaufener Schwertfuchtler glaubt, mein Gewissen spielen zu können?
Tetsuya: Weil ich dich so oder so nicht an den Stein lasse
Diebin: Da bin ich anderer Meinung
Tetsuya: Sicher, dass wir nicht einfach quatschen können?
Diebin: Sorry, aber meine Kollegen verlassen sich auf mich *auf ihn los stürmt*
Schnell hatte Tetsuya sein Schwert wieder erhoben. Immer wieder prallten die Klingen aufeinander. Die Diebin versuchte sich an einer Offensive nach der Anderen, während Tetsuya einfach nur abwehrte, dabei allerdings ein überzeugtes Grinsen auf den Lippen hatte. Er brauchte nicht angreifen, um sie dahin zu kriegen, wo er sie haben wollte. Letztlich wartete er nur noch auf die richtige Gelegenheit und als er sie sah, wich er einem ihrer Schläge so aus, dass er in selbiger Bewegung sein Schwert von unten hoch schnellen lassen konnte, direkt an ihrer Waffe vorbei. Die Diebin wollte zurück weichen, doch mit Schrecken stellte sie fest, dass Tetsuya sie in seiner Defensive gegen eine Wand gedrängt hatte.
Tetsuya: *unmittlebar vor ihrer Kehle stoppt*
Diebin: ... Wieso beendest du es nicht?
Tetsuya: Ich bin nicht hier, um zu töten
Diebin: Und was wirst du sonst tun?
Tetsuya: Dich weg schicken
Diebin: Oya?
Tetsuya: Wie du siehst, kommst du nicht an mir vorbei. Deine Kunst, das Schwert zu führen, ist gut, aber es mangelt dir dennoch an vielen Grundlagen. So wirst du mich niemals besiegen können. *sie frei läst* Gib lieber auf.
Diebin: *schnaubt* Du glaubst doch nicht, dass ich wegen einer Niederlage aufgebe! Ich werd dich schon noch fertig machen!
Tetsuya: *amüsierten Laut von sich gibt* Meinetwegen versuch es weiter. Verrätst du mir denn wenigstens deinen Namen?
Diebin: *sieht ihn misstrauisch an*
Tetsuya: Ich schwöre, ich werde ihn niemandem verraten. Wenn du geschappt wirst, dann weil du gegen mich verlierst. Dreckige Tricks stehen mir nicht
Diebin: Na gut... Korosaki Ayaka. Und du?
Tetsuya: Ayaka-san, he? Ich bin Hino Tetsuya
Ayaka: Hino... Gut, wir werden uns wieder sehen und dann mach ich dich fertig *abhaut*
Tetsuya: *ihr nachschaut* *grinst* Na, darauf bin ich ja mal gespannt.
Die darauf folgenden Nächte bestanden darin, dass Tetsuya Wache beim Juwel hielt und Ayaka stets auftauchte und den Kampf gegen ihn suchte. Jedes Mal verlor sie, auch wenn sie schnell besser zu werden schien. Und jedes Mal, wenn sie verloren hatte, stellte Tetsuya ihr eine neue Frage, die sie ihm beantwortete. So wusste er mittlerweile, dass sie aus Hokkaido kam. Ihr Vater führte dort ein Dojo und selbst war sie 23 Jahre alt.
Ayaka: Oya, was zum Henker ist das?
Tetsuya: *mit zwei Bento-Boxen vor dem Schaukasten sitzt* Ein Mitternachts-Snack. Hier! *ihr eine Box hinhält*
Ayaka: Was lässt dich glauben, dass ich hier bin, um mit dir zu Essen? Ich will das Juwel!
Tetsuya: Also... Da ich gerade sitze, die Hände voll habe und nicht kämpfen könnte, du diese Chance aber nicht ausgenutzt hast, würde ich sagen, liegt dir gar nicht mal so viel an dem Juwel
Ayaka: *schnaubt* Ich hab das Bedürfnis, dich zu treten
Tetsuya: Und doch machst du es nicht. Sushi?
