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auf Flame of the Abyss! Dies ist eine Shonen-Ai & Action-Staffel. Begleitet unsere Helden dabei, wie sie versuchen, die Welt vor dem Chaos zu bewahren und sich doch dabei immer weiter in ein Netz aus Lügen und Intrigen verstricken, ohne zu wissen, wer nun wirklich ihr Freund ist und wer ihr Feind...
Schaut euch doch in Ruhe um. Ich wünsche euch viel Spaß ^.^



Flame of the Abyss

Episode 15


Damian und Cyrus


„Auf das Stadion ist ein Anschlag geplant. Verlass die Tribüne und hilf mir, die Bombe zu finden.“

Wie erstarrt blickte Kazuo auf diese Nachricht hinab. Es brauchte einen Moment, bis wirklich zu ihm durchgesickert war, was Masashi ihm da geschrieben hatte. Dann sprang er aber auf und lief wie ein geölter Blitz zum Tribünen-Ausgang. Anna rief ihm noch überrascht hinterher, während Rei ihm irritiert nach schaute, doch Kazuo reagierte nicht mehr darauf. Er musste Masashi finden und ihm helfen. So schnell wie möglich, bevor wirklich noch etwas in die Luft flog und ihnen allen hier etwas zustieß.
Er hatte gerade die Tribüne verlassen, da wurde er auch schon am Arm gepackt und zur Wand gezogen. Überrascht hatte er einen Laut von sich geben, erkannte erst danach, dass Masashi vor ihm stand – in seiner erwachsenen Form.


Kazuo: Masashi-kun! Was... Diese Nachricht!
Masashi: Ich versuch es knapp zu halten. Die Spuren zu „Nightmares“ Finanzen, von denen ich dir erzählt habe, haben gezeigt, dass „Nightmare“ große Mengen an Sprengstoff beschafft hat. Und die Lieferung scheint vor kurzem in ein leeres Gebäude hier beim Stadion gebracht worden zu sein.
Kazuo: Das heißt...
Masashi: Dass es eigentlich nur die Möglichkeit gibt, dass sie das Stadion in die Luft jagen wollen.
Kazuo: *schluckt* Das würde erklären, warum Kamen hier ist...
Masashi: Kamen Daisuke?
Kazuo: *nickt* Wie halten wir sie auf?
Masashi: Hier *holt einen Plan hervor* Ich hab gestern noch die Blaupausen vom Stadion beschafft. Die Menge an Sprengstoff reicht nicht, um das Stadion in die Luft zu jagen. Aber es reicht, um es komplett zum Einstürzen zu bringen.
Kazuo: Du meinst, wenn die Stützpfeiler zerstört werden?
Masashi: Ganz genau. Das Stadion hat einen unsymmetrischen Grundbau, weil man den Eingang besonders gestaltet hat. Laut den Blaupausen... *hält sie Kazuo hin* gibt es drei Pfeiler. Wenn die zerstört werden, stürzt hier alles ein.
Kazuo: *mustert die drei auf dem Plan markierten Stellen* Drei Pfeiler... Dort dürften also die Bomben platziert sein?
Masashi: Sehr wahrscheinlich.
Kazuo: Wir sind nur zu zweit. Schaffen wir es, alle Pfeiler abzuarbeiten?
Masashi: Wir haben nicht einmal die Garantie, dass an jedem Pfeiler eine sein wird. Ich schlage vor, wir teilen uns auf. Jeder kontrolliert eine Säule und wenn wir damit fertig sind, dann machen wir uns auf den Weg zur dritten Säule und treffen dort aufeinander.
Kazuo: Okay...
Masashi: Sonst noch eine Frage?
Kazuo: Ja, wie kann ich eine Bombe entschärfen?
Masashi: *hebt eine Augenbraue* Du schmeißt ab und an mit Sprengstoff um dich, aber kennst dich mit Bomben nicht aus?
Kazuo: Ich nutze Dynamit. Das zündet man einfach an und gut ist.
Masashi: Punkt für dich. Die meisten Bomben folgen einem bestimmten Typus. Wenn man weiß, wie sie funktionieren, kann man sie entschärfen. Am besten, wir suchen die Säulen auf und wenn dort was ist, dann rufst du mich an und ich erklär es dir.
Kazuo: *wird etwas blasser* *nickt* Geht klar!
Masashi: Also, diese beiden Pfeiler sind etwa gleich weit von uns entfernt. Ich würde sagen, du übernimmst diesen hier und ich den anderen. Und von da aus geht es weiter zum Letzten.
Kazuo: *mustert kurz den Plan* *nickt dann* Okay.
Masashi: *schaut zu Kazuo* Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen können, Kazuo
Kazuo: *lächelt leicht* Natürlich... *wendet sich ab, um loszulaufen*
Masashi: Warte kurz! *packt Kazuo* *zieht ihn zu sich* *küsst ihn kurz* Pass trotzdem auf dich auf
Kazuo: *läuft rot an* N-Natürlich. Aber dasselbe gilt auch für dich!

