Willkommen

auf Flame of the Abyss! Dies ist eine Shonen-Ai & Action-Staffel. Begleitet unsere Helden dabei, wie sie versuchen, die Welt vor dem Chaos zu bewahren und sich doch dabei immer weiter in ein Netz aus Lügen und Intrigen verstricken, ohne zu wissen, wer nun wirklich ihr Freund ist und wer ihr Feind...
Schaut euch doch in Ruhe um. Ich wünsche euch viel Spaß ^.^



Flame of the Abyss

Making of... Special Charas


An dieser Stelle werde ich gewisse Schlüsselfiguren aus der Serie genauer ins Licht rücken. Was waren ihre ursprünlgichen Konzepte? Wie kam es dazu, dass sie nun eine so große Rolle spielen? Was waren meine Gedanken dahinter? Wann immer ich es für nötig halte, werde ich den ein oder anderen Charakter noch hier hinzufügen.

Kagami Kodan Kanbara Kazuo Fukano Mizuki


Kodan ist der Hauptantagonist von FotA, der große Endboss, den es zu besiegen gilt. Als solcher spielt er natürlich eine sehr zentrale Rolle in den Ereignissen und dem Verlauf von FotA. Während viele seiner Hintergründe und Motivationen erst noch in künftigen Seasons aufgeklärt werden müssen, gibt es doch schon so einiges, was man zu ihm sagen kann, was sich nicht in wenigen Sätzen zusammen fassen lässt. In diesem Sinne gibt es hier ein längeres „Making of“ über seine Entstehung und seine bisherige Entwicklung.



Kodan ist einer der Charaktere, der die größte Wandlung hinter sich hatte. In seinem ursprünglichen Konzept war er nichts weiter als ein Ringträger. Er sollte einer der Sorte sein, der lieber seine eigenen Wege bevorzugt und sich nur um die Dinge kümmert, die für ihn selbst von Nutzen sind. Er sollte einen besonders großen Beschützerinstinkt gegenüber seiner kränklichen Schwester haben. Kurz gesagt war sein Grundkonzept nichts weiter als der egoistische Einzelgänger, der nur für sich und seine Schwester handelte, aber ansonsten an nichts Interesse zeigte. (An dieser Stelle muss ich dazu sagen, dass ich es bis heute noch nicht fassen kann, dass daraus tatsächlich der ultimative Mainboss geworden ist. Ich meine... WIE?!)

Etwa in der Mitte der ersten Season kamen er und Mizuki erstmals vor, hinterließen einen mysteriösen Eindruck und wurden später von Kazuo und Shinji aufgesucht. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits im Kopf, dass Masashi irgendein (mir dato noch unbekanntes) Problem mit Toshiro hatte, meine Begründung eben, weshalb er nichts mit der Gruppe zu tun haben wollte. Ich hatte auch überlegt, wie er dadurch etwas Konflikt in die Gruppe bringen könnte und wie sich das auf spätere Staffeln und den weiteren Storyverlauf ausspielen lassen könnte, also ließ ich ihn ein wenig auf Kazuo eingehen, sorgte für einen gewissen Draht zwischen den Beiden. In der späteren zweiten Staffel sollte das dann für einen großen Konflikt in Kazuo sorgen, der sich zwischen Masashi und Toshiro hätte entscheiden sollen. (Ein Konflikt, der zwar nach wie vor aufgekommen war, aber doch gänzlich anders als geplant) Im Grunde genommen sollte Masashis Rolle also nur dazu fungieren, den Keil zwischen den Wächtern etwas tiefer zu treiben und das Zusammenfinden der Gruppe als solches auch später noch zu erschweren.

Das alles änderte sich, als ich mir einen groben Plan für die zweite Season gemacht habe. Ich wusste, dass ich in der zweiten Season die Erklärung bringen wollte, wieso es „Nightmare“ gab und was Ryos Beweggründe waren. An dieser Stelle habe ich mir die Beziehung von Ryo und Toshiro zu Nutzen gemacht. Sie war für mich der passende Grund, weshalb Masashi ursprünglich gegen Toshiro agieren wollte: Wegen Ryo. Da Ryo im Laufe der zweiten Staffel allerdings als einer der Guten offenbart werden sollte, machte das im Umkehrschluss Masashi zum Bösen. Also suchte ich nach einer Begründung, weshalb Masashi (ein vermeintlich 17-jähriger Teenager) der Gegenspieler von Ryo (einem 24-jährigen Erwachsenen) und ganz „Nightmare“ sein könnte. Die Geburtsstunde von Kodan war gekommen.