Ayaka: *schaut auf die Box* Du hast Sushi mitgebracht?
Tetsuya: Na, du hast doch gestern gesagt, du magst Sushi. Also hab ich dir welches gemacht
Ayaka: Hmpf!
Etwas zögerlich setzte Ayaka sich ihm gegenüber, nahm die Bento-Box entgegen. Neugierig musterte sie das Sushi, welches selbst im Dunkeln köstlich auszusehen schien. Also beschloss sie doch, ihre Maske abzuziehen, um essen zu können.
Tetsuya hatte sie dabei neugierig beobachtet, stockte kurz, als er ihr Gesicht zum ersten Mal sah. Er konnte keine Makel daran sehen und ihr Haar, dunkel und kurz, fiel ihr sanft in den Nacken.
Ayaka: Was grinst du so?
Tetsuya: He? Ach, du siehst nur genauso hübsch aus, wie deine Stimme vermuten ließ
Ayaka: Schleimer! *isst ein Sushi* Woah, das ist ja mega lecker. Du hast das echt selbst gemacht?
Tetsuya: *grinst* Jep, alles selbst gemacht. Freut mich, dass es dir schmeckt
Ayaka: Das beste Sushi, das ich je hatte! Schade, dass ich das nicht öfter haben werde
Tetsuya: Ich kann gerne morgen wieder welches mitbringen
Ayaka: Bringt nichts. Wenn ich morgen nicht den Juwel in der Tasche habe, gibt es Ärger
Tetsuya: Ärger?
Ayaka: Es ist mein Job, für die Leute zu stehlen, die ich meine Kameraden nenne. Wenn ichs nicht mache, bin ich für sie nutzlos. Morgen ist meine letzte Chance...
Tetsuya: Und wenn du morgen versagst... Was dann?
Ayaka: *grinst schief* Was wohl? Die spaßen nicht
Tetsuya: Okay... Was für Kerle sind das eigentlich?
Ayaka: *hebt eine Augenbraue* Du bist ziemlich nüchtern, was? *trocken sagt* Das sind Schwerverbrecher. Die haben dich auf dem Kieker und dann packen sie dich und lassen dich nicht mehr los. Die wissen genau, wie sie dich behalten können, wo deine Schwächen sind...
Tetsuya: Wusst dich doch, dass du nicht freiwillig kriminell bist! Meine Intuition trügt mich nie.
Ayaka: Deine Intuition? *amüsiert schnaubt* Nur, dass sie dir trotzdem nicht helfen wird
Tetsuya: Wieso? Wohnst du mit denen zusammen? Du könntest fliehen
Ayaka: *schüttelt den Kopf* Ich brauch nicht mit denen zusammen zu wohnen. Die bedrohen meine Familie, weißt du? Ich hab kein Problem damit, selbst zu sterben, aber dass meine Familie wegen meinen Fehlern stirbt, das kann ich nicht verantworten. *sieht ihn ernst an* Darum... morgen... wird unser letzter Kampf werden. Bitte, kämpfe dann gegegen mich mit der Intention zu töten
Tetsuya: *Stockt* Das... werden wir ja noch sehen...
Ayaka sah ihn kurz finster an, aß dann aber weiter das Sushi. Als die Box leer war, verabschiedete sie sich. Für heute hatte sie auf einen Kampf verzichtet. Tetsuya sah ihr noch lange nach, dachte über das Gespräch nach, ehe auch er sich auf den Heimweg machte.
Am nächsten Tag war Tetsuya schon bei Sonnenuntergang im Museum gewesen. Ausdruckslos stand er da und schaute auf den Schaukasten. Einige Minuten lang geschah nichts. Dann aber stellte er einfach eine Bento-Box mit einem daran befestigten Zettel auf das Glas und ging. Heute Nacht würde er nicht hier sein.