Und damit liefen beide in unterschiedliche Richtungen los, versuchten, so schnell wie möglich zu ihren Zielen zu kommen.
Derweil saß Robin nach wie vor mit Zaira im Minibus, versuchte, seine Atmung wieder zu regulieren.


Zaira: Ein Attentat? Robin, bist du dir da sicher?
Robin: Ich habe Schreie gehört, Feuer, Tote...
Zaira: *knurrt* „Nightmare“... Sonst noch etwas, Robin?
Robin: *schließt die Augen zusammen* *hält die Hände an den Kopf* Es wird hier sein der Tod, und fließen wird Blut. Alles ist rot und nichts wird mehr gut... *leise singt*
Zaira: *schnaubt* *schnappt sich ihr Funkgerät* Damian! Chloe! Evakuiert sofort das Stadion! Robin hatte eine Vision. Es wird einen Anschlag geben, also seht zu, dass ihr die Leute da raus bekommt. Setzt meinetwegen alles in Bewegung, was nötig ist dafür!

Mit einem bestimmten „Verstanden!“ nahm Damian die Nachricht entgegen, steckte mit finsterem Blick das Funkgerät wieder weg. Ein Anschlag auf das Stadion? Was zum Henker ging in den Köpfen von Kojima Ryo und seinen Leuten nur vor? Welchen Sinn hatte es, einen Anschlag auf das Stadion auszuführen und damit den Zustand der Ringe zu gefährden? Wie konnte Kojima Ryo nur so herzlos seinem kleinen Bruder gegenüber sein?
Hastig lief Damian die Gänge entlang, war auf dem kürzesten Weg zur Security. Nur noch um eine Kurve und er war da, konnte die Evakuierung in die Wege leiten, doch mit einem Mal sah er eine Bewegung aus den Augenwinkeln und gerade rechtzeitig konnte er sich stoppen und nochmal zurück springen, ehe er von einem Schwert erwischt worden wäre.


Damian: Cyrus! *sofort seine Peitsche zieht*
Cyrus: Wenn du schon nicht zu uns zurück kommst, dann tu dir wenigstens selbst den Gefallen und hau ab von hier!
Damian: Ich bin nicht zum Vergnügen hier! Wenn ihr den unschuldigen Leuten hier schaden wollt, dann ist es meine Aufgabe, euch davon abzuhalten.
Cyrus: Du bist so ein Idiot, Dam...
Damian: Ach ja? Ich bin der Idiot? Hast du schon mal in den Spiegel geschaut, Cyrus?
Cyrus: Du hast doch keine Ahnung. War dir Bastard eigentlich jemals wirklich bewusst, wie wichtig du mir warst?
Damian: Willst du eine ehrliche Antwort oder soll ich die Frage einfach auf dich zurück werfen?
Cyrus: *schnaubt* Du hast mich einfach verraten, Dam!
Damian: *lacht kalt auf* Ich soll von uns Beiden der Verräter sein? Hast du etwa vergessen, was damals passiert ist? Sag, Cy, erinnerst du dich noch?

Lautes Geschrei war zu hören. Eine kleine Traube von Menschen, die im Kreis stand und lauthals johlte und brüllte. Zwei Namen waren es, die immer wieder geschrien wurden. Zwei Jungen, die man wild anfeuerte. Zwei Jungen, die sich wild über den Boden rollten und immer wieder auf den jeweils anderen einschlugen, dabei hitzige Beleidigungen und Herausforderungen austauschten.
Das Gejohle wurde etwas leiser, als einige der Zuschauer bemerkten, wie ein Mädchen mit langen braunen Locken herbei kam – in Begleitung eines Lehrers.