Ich gab Masashi bzw. Kodan ein zweites Aussehen, erklärt durch seine Fähigkeit der Flammen und stufte ihn damit im Alter aufwärts, sodass er als Ryos Gegenspieler logisch erschien. Nur weshalb so unglaublich viel Ärger für nur eine Person? Es musste mehr dahinter stecken, also musste Kodan auch eine wesentlich größere Rolle als Gegner spielen. Also wurde er zum Hauptgegner der gesamten Serie. Im Finale der zweiten Season ließ ich genau das auffliegen. Fun Fact: Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, was überhaupt sein Plan war. Das musste ich mir zur dritten Season hin überlegen. Zusammen mit dem kam auch die gesamte Hintergrundgeschichte Kodans, seine Vergangenheit, seine Motivation, sein Ziel, alles. Ein Gedankengang, der Kodan damit zu einem der am meist durchdachtesten Charaktere der Serie machte. (Die einzigen anderen so detailliert durchdachten Charaktere sind Ryo und Mizuki)
Selbstverständlich werde ich weder seinen Hintergrund, noch seine Ziele hier offenbaren können. Auf die könnt ihr euch im Laufe der vierten Season noch darauf freuen ^.~

Zum Abschluss nochmal ein kleiner, aber doch etwas ausführlicher Kommentar zu dem Namen Kagami Kodan, da ich in „Names in Detail“ nur sehr kurz drauf eingehen konnte: Ich habe bereits gesagt, dass sich Kodan mit Lügenbold übersetzen lässt. Lange hatte ich überlegt, wie genau ich in den Episoden einbringe, dass es eine Person gibt, die „Lügenbold“ genannt wird. (Immerhin ist das kein wirklicher Vorname). Ich hatte sogar im Kopf, stets zu schreiben „Kodan (Lügenbold). Stattdessen habe ich lediglich, als der Name erstmals aufkam, in einem Satz erwähnt, dass Kodan Lügenbold heißt. Zu meinem Bedauern ist damit der Zusammenhang etwas verloren gegangen, dass das Ganze ursprünglich nur ein Titel und kein wirklicher Name ist, weshalb es sich auch mehr als fester Name durchgesetzt hat. Generell steckt hinter „Kodan“ aber auch ein wenig mehr, denn Lügenbold ist nur eine Möglichkeit, das ganze zu übersetzen. Es passt natürlich in dem Sinne, dass Kodan hauptsächlich zu seinem Nutzen lügt. Die andere Bedeutung wäre schlicht „Geschichtenerzähler“. Ebenfalls etwas, das auf den Charakter passt, immerhin bilden seine Lügen ganze Geschichten, die einen einlullen und das ganze als wahr glauben lassen.
Der Nachname Kagami, wie auch schon in „Names in Detail“ erwähnt, bedeutet – wenn man ihn hört – soviel wie „Spiegel“, ein Symbol dafür, dass er die Wahrheit auf andere Art und Weise widerspiegelt. Wenn man ihn allerdings schreibt, so setzt sich der Name aus zwei Kanjis zusammen. Das eine lässt sich übersetzen mit „exzellent“ oder auch „geschickt (skilled)“. Das andere ist „Realität“ oder auch „Wahrheit“. Mit anderen Worten, geschrieben bedeutet Kagami „geschickte Wahrheit“ oder „exzellente Realität“. Erneut ein Symbol darauf, dass sich Kodan die Welt und alles darin so zurecht biegt, wie es ihm passt.

Dass er sowohl im Namen, als auch in der Schreibweise und in seinem generellen Charakter, so viel Tiefe besitzt, macht ihn letztendlich auch zu einem meiner liebsten Charaktere (auch wenn er von fast allen Lesern, die ich kenne, abgrundtief gehasst wird xD)



