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auf Flame of the Abyss! Dies ist eine Shonen-Ai & Action-Staffel. Begleitet unsere Helden dabei, wie sie versuchen, die Welt vor dem Chaos zu bewahren und sich doch dabei immer weiter in ein Netz aus Lügen und Intrigen verstricken, ohne zu wissen, wer nun wirklich ihr Freund ist und wer ihr Feind...
Schaut euch doch in Ruhe um. Ich wünsche euch viel Spaß ^.^



 Flame of the Abyss

Episode 16


Liebesschwüre


Es regnete in Strömen. Wieso regnete es eigentlich immer bei so was? Damian wusste es nicht, aber es war ihm auch egal. Alles, was für ihn zählte, war Cyrus, der vor ihm stand. Die nassen Strähnen seiner Haare fielen ihm ins Gesicht. Das Gesicht, das Damian verwirrt, verständnislos und fast schon verzweifelt ansah.

Cyrus: Was hast du gerade gesagt?
Damian: Ich mache Schluss, Cyrus *sich zu einer festen Stimme zwingt* Es ist aus zwischen uns
Cyrus: Das... Wieso auf einmal?
Damian: Brauch ich wirklich einen Grund?
Cyrus: Ja! Ich dachte, wir seien glücklich!
Damian: *kneift die Lippen zusammen* *ignoriert das Stechen in seiner Brust* Dann warst du der Einzige, der so dachte, Cy...
Cyrus: *schüttelt verständnislos den Kopf* Nein... Das nehm ich doch nicht einfach so hin! Verdammt, Dam, sag mir gefälligst den Grund. Wir können über alles reden. *fast schon panisch wirkt* Wenn es an mir liegt, ich kann mich bessern. Aber du kannst mich doch nicht einfach sitzen lassen
Damian: *ballt die Fäuste* Doch, Cyrus, das kann ich. //...nicht...// Du willst einen Grund wissen? Schön! Ich liebe dich nicht mehr. Und deine ganze Art find ich schon längst zum Kotzen. Also... komm mir einfach nicht mehr unter die Augen, ja? Ich will dich nicht mehr sehen!
Cyrus: *mehr als fassungslos ist* Das... Warte, Dam! Damian!

Doch Damian wartete nicht mehr, lief einfach hastig davon und ließ Cyrus im Regen zurück. Er wagte es nicht, sich noch einmal umzudrehen, denn er wusste, er hätte es nicht ertragen, zu sehen, wie sein geliebter Cyrus auf die Knie gegangen war, gebrochen den Tränen den Lauf ließ. Damian konnte selbst seine Tränen nicht verbergen. Diese dämliche Hochzeit. Noch nie hatte er so viel Hass und Abscheu gegenüber seiner Familie, gegenüber der „Red Streak“ verspürt. Selbst Rosetta hasste er in diesem Moment so sehr, und das obwohl sie genauso wenig diese Hochzeit gewünscht hatte, wie er selbst. Warum war das Leben nur so grausam zu ihm?

Am Tag der Hochzeit fühlte sich Damian einfach nur beschissen. Man konnte es drehen, wie man wollte, aber er freute sich nicht im Geringsten auf die Heirat. Fast zwei Monate waren vergangen, seit er mit Cyrus Schluss gemacht hatte und noch immer war er selbst nicht über die Trennung hinweg, hatte sich gut die Hälfte der Nächte in den Schlaf geweint, weil er sich so einsam und verloren fühlte ohne den Blonden. Und doch hatte er sein Schicksal akzeptiert, stand nun hier in der Kirche und hatte ein falsches Lächeln aufgesetzt. Sehr zu seinem Missfallen schien Rosetta doch mehr Freude an der Hochzeit zu haben, als er angenommen hatte. In ihm war schon vor Tagen der Verdacht gekommen, dass sie in ihm doch mehr als einen Freund gesehen hatte und irgendwo fühlte sich Damian dadurch verraten. Aber er hatte sie nicht darauf angesprochen.
Nun stand er hier vor dem Altar und lauschte mehr halbherzig der Rede des Pastors. Kurz schielte er über die Schulter durch den Raum. Auf den Bänken saßen seine und Rosettas Familie, aber auch viele Freunde und Bekannte seiner Eltern waren da, nicht zuletzt einige Anhänger der „Red Streak“, die in erster Linie an den Wänden und Türen standen und für gewisse Sicherheitsvorkehrungen sorgten. Weshalb auch immer. Immerhin waren die Ringe in Japan. Wieso also war es notwendig so viel Aufwand für die Hochzeit zweier Leute zu geben?


Pastor: Hat nun jemand etwas dagegen einzuwenden, dass diese beiden Seelen den Bund der Ehe eingehen? So möge er hervortreten oder für immer schweigen.
???: Zur Hölle, als würde ich schweigen! *durch die Kirche schreit*
Damian: *erstarrt* //Nein!// *sich langsam umdreht* *seine Augen sich weiten*
Cyrus: *in einem Anzug da steht* *ein Schwert in der Hand hält* Damian McMillain gehört mir. Ich lass nicht zu, dass er irgendeine dreckige Schlampe heiratet!
Damian: *schluckt* *von Freudengefühlen übermannt wird* Cyrus...