Mädchen: Hier, Mister Carlson!
Carlson: Ich hätt es mir ja denken können *nuschelt* McMillain! Taylor! Auseinander ihr Zwei!

Grob ging der Mann dazwischen, schaffte es, beide Jungen zu packen und voneinander zu lösen, sich drohend zwischen die Beiden zu stellen.

Carlson: Ich bekomme allmählich genug von euren ständigen Streitereien. Wann werdet ihr endlich erwachsen?
Damian: Das müssen sie mich nicht fragen. Taylor hat angefangen.
Cyrus: Aber auch nur, weil deine Milchfresse dazu eingeladen hat!
Damian: Wie bitte?
Carlson: Ruhe! Wenn ich euch zwei noch einmal aneinander sehe, hagelt es Nachsitzen für den Rest der Woche!
Cyrus: Che...
Damian: *grummelt leise*
Carlson: Einwände? *finster die beiden anschaut*
Damian: Nein, Mr. Carlson. Ich werde mich bemühen, keine weitere Unruhe zu verursachen.
Carlson: *schaut Cyrus an*
Cyrus: *blickt vehement in die andere Richtung* Ja, ja, ich auch...

Carlson schnaubte noch einmal, dann ließ er die Beiden gehen. Kurz blickten sich die beiden Jungs noch einmal an. Cyrus schenkte Damian gekonnt einen Mittelfinger, dann stapfte er einfach davon. Damian schaute ihm noch finster nach, rieb sich kurz die Wange, ehe er in die andere Richtung davon ging. Das Mädchen, das den Lehrer geholt hatte, folgte ihm dabei.

Mädchen: Mensch, Damian! Kann nicht einmal eine ruhige Woche vergehen, ohne dass ihr Zwei euch versucht, gegenseitig umzubringen?
Damian: Wir versuchen uns nicht gegenseitig umzubringen, Rosetta. Du übertreibst.
Rosetta: Ach ja? Und das blaue Auge? Die geschwollene Nase? Deine blutende Lippe?
Damian: Zeichen meiner Männlichkeit!
Rosetta: Pf, Männer! Wozu lässt du dich denn bitte auf sein Niveau runter? Du hast das gar nicht nötig. Du bist ein McMillain!
Damian: Ich kann mich doch nicht einfach auf meinem Namen ausruhen
Rosetta: Wieso nicht?
Damian: Weil ich dann wie ein gehobener Schnösel wirke. Ein reiches Muttersöhnchen und das bin ich nicht, Rose.
Rosetta: Aber du bist der Sohn der McMaillain-Familie. Du hast keinen Grund, mit so einem niederen Kerl wie Taylor deine Zeit zu vergeuden.
Damian: *verzieht leicht das Gesicht* Ich vergeude meine Zeit nicht mit ihm
Rosetta: Du prügelst dich sinnlos mit ihm. Was daran ist keine Zeitverschwendung?
Damian: Na ja, sieh es doch mal so... Wenn er seinen ganzen Hass auf mich konzentriert und sich nur mit mir anlegt, dann lässt er zumindest jeden Anderen in Ruhe...
Rosetta: Dein Ernst? Du spielst den Sündenbock? Damian... Das ist doch lächerlich. Wieso tust du das?
Damian: *zuckt mit den Schultern* Weiß nicht... Ich glaub, weil er ein guter Gegner ist... *grinst* Und irgendwie... ist er doch ziemlich cool...

Die Tage verflogen, am Alltag der Schüler änderte sich nichts. Damian verbrachte seine Freizeit für gewöhnlich mit Rosetta, genoss das ruhige, fast schon sorglose Leben, das er hatte, wenn es nicht für die regelmäßigen Unruhen gewesen wäre, die Cyrus immerzu ausgelöst hatte. Bei jeder Gelegenheit, wo die beiden Jungs aufeinander trafen, kam es zu einem Streit und in den meisten Fällen endete dieser in einer Prügelei, die erst ein Ende fand, als Rosetta einen Lehrer herbei rief.