Ähnlich wie bei Kodan und Mizuki war auch Kazuos Grundkonzept ursprünglich etwas anders. Er sollte zwar eine etwas größere Rolle als die Beiden spielen, aber auch die war nur mäßig groß. Im ersten Grundkonzept war Kazuo nicht mehr als der beste Freund Shinjis, heimlich in den Blauhaarigen verliebt, Rivale zu Rei, immer kampfeslustig aber mit Ehrgeiz bei der Sache. Mir kam erst nach ein paar Episoden – oder besser gesagt nach dem ersten Auftritt Masashis – die Idee, dass man Kazuo gut nutzen könnte, um verschiedene Konflikte zu zeigen. Durch das junge Waisenalter, das schlechte Verhältnis zu Anna und Rei als Keil zwischen seiner und Shinjis Freundschaft ergab sich Kazuo für mich als eine Person, die von Bitterkeit zerfressen war. Wer wäre besser dazu geeignet, sich in Intrigen und Verrat verstricken zu lassen, als er? Als ich schließlich wusste, dass Masashi irgendein Problem mit Toshiro haben würde, war die perfekte Vorlage gegeben. Die Wächter, die sich voll und ganz auf Toshiros Seite stellen würden. Masashi, der gegen Toshiro stand. Und Kazuo, der in seinem natürlichen Misstrauen Fremden gegenüber eher derselben Meinung wie Masashi war. Also legte ich den Grundstein dafür, dass Masashi Anstalten machte, Kazuo zu verführen.
Ab hier allerdings veränderten sich meine Pläne für Kazuo. Wie schon mehrmals erwähnt, wollte ich, dass alles darauf hinausläuft, dass Kazuo schließlich doch noch Sympathie für Toshiro empfindet und so sowohl moralisch, als auch emotional zwischen Toshiro und Masashi zwiegespalten ist. Stattdessen etablierte sich eine Zwickmühle zwischen Masashi und Chloe, die Kazuo an seinen Gefühlen hadern ließ. Trotzdem war für mich von Anfang an klar, dass Toshiro von Kazuo an Masashi ausgeliefert werden würde. Während in der ursprünglichen Planung Kazuo zu dem Zeitpunkt schon voll und ganz von Masashis Absichten wusste und ihm ohne Reue helfen sollte, ist es in der tatsächlichen Umsetzung etwas anders gekommen. Da Kazuo nicht so viel und engen Kontakt mit Masashi in s2 hatte, wie ursprünglich geplant, war nicht genug Gelegenheit gegeben gewesen, dass er da schon voll und ganz in dessen Pläne eingeweiht war oder gar dessen Ansichten weit genug teilte, um ihm bedingungslos zur Seite zu stehen. Chloe – wie auch Rei – waren zu große Faktoren geworden, die Kazuo weit genug ins Gewissen geredet haben, dass es gar nicht anders ging, als Kazuo am Ende von s2 nochmal an Masashi zweifeln zu lassen. Dazu kam die Art und Weise, wie sich Masashi als Kodan und sogar wirklich als Feind offenbart hat. Die einzig logische Reaktion: Abwehr und Schock.
Da es allerdings absolut plotrelevant war, dass Kazuo auf kurz oder lang auf Kodans Seite wechselte, dass in dieser Situation aber nur schwer nachvollziehbar gewesen wäre, musste ich den Schock weit genug ausarten lassen, dass es ihn all die Erinnerungen an seine Fehler verdrängen ließ: Ich gab ihm eine Amnesie.
Ebendiese Amnesie hat sich für mich in zweierlei Hinsicht gut ausgespielt. Das erste war natürlich, dass es so enorm einfach war, Kazuo von Kodan einfangen zu lassen. Das zweite war, dass ich so auch schon vorab zeigen konnte, wie verbittert Kazuo wirklich war und wie stark sein Vertrauen in andere Menschen während seiner Kindheit gelitten hat. Chloe durfte das (leider) am eigenen Leib erfahren.
Nun, schlussendlich ist er nun vollkommen Kodan verfallen, steht auf dessen Seite und ist von der Richtigkeit von Kodans Absichten überzeugt. Was genau diese Absichten sind und inwiefern sich ein sogenannter „Sturz in die Schatten“ wirklich noch auf einen Menschen auswirkt, das werden wir in späteren Folgen noch sehen können.
Abschließend kann ich zu Kazuo eigentlich nur noch meine eigene kleine Meinung kund tun. Ähnlich wie Kodan ist Kazuo ein Charakter, der anfangs nicht als Gegner gedacht war, der auch gar nicht so eine große Rolle spielen sollte. Trotzdem ist er genau wie Kodan und Mizuki zu einer der wichtigsten Schlüsselfiguren im Plot von FotA geworden. Tatsächlich ist er vermutlich der Charakter, der auch noch das meiste Character development abbekommt bzw. abbekommen hat. Er ist ein Charakter, der in sich selbst schon ein Konflikt ist, von Anfang an zwischen Gut und Böse geschwankt hat und erst noch seinen Weg finden muss(te). Ich glaube, gerade weil seine Figur mit so viel Unsicherheit und soviel Zwiespalt verbunden ist, ist er einer meiner liebsten Charaktere. (Ich muss aber auch zugeben, ich hab ein Faible für Gute, die sich verlieren und böse werden) Nun, vielleicht hat dieses „Making Of“ ja geholfen, ein bisschen mehr Klarheit über Kazuo zu verschaffen und vielleicht ist er dadurch wieder ein kleines bisschen bei den Lesern aufgestiegen. (nein, vermutlich nicht... Egal)



Während bereits Anfang der dritten Season angedeutet worden ist, dass hinter Mizuki mehr steckt, als ein kränkliches Mädchen, haben wir gegen Ende der dritten Season erfahren, was es wirklich mit ihr auf sich hat. Während natürlich nicht zu viel auf Details eingegangen werden kann, um nicht Season 4 zu spoilern, so kann dennoch einiges zu Mizukis Anfangskonzept im Vergleich zu ihrer jetzigen Rolle gesagt werden.

Neben Kodan ist Mizuki vermutlich die Person, die noch den größten Wandel vom Ursprungskonzept bishin zu ihrer derzeitigen Rolle als Schlüsselfigur in FotA hatte. Ähnlich wie bei Kodan war ihr anfangs gar keine große Rolle zugesprochen. Sie war zwar eine der Ringträger, aber sie sollte körperlich etwas kränklich sein, woraus für sie eine enorme Abhängigkeit gegenüber ihrem Bruder entstanden ist. Sie sollte sozial nicht sehr kompetent sein, auf dem Level wo sie so gut wie gar nicht mit anderen Menschen außer Masashi reden konnte. Eine Figur, die nur im Schatten ihres Bruders stand und beinahe schon wie eine willenlose Marionette immerzu ihm hinterher tanzte und auf ihn hörte, ohne jemals eine eigene Meinung zu haben, geschweige denn zu vertreten.

Dass Mizuki mehr als das sein könnte, mit dem Gedanken habe ich erstmals in s2 gespielt. Mizuki lag im Koma, Masashi war als Gegenspieler auserkoren worden, Kodan wurde erschaffen und ich brauchte jemanden, der den Namen Kodan erstmals ins Spiel brachte. Dafür bot sich Mizuki schlichtweg an, also bekam sie von mir die Fähigkeit des Traumschlosses, wie auch einen gewissen guten Draht zu Rei und wurde damit zu dem Stein, der eine Reihe von Ereignissen in s2 zum Rollen brachte. Hier zeigte sich erstmals von ihrer Seite aus ein eigener Wille, eine eigene Meinung, die sie trotz aller Unsicherheiten vertreten wollte und womit sie sich erstmals in ihrem Leben gegen ihren Bruder stellte. Der Anfang für ihre große Charakterentwicklung war getan.

Gegen Ende der zweiten Season habe ich mir selbst überlegen müssen, was genau überhaupt Kodans Beweggründe sind, wie auch welche Rolle Mizuki darin gespielt hatte. Mir wurde recht schnell bewusst, dass die Beiden in Anbetracht der Ereignisse keine wirklichen Geschwister sein konnten und Kodan sie lediglich ihr gesamtes Leben lang belogen hat. Damit fiel sämtliche bisher erdachte Hintergrundgeschichte für Mizuki weg. Sie hatte kein Grundgerüst mehr. Wo es bei jedem anderen Charakter vermutlich problematisch geworden wäre, war es mir bei Mizuki ein Segen geworden. Als ich nämlich wusste, dass all die Ereignisse in FotA auch schon teilweise in der ersten Generation der Ringträger passiert sein könnten, war für mich die Idee geboren, dass Mizuki genau wie Kodan im engeren Zusammenhang zu der First Generation stehen könnte. An dieser Stelle hatte ich meine Überlegungen erst einmal pausiert und mich stattdessen auf meine Pläne für die erste Generation, wie auch deren Hauptfiguren konzentriert. Als die Charaktere der ersten Generationen fest standen, wusste ich, wenn Mizuki mit diesen in Zusammenhang steht, dann dadurch, dass sie eine der Figuren wiedergeboren war. Diese Person war Miles. Zusammen mit den Tagebuch-Episoden kamen die ersten Wächter erstmals auf. (Habt ihr gemerkt, dass Mizukis Flashbacks erst anfingen, als Miles auch in den Tagebucheinträgen vorkam?) Und zusammen mit den Tagebucheinträgen erwachte in Mizuki auch das Bewusstsein ihres früheren Lebens.

Miles war mir in diesem Sinne wichtig, weil er und damit Mizuki schlussendlich der Schlüssel dafür sein würden, die Wächter und die „Red Streak“ von Kodans Absichten zu informieren. Im Grunde könnte man also sagen, dass Mizuki von einem bloßen Schatten einer Figur zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichte wurde, oder – um es mit Miles' Worten zu sagen: Sie wurde zum großen Joker, der alles noch einmal ändern könnte.