Nur wie durch einen Schleier hörte Damian, wie die Agenten der „Red Streak“ laut Befehle riefen, wie sie auf Cyrus zu stürmten. Damian war einfach wie gelähmt. Er wusste nicht, wie Cyrus von der Hochzeit gehört hatte, aber nichts hätte Damian glücklicher machen können, als sein Geliebter, der alles gab, um diese Hochzeit zu verhindern. Cyrus schaffte es, die meisten der Agenten mit seinem Schwert abzuwehren und auszuschalten, erreichte schon nach kurzem den Altar, wo er sich einfach Damians Hand schnappte und ihn mit sich zog, geradewegs zum Seiteneingang beim Altar hinaus. Mit Überraschung stellte Damian fest, dass Cyrus nicht unweit von dort entfernt sein Auto geparkt hatte. Die Leute in der Kirche hatten gar nicht schnell genug reagieren können, da hatten die beiden Männer auch schon im Wagen gesessen und Cyrus raste mit Vollgas davon.
Sie hielten erst wieder an, als sich Cyrus sicher war, dass niemand die Verfolgung aufgenommen hatte und als sich Damian etwas wieder beruhigt hatte. An einer kleinen Raststätte hatten sie angehalten und Cyrus hatte sich endlich direkt an Damian gewandt.


Cyrus: Zwangsheirat... Warum hast du Bastard mir das nicht gesagt?
Damian: *schief lächelt* *zuckt mit den Schultern* Ich hab nun mal Verpflichtungen gegenüber meiner Familie...
Cyrus: Verpflichtungen am Arsch. Wenn du dabei nicht lieben darfst, wen du willst, sollte dich deine Familie kreuzweise können!
Damian: *blickt auf Damians Hand* *diese blutverschmiert ist* Vielleicht... *nimmt die Hand vorsichtig in seine eigenen Hände* Es tut mir so Leid, Cyrus *schluckt*
Cyrus: *schaut auf seine Hand* *ihn dort einer der Agenten ziemlich erwischt hatte* Schätze, ich darf auf Rechts umsteigen, huh?
Damian: Das war deine linke Hand, Cyrus! Du hast mit ihr gekämpft. Du... Warum hast du das gemacht?
Cyrus: Ha! *lacht leise* Weil du mir viel mehr wert bist, als meine Hand, Damian. Für dich würde ich bereitwillig auch noch die andere hergeben.
Damian: *leise schluchzt* Du bist der wohl größte Idiot, den ich kenne, Cy! Aber ohne dich würd ich auch niemals glücklich leben können.
Cyrus: Ich ohne dich auch nicht... Milchbubi! *ihn in einen Kuss zieht* Brennen wir durch?
Damian: *schluckt* Ich wünschte, es ginge so einfach...
Cyrus: Natürlich geht das so einfach. Wir sitzen in einem Auto, Damian. Wir können einfach losfahren und nie wieder zurückkommen.
Damian: *schüttelt leicht den Kopf* Du verstehst nicht. Selbst wenn ich der Hochzeit nicht zugestimmt habe, es gibt Dinge, denen ich Treue geschworen habe und das kann ich nicht aufgeben.
Cyrus: Und das wäre?
Damian: Den Ringen des Himmels. Mächtige und alte Artefakte, die in den falschen Händen für Chaos und Zerstörung sorgen können. Meine Familie gehört seit Generationen einer Organisation namens „Red Streak“ an, die für den Schutz dieser Ringe verantwortlich ist. Egal was die Umstände sind, ich bin den Ringen zur Treue verpflichtet... Und ich will sie nicht einfach aufgeben...
Cyrus: *einen Moment schweigt* Du willst also wieder zurück?
Damian: Ich habe nicht vor, zu heiraten. Ich denke, das dürfte meiner Familie jetzt bewusst sein...
Cyrus: Wehe, wenn nicht!
Damian: *lächelt* Keine Sorge, Cyrus. Es gibt nichts mehr, das uns trennen kann. Ich liebe nur dich und das wird auch immer so bleiben!
Cyrus: *grinst* Das will ich auch hoffen. Ich werd dich nämlich nie wieder hergeben!

Damian hatte Cyrus in alles eingeweiht, was mit den Ringen zu tun gehabt hatte und Cyrus war sogar zur Familie McMillain gegangen und hatte offen gesagt, dass er den Ringen nicht schaden wollte, sondern dass er nur nach Damian verlangte. Die McMillain-Familie hatte es nicht gern gesehen, aber zumindest wurde nichts gegen die Beziehung gesagt und für Damian und Cyrus schien wieder alles bergauf zu gehen.
Bis Cyrus eines Tages bei Damian auftauchte, dabei ziemlich aufgedreht wirkte.


Cyrus: Diese Typen haben es voll drauf. Starke Leute, die zeigen, was sie können. Vielleicht kämpft man auch gegen starke Gegner!
Damian: Cyrus... Ich hab von „Nightmare“ schon Gerüchte gehört. Die „Red Streak“ fürchtet, dass sie eine Bedrohung sind...
Cyrus: Ach ja, tut sie das?
Damian: Ja. Ich denke nicht, dass du irgendetwas mit „Nightmare“ zu tun haben solltest. Wenn sie wirklich eine Bedrohung werden, dann wird die „Red Streak“ mir sicher jeglichen Kontakt mit dir verbieten, wenn du dazu gehörst
Cyrus: *schnaubt* Und von der „Red Streak“ lässt du dir irgendetwas sagen? Dam, du bist doch keine Marionette!
Damian: Das nicht, aber ich gehöre trotzdem dazu. Und ich kann nichts tun, was an Verrat ankäme
Cyrus: *ballt leicht die Fäuste* Also... steht die „Red Streak“ noch über