Rosetta: Was meinst du? Steht mir eher lachsfarben oder doch himmelblau?
Damian: Eh, was?
Rosetta: Als Farbe, für ein Abendkleid. Lachs oder Himmelblau?
Damian: Du weißt schon, dass wir Männer Farben nicht so genau definieren, oder?
Rosetta: *verdreht die Augen* Okay, Rosa oder Blau?
Damian: Wieso fragst du überhaupt?
Rosetta: Kannst du nicht einfach die Frage beantworten?
Damian: Rosa.
Rosetta: Danke *smile* Und ich frag wegen dem Schulball.
Damian: Schulball? Ach ja, der ist diesen Freitag, oder?
Rosetta: Stimmt genau! Gehst du mit mir hin?
Damian: Kannst du nicht allein gehen?
Rosetta: Nein
Damian: Muss ich meinen Abend dann mit dir verbringen?
Rosetta: Wieso? Was besseres vor?
Damian: *zuckt mit den Schultern* Ich hab keine Lust zu tanzen. Und am Ende wirst du doch eh mit irgendwem flirten, oder?
Rosetta: Ich versuch es zumindest. Die meisten Jungs sind der festen Überzeugung, dass ich was mit dir am Laufen habe. Darum will keiner einen Zug machen.
Damian: Vielleicht solltest du dann weniger Zeit mit mir verbringen...
Rosetta: Damit du dir noch irgendwelche Knochen brichst, wenn du dich mit Taylor prügelst? Vergiss es!
Damian: *rollt mit den Augen* Okay... aber dann beschwer dich nicht, wenn niemand was von dir will.
Rosetta: Pah, ich find mir schon noch nen vernünftigen Kerl, den ich heiraten kann.
Damian: Ja klar *lacht*

Freitag Abend. Laut dröhnte die Musik aus der großen Aula des Schulgebäudes. Der Schulball, oder besser gesagt die Party, war schon eine Weile am Laufen. Längst hatten die Lehrer keine wirkliche Kontrolle mehr über das, was passierte. Die Schüler tanzten und quatschten, lachten und vor allem tranken sie. In erster Linie Alkohol. Damian hatte schon längst aus den Augen verloren, wie viel Bier er intus hatte, aber es war definitiv mehr, als gut für ihn war. Rosetta hatte er schon vor einer Stunde aus den Augen verloren, aber wenn er es in der Menge auf der Tanzfläche richtig sah, dann war sie gerade umgeben von mehreren Jungs, die tatsächlich betrunken genug waren, einen Versuch bei ihr zu wagen. Damian belächelte das Ganze nur, wandte sich schließlich ab und verließ das Schulgebäude. Er brauchte dringend etwas frische Luft und Ruhe. Gemütlich ging er weiter weg, fand sich auf der Wiese hinter dem Schulgebäude wieder. Er stutzte kurz, als er dort hinter einem Baum eine Silhouette sitzen sah, die ihm gefährlich bekannt vorkam. Prompt ging er auf sie zu, stellte fest, dass dort im Schneidersitz und mit einer Flasche Whiskey in der Hand tatsächlich Cyrus Taylor saß.

Damian: Was denn? Ausnahmsweise mal keine Unruhe stiften, Taylor?
Cyrus: Die Direx ist da. Keine Lust, diesen alten Dinosaurier noch aufzuschrecken
Damian: *lacht leise* Stimmt, hätt ich auch nicht. *schaut auf die Flasche* Ist das Macallan?
Cyrus: *hebt kurz die Flasche an* *schaut auf das Etikett* Ja. *hält sie Damian hin*
Damian: *grinst kurz* *nimmt dann die Flasche* *lässt sich neben Cyrus ins Gras fallen* *trinkt einen Schluck*
Cyrus: Wo hast du dein Anhängsel gelassen?
Damian: Irgendwo, wo es sich wen aufgabeln kann
Cyrus: Was? Du erlaubst ihr nen Seitensprung?
Damian: *trinkt noch nen Schluck* Wir gehen nicht miteinander. Sind nur Sandkastenfreunde
Cyrus: Dafür klebt sie ganz schön an dir
Damian: Eifersüchtig? *scherzhaft sagt*
Cyrus: *schaut Damian an* *schweigt einen Moment lang* Und was wenn? *herausfordernd sagt*
Damian: *verschluckt sich fast am Whiskey* Das... Dein Ernst?
Cyrus: *zuckt mit den Schultern* Find es doch heraus.
Damian: *wägt kurz ab* Und wie?
Cyrus: Denk dir was aus. Krieg ich den Whiskey wieder?
Damian: Hm...