Gelangweilt stand Tetsuya an der Theke eines leer stehenden Restaurants. Früher war hier einmal ein Café drin gewesen. Früher, zu Zeiten, als sein eigener Vater noch ein Kind gewesen war. Es war schon lange im Besitz der Hino-Familie gewesen, doch nachdem Tetsuyas Großvater gestorben war, hatte sein Vater das Café aufgegeben und seitdem diesen Bereich des Hauses verstauben lassen. Oftmals hatte Tetsuya sich gefragt, ob er selbst nicht einen Laden hier eröffnen sollte, aber er konnte nicht viele Gerichte kochen und was hätte er schon groß davon, ein Restaurant zu führen, wenn er sich auch so problemlos über Wasser halten konnte?
Mit einem Mal hörte er, wie die Tür geöffnet wurde. Etwas, das ab und an passierte, wenn er selbst morgens vergaß, die Türe wieder abzuschließen. Er machte sich gar nicht erst die Mühe, von seinem Kaffee aufzuschauen.
Tetsuya: Der Laden hat geschlossen. Bitte suchen Sie sich ein anderes Restaurant.
Stimme: Und ich hatte gehofft, hier gäbe es Sushi
Tetsuya: *nun doch aufsieht* He? Welch Überraschung! Was führt dich hier her?
Ayaka: Du bist gestern nicht erschienen...
Tetsuya: Aber ich hab dir, wie versprochen, Sushi da gelassen
Ayaka: Das stimmt...
Tetsuya: Hast du den Stein gestohlen?
Ayaka: Das war nicht nötig. Jemand hat am Nachmittag das Versteck der Bande ausfindig gemacht und jeden einzelnen eliminert
Tetsuya: Was für ein glücklicher Zufall. Also bist du endlich frei?
Ayaka: Ja, das bin ich
Tetsuya: Das freut mich. Dann gibt es keinen Grund mehr für dich, hier zu bleiben
Ayaka: Oya? Ich hab einen Grund, hier zu bleiben
Tetsuya: He?
Ayaka: Ich will mehr von deinem Sushi essen
Tetsuya: Das klingt danach, als ob du das öfter essen willst
Ayaka: Worauf du wetten kannst!
Tetsuya: Auf wie oft muss ich mich denn einstellen?
Ayaka: Jeden Tag
Tetsuya: Jeden Tag? Für wie lange?
Ayaka: *breit grinst* Für immer!
Tetsuya: Das klingt nach einer ziemlich langen Zeit. Dann wirst du wohl hierher ziehen müssen
Ayaka: Ja, ich such auch schon nach was in der Nähe
Tetsuya: Ich hab gehört, hier über dem Restaurant in der Wohnung ist ein Zimmer frei
Ayaka: Ein Zimmer? Und wer wäre mein Mitbewohner?
Tetsuya: Soweit ich weiß, nur irgendein daher gelaufener Schwertfuchtler
Ayaka: Oya? Dann muss ich mir das aber nochmal überlegen. Was ist das hier eigentlich für ein Laden?
Tetsuya: Gerade im Moment steht hier alles noch leer. Aber ich hab gehört, das bald eine Neueröffnung stattfinden könnte
Ayaka: Und was wäre dann hier?
Tetsuya: Ein Sushi-Restaurant?
Ayaka: Oyaa? Eine Wohnung mit einem dahergelaufenen Schwertfuchtler und direkt darunter ein Sushi-Restaurant? Was könnte es Besseres geben?
Tetsuya: Ich fürchte nur, das Gestamtpaket kommt noch mit einer Bedingung
Ayaka: Die da wäre?
Tetsuya: Einen Ring zu tragen?
Ayaka: Ich glaube, darauf kann ich mich einlassen
Tetsuya: Dann willkommen im Hause Hino, Ayaka!
Nur wenige Tage später war Ayaka fest bei Tetsuya eingezogen und zwischen den Beiden schien alles bestens zu laufen. Ein perfektes Leben für ein frisch verliebtes Paar. Bis das Oberhaupt des Kojima-Clans eines Tages auftauchte.
Tetsuya: Weißt du, dein Besuch kommt etwas ungelegen, Seijiro-kun. Wir sind mitten im Umbau des Restaurants
Seijiro: Ja... ein Sushi-Laden... Hätte nicht gedacht, dass der Name Hino einmal so tief sinken würde
Tetsuya: *verengt die Augen* Ich wüsste nicht, was daran auszusetzen wäre...
Seijiro: Du solltest schauen, den Pflichten der Ringe nachzukommen, das Erbe deiner Vorfahren zu bewahren und eine gute Frau zu finden
Tetsuya: *stockt* Ich habe eine gute Ehefrau gefunden... *langsam sagt*
Seijiro: Das sagst du, aber bist du da nicht etwas vorschnell?
Tetsuya: Inwiefern?
Seijiro: Die Umstände eures Treffens mal beiseite geschoben... ein paar Tage reichen doch nicht aus, um zu schauen, ob eine Heirat angemessen ist
Tetsuya: *blickt finster* Und was wäre deiner Meinung nach angemessen?
Seijiro: Ein notabler Hintergrund zum Beispiel. Keine kriminelle Historie. *grinst* Die "Red Streak" ist der Meinung, du hättest jeden aus der Bande eliminieren sollen. Dieses Weib ist keine Ausnahme.
Tetsuya: Dieses "Weib" ist meine Verlobte! Und es interessiert mich nicht, was die "Red Streak" von ihr hält. Ayaka wurde zu den Diebstählen gezwungen. Sie hat ihre Kriminalität nicht freiwillig gewählt
Seijiro: Das behauptet sie! *lacht leise* Aber im Ernst, Tetsuya-kun... Glaubst du wirklich, die "Red Streak" interessiert sich dafür, was du willst? Du kannst dir deinen Partner frei wählen, ja... solange er nicht auf deren Liste steht
Tetsuya: Ich werde mir von niemandem sagen lassen, wen ich heiraten kann und wen nicht!
Seijiro: Du bist ein Narr... Aber gut, dann sieh selbst, in welche Teufelsküche du dich noch damit bringst. Ich habe dich gewarnt
Und mit diesen Worten verabschiedete sich Seijiro, verließ das Haus und ließ einen grimmigen Tetsuya zurück. Zögerlich kam Ayaka aus dem Nebenraum zu ihm, legte ihm von hinten die Hände auf die Schultern.
Ayaka: Du weißt, dass ich auch gehen kann, ja? Wenn ich unerwünscht bin...
Tetsuya: *dreht sich zu ihr* Du wirst niemals unerwünscht sein!
Ayaka: Aber diese...
Tetsuya: Ich habe es Seijiro-kun schon gesagt, ich werde es auch dir sagen. Ich werde heiraten, wen ich will und wen ich liebe. Und das bist du!
Ayaka: Aber dieser Mann hat Recht. Du weißt nichts über mich...
Tetsuya: Ich weiß genug über dich, um mir sicher zu sein, dass du die Einzige für mich sein wirst
Ayaka: *schüttelt leicht den Kopf* Womit hab ich nur einen solch wunderbaren Mann verdient?
Tetsuya: *zieht sie in eine Umarmung* Du hast genug Leid erlitten, um nun alles Glück der Welt zu bekommen!
Ayaka: Tetsuya... Ich liebe dich!
In der Tat hatten verschiedene Leute im Namen der "Red Streak" noch Tetsuya kontaktiert, ihn dazu gedrängt, Ayaka auszuhändigen und die Verlobung aufzulösen. Tetsuya hatte sich vehement geweigert, stets überzeugt zu seiner Entscheidung gestanden und Ayaka beschützt.
Die Hochzeit fand nur im engsten Kreis der Familie statt, schlicht und ohne Besonderheiten. Tetsuya hatte sich oftmals dafür entschuldigt, dass er Ayaka unter diesen Umständen nichts Besseres hatte bieten können, doch Ayaka hatte ihm stets versichert, dass sie nicht mehr brauchte, als das Wissen, für den Rest ihres Lebens an seiner Seite sein zu können.
Kurz nach der Hochzeit eröffnete Tetsuya auch das Restaurant. Ein wahrer Erfolg, hatte er doch von da an beinahe jeden Tag beide Hände voll. Und wie der Zufall es einige Wochen später auch noch wollte...
Tetsuya: *gerade das Restaurant geschlossen hat*
Ayaka: *sich an die Theke lehnt* Wieder volles Haus gehabt, oya?
Tetsuya: Worauf du wetten kannst. Wer hätte gedacht, dass ein Restaurant SO viel Arbeit ist? Wenigstens hab ich abends meine Ruhe
Ayaka: Oya?
Tetsuya: *zu ihr geht* Jep, nichts ist schöner, als ein ruhsamer Abend in trauter Zweisamkeit mit meiner geliebten Frau!
Ayaka: Oh, dann fürchte ich, dass ich dich schwer enttäuschen muss
Tetsuya: He? Wieso?
Ayaka: Weil diese traute Zweisamkeit bald schon ihr Ende finden wird.
Tetsuya: *stockt* Wieso denn das?
Ayaka: Nun, wie bring ich dir das jetzt schonend bei... Ich fürchte, ich werd nicht mehr länger dir allein mein Herz schenken
Tetsuya: Was? Aber... *stutzt* Ayaka, du bist doch nicht etwa?
Ayaka: Doch, bin ich
Tetsuya: *einen Moment lang nicht reagiert* *sie dann aber in einen innigen Kuss zieht* Das ist ja wunderbar! Ich... ich.. woah!
Ayaka: Du solltest wohl überdenken, dein Arbeitszimmer umzugestalten
Tetsuya: Ja... Ja, das sollte ich. Oh Gott, wir brauchen neue Möbel. Und Kleidung... Was braucht man noch so alles? Geht es dir denn auch gut? Setz dich lieber. Bloß nicht überanstrengen!
Ayaka: *lacht* So weit bin ich doch noch gar nicht in der Schwangerschaft
Tetsuya: Man kann nie vorsichig genug sein!
Die Nachricht über Ayakas Schwangerschaft hatte den Hino-Haushalt auf den Kopf gestellt. Neben den Arbeiten im Restaurant kam noch der Umbau des Arbeitszimmers zum Kinderzimmer dazu und je weiter die Schwangerschaft fortschritt, desto öfter musste Tetsuya sich neben all dem auch noch besonders um Ayaka kümmern. Es waren in der Tat einige recht chaotische Monate für Tetsuya.
Nakatsukasa: Ayaka-san ist jetzt im achten Monat, oder? *an der Theke sitzt und Sushi isst*
Tetsuya: In drei Wochen ist sie ausgezählt. Ich kann es kaum noch erwarten
Nakatsukasa: Schon eine Ahnung, wie das Kind heißen wird?
Tetsuya: Wir haben uns für Shinji entschieden
Nakatsukasa: Shinji... Ein netter Name
Tetsuya: Aber jetzt mal ehrlich, Nakatsukasa. Du bist nicht extra aus Tokyo gekommen, um zu fragen, wie ich meinen Sohn nennen werde
Nakatsukasa: Nein, ich komme mit weniger erfreulichen Angelegenheiten. Die "Red Streak" glaubt, es würde was bewirken, wenn ich mal persönlich bei dir aufschlage
Tetsuya: He?
Nakatsukasa: Die "Red Streak" ist immer noch gegen die Ehe. Sie verlangen nach wie vor, dass du den Kontakt zu Ayaka-san abbrichst
Tetsuya: Wie bitte?! Ich bin seit einem Jahr mit ihr verheiratet. Ayaka kriegt bald unser Kind. Und die haben nach wie vor zu nörgeln? Das ist doch absurd!
Nakatsukasa: *einen Aktenordner auf die Theke legt* Das ist alles, was die "Red Streak" zu ihr hat. Es steht kaum was Positives darin. Kojima ist der Überzeugung, dass sie dir nach Strich und Faden eine Lügengeschichte aufgetischt hat, um dir näher zu kommen. Dir und dem Ring
Tetsuya: *nimmt den Ordner* *überfliegt ihn* Das ist lächerlich! Was hier drin steht, stimmt nicht im Geringsten mit dem, was sie mir erzählt hat. Oder was ich selbst gesehen habe
Nakatsukasa: Ist das so?
Tetsuya: Wem glaubst du eher? Kojima, der einen Hang dazu hat, sich alles zu seinem Gunsten zu legen oder mir?
Nakatsukasa: Na ja...
Tetsuya: Du weißt, dass Seijiros eigene Frau ihn verabscheut, ja? Wenn es Ryo-kun nicht gäbe, wäre sie da schon längst fort.
Nakatsukasa: Ist ja gut. Ich weiß, dass ich dir eher trauen kann als Kojima. Es ist nur... *seufzt* Die "Red Streak" hat die letzte Zeit die Klappe gehalten, weil Ayaka-san schwanger ist. Ein Erbe ist nie verkehrt. Sie wollen, dass du das Kind behältst, aber Ayaka-san abschreibst.
Tetsuya: *schnaubt* Darauf können die lange warten!
Nakatsukasa: Hino...
Tetsuya: Nakatsukasa... Was is deine persönliche Meinung zu all dem?
Nakatsukasa: Na ja, ich kann dich nachvollziehen, aber... Was glaubst du, ist besser? Ayaka-san fortschicken und vielleicht noch über heimliche Briefe Kontakt halten oder mit ansehen, wie sie für immer von dir gerissen wird?
Tetsuya: *stockt* Die wollen doch nicht...
Nakatsukasa: Sie geben dir vier Monate. Wenn Ayaka-san dann noch da ist, schicken sie jemanden vorbei
Tetsuya: Diese dreckigen Bastarde!
Nakatsukasa: Es tut mir Leid, Hino. Sieh es als Ratschlag eines Freundes: Gib Ayaka-san auf! *aufsteht und geht*
Drei Wochen später saß Tetsuya am Rand eines Krankenbettes. In jenem Bett lag Ayaka, hielt dabei ein Baby in Armen. Das Kind schlief ruhig und friedlich. Tetsuya und Ayaka hingegen wirkten beide leicht bedrückt.
Ayaka: Wenn ich nicht fortgehe, wird man mich umbringen? *nüchtern fragt*
Tetsuya: Ja... Es tut mir Leid, dass ich es nicht früher gesagt hab. Ich wollte dir nicht zusätzlichen Stress bescheren
Ayaka: *lächelt schief* Schon gut... Ich schätze... Dann wird unsere gemeinsame Zeit nicht mehr lange sein...
Tetsuya: So ein Quatsch! Ich werd dich weder aufgeben, noch sterben lassen. Ayaka, lass uns einfach mit Shinji durchbrennen
Ayaka: Tetsuya, du kannst nicht durchbrennen. Du bist ein Wächter!
Tetsuya: Aber...
Ayaka: Es wird alles wieder gut werden. Hauptsache, unserem Kind geht es gut
Tetsuya: Ayaka...
Ayaka: *lächelt ihn an* Ich liebe dich, Tetsuya. Ich werde dich immer lieben. Egal, was passieren wird. Das ist doch das Essentielle. Unsere Gefühle, nicht wahr?
Tetsuya: . . . Ja, natürlich... *lächelt* Ich liebe dich auch...
Die darauffolgende Zeit, die man den Beiden noch gegönnt hatte, verbrachten sie so glücklich, wie es nur möglich war. Ayaka kümmerte sich mit all der Liebe, die sie zu geben hatte, um Shinji und auch Tetsuya verbrachte jede freie Minute mit seiner geliebten Frau. Doch je näher das Ende der Gnadenfrist kam, desto mehr breitete sich Sorge in Tetsuya aus. Er fürchtete um Ayakas Leben und doch wusste er, dass er sie niemals fortschicken konnte. Was nur sollte er tun?
Eine Frage, die ihre Antwort fand, als Tetsuya eines Abends das Restaurant schloss. Er hörte das Telefon klingeln. Verwundert darüber, dass auch nach dem zweiten Klingeln noch nicht abgehoben worden war, hatte er selbst das Telefon geschnappt, abgenommen.
Tetsuya: Hallo?
Nakatsukasa: Hino?
Tetsuya: Nakatsukasa! Was gibt es?
Nakatsukasa: Was soll es schon bitte geben? Die Frist ist am Ende. Ich will wissen, was deine Entscheidung war. Bitte, sag mir, dass du Ayaka-san fortgeschickt hast!
Tetsuya: Fortgeschickt... *blickt sich um* Nein, das habe ich nicht... *langsam sagt* Ich dachte, ich hätte noch zwei Tage
Nakatsukasa: Nein, heute. Die Rede bei vier Monaten war von vier Monaten im Sinne von exakt 120 Tagen. Nicht im Sinne vom Kalender
Tetsuya: *schluckt* Das... *hält den Hörer etwas weg* Ayaka? *ruft* AYAKA, bist du da?
Nakatsukasa: Hino?
Tetsuya: *hält den Hörer wieder ans Ohr* Nakatsukasa, was hat die "Red Streak" geplant, wenn Ayaka am Ende noch da ist?
Nakatsukasa: Sie... wollten ihr an einem ruhigen Ort auflauern und sie dort töten. Hino, sie werden sie vermutlich auf einer ihrer täglichen Routen abfangen
Tetsuya: Das... werden sie vermutlich gar nicht müssen... Nakatsukasa, ich leg auf. Man spricht sich!
Schnell hatte Tetsuya das Telefon beiseite gelegt, war sofort die Treppen runtergestürmt und aus dem Haus raus. Er dachte gar nicht groß nach, wo er lang müsste. Er kannte Ayaka gut genug, um zu wissen, dass es nur einen ruhigen Ort gab, an dem man sie hätte umbringen können. Er betete nur, dass dem nicht so war.
Tetsuya: // Bitte, Ayaka, sei noch am Leben. Verlass mich nicht! //
Mit Schrecken sah er, wie Rauch am Himmel aufstieg. Schnell bog er um die Ecke – und erstarrte. Das Dojo... Das Dojo seiner Familie brannte lichterloh. Tetsuya fiel kraftlos auf die Knie, den Blick nicht fähig, von den Flammen zu nehmen. Er wusste, dass Ayaka jeden Nachmittag hier trainierte, ehe sie zum Feierabend des Restaurants zurück zum Haus kam, um das Abendessen vorzubereiten. Warum nur musste das eine ihrer Gewohnheiten sein? Warum nur hätte sie heute nicht einfach zuhause bleiben und stattdessen auf Shinji aufpassen können?
Tränen liefen Tetsuyas Wangen entlang. Ayaka, seine über alles geliebte Ayaka... Lauthals schrie er sich den Schmerz von der Seele, ehe er zu einem heulenden Häuflein verkümmerte. Man hatte ihn erst von dort weggezerrt, als Nachbarn das Feuer bemerkt und die Feuerwehr alarmiert hatten. Doch für Ayaka war alle Hilfe zu spät gewesen. Alles, was man hatte bergen können, war ein völlig verkohlter Leichnam gewesen.
Die Beerdigung fand zwei Tage später statt. Es hatte in Strömen geregnet. 'Wie klischeehaft', hatte sich Tetsuya dabei gedacht, doch es hatte ihn nicht gekümmert. Er war der Letzte, der noch am Grab stehen geblieben war, als die Zeremonie vorbei war. Und auch Stunden später hatte er noch da gestanden und auf den Grabstein geschaut, der ihm die grausame Wahrheit zeigte.
Nakatsukasa: Es tut mir Leid, Hino...
Tetsuya: *an der Theke steht* *Fisch schneidet* Du hast mich vorgewarnt... Ich hab die Warnung ignoriert...
Nakatsukasa: Die "Red Streak" ist enorm harsch gewesen. Ich wünschte, ich hätte etwas daran ändern können
Tetsuya: Deine Familie hat schon lange nicht mehr die Kontrolle über die "Red Streak", die sie einst gehabt hatte. Du hättest nichts tun können
Nakatsukasa: Dennoch...
Tetsuya: Der Gedanke zählt...
Nakatsukasa: Und doch wird er Ayaka-san nicht wieder bringen...
Tetsuya: Tja... *seufzt* Vermutlich hätte ich auch nichts ändern können...
Nakatsukasa: Hm?
Tetsuya: Ich hab einen Brief gefunden. Eine Art Abschiedsbrief. Sie hatte darin geschrieben, dass sie niemals vorgehabt hatte, abzuhauen. Ich habe ihr einst das Leben gerettet und ihr damit ein normales Leben ermöglicht. Sie war froh, ihr Leben wieder hergeben zu können, damit ich das Leben, das ich bis dato hatte, behalten konnte
Nakatsukasa: *stockt* Das...
Tetsuya: Aber ich fürchte, ich werde ihrem letzten Wunsch nicht beikommen können...
Nakatsukasa: Was meinst du damit?
Tetsuya: Bevor ich sie kennen gelernt habe, war ich ein Wächter. Das werde ich auch nach wie vor bleiben. Aber was ich auch war, war ein gehorsamer Bauer auf dem Schachbrett der "Red Streak". Und das werde ich definitiv nicht mehr sein
Nakatsukasa: Was meinst du damit?
Tetsuya: Richte der "Red Streak" bitte aus, dass ich alle meine Bande mit ihr kappen werde. Ich habe nicht mehr länger vor, ihr in auch nur einer einzigen Sache noch Gehorsam zu schenken. Ich werde den Ring behalten, wie es mein gutes Anrecht ist. Und wenn Shinji alt genug ist, werde ich den Ring an ihn weitergeben. Damit weiß die "Red Streak", wo der Ring noch die nächsten zwanzig Jahre sein wird. Das sollte denen reichen. Denn zu mehr Kooperation bin ich nicht mehr aufgelegt
Nakatsukasa: Hino! Das... Du willst dich wirklich mit der "Red Streak" anlegen?
Tetsuya: Die "Red Streak" hat mir meine Frau genommen. Und meinem Sohn seine Mutter, noch bevor er sie kennen lernen konnte. Glaubst du wirklich, ich würde denen gegenüber noch positiv aufgelegt sein?
Nakatsukasa: *setzt an, etwas zu sagen* *seufzt* Nein, natürlich nicht... Ich werde deine Nachricht überbringen.
Tetsuya: Danke...
Nakatsukasa: Dann schätze ich, sollte nicht irgendeine unerwartete Bedrohung auftauchen, werden wir uns nicht mehr so bald sehen oder hören... *aufsteht* Lass mich dir eine Frage zum Abschied stellen... Dass du Ayaka-san damals gerettet hast... und dieses eine Jahr mit ihr verbringen konntest, nur um sie doch zu verlieren... Bereust du es?
Tetsuya: Ich wusste, du würdest fragen... *lächelt leicht* Nein, ich bereue es kein Stück weit. Im Gegenteil, selbst wenn ich wüsste, wie es ausgeht, ich würde die selben Entscheidungen wieder treffen.
Nakatsukasa: *nickt* Gut. Mit der Antwort kann ich reinen Gewissens für dich bei der "Red Streak" gerade stehen. Lebe wohl, Hino
Tetsuya: Ja... Lebe wohl, Nakatsukasa...
Kurz sah Tetsuya noch Nakatsukasa nach. Dann aber wendete er sich wieder dem Zubereiten des Sushis zu. Ein melancholisches Lächeln zierte dabei seine Lippen.
Tetsuya: // Ayaka... Ich hoffe, da, wo du nun bist, gibt es auch so gutes Sushi... Und dass du dort alles Glück der Welt bekommst... //