Damian blickte kurz zu Cyrus, dann auf die Flasche. Ohne groß Nachzudenken setzte er die Flasche an seine Lippen an, nahm einen tiefen Schluck, welchen er im Mund behielt. Dann stellte er die Flasche einfach beiseite, saß in einer fließenden Bewegung auf Cyrus' Schoß, die Hände an dessen Wangen und küsste ihn. Und Cyrus ließ sich bereitwillig auf diesen Kuss ein, öffnete seine Lippen und ließ zu, dass der Whiskey zwischen ihren Mündern einher floss. Selbst als der Alkohol verflossen war, hielt sich der Kuss. Heiß, feucht und leidenschaftlich forderten sie einander in einem Zungenduell heraus, lösten sich erst, als ihnen der Atem ausgegangen war. Mit roten Wangen sahen sie einander an.

Cyrus: Wusste gar nicht, dass unser reicher Milchbubi in diese Richtung schwenkt.
Damian: Ich bin halt für Überraschungen gut
Cyrus: Ich merks. Noch mehr davon auf Lager?
Damian: *fährt mit den Händen Cyrus' Oberkörper entlang* Viel mehr~ *ihn wieder küsst*
Cyrus: Wie unziemlich von dir *ihn den Kuss grinst*

Sie wussten beide nicht, ob es am Alkohol lag, oder was wirklich der Auslöser war, doch an jenem Abend genossen sie es, einmal ihre Zeit miteinander zu verbringen. Immer wieder fanden ihre Lippen zueinander, ihre Hände fuhren über die Haut des jeweils Anderen und ungeachtet ihrer Umgebung hatten sie schließlich sogar ihre Hosen geöffnet und sich gegenseitig in den Höhepunkt befriedigt.
Von dem Tag an hatte sich etwas zwischen den Beiden verändert. In der Schule hatten sie diesen Vorfall nie angesprochen, hatten den normalen Schein gewahrt und sich jedes Mal in die Haare gekriegt und geprügelt, wenn die Situation es hergab. Doch meist noch am selben Abend hatten sie sich dann getroffen und mit sanften Liebkosungen und wilden Sex wieder versöhnt. Wochen waren vergangen, ehe sie sich doch über das alles aussprachen, einander die Liebe gestanden hatten und eingesehen hatten, dass sie wohl wirklich ein Paar waren, wenn auch ein heimliches, denn in der Öffentlichkeit ließ sich Damian meist immer noch nur mit Rosetta blicken.
Die Jahre vergingen und die Schulzeit der Beiden fand ein Ende. Nicht aber ihre Beziehung. Für Beide war klar, dass es niemand Anderen mehr gab. Nichts hätte ihre Beziehung zerstören können. Alles schien perfekt. Bis Damian eines Tages von seinem Vater gerufen wurde.


Damian: Was gibt es, Vater?
Vater: Ich habe dir eine freudige Mitteilung zu machen, mein Sohn. Du wirst bald 21 und in diesem Sinne sollte es an der Zeit sein für dich, den Bund der Ehe einzugehen
Damian: *stockt* Den Bund der was? Das... Ich soll heiraten?
Vater: Ja. Die Hochzeit wird im September sein
Damian: Warte... Das ist in zwei Monaten! Du... Du kannst mir doch nicht einfach irgendwen da hinstellen und erwarten, dass ich die Person einfach heirate
Vater: Doch, genau das erwarte ich von dir. Weder unsere Familie, noch die „Red Streak“ kann es gebrauchen, wenn du jemanden ehelichst, dessen Loyalität zu den Ringen nicht gesichert ist
Damian: Die „Red Streak“? Mir wird also vorgeschrieben, wen ich zu lieben habe?
Vater: Wen du zu heiraten hast. Die Liebe wird schon noch folgen.
Damian: Das... *schluckt* Krieg... ich wenigstens einen Namen?
Vater: Du dürftest sie bereits bestens kennen. Die Frau, die du heiraten wirst, ist Rosetta Wilson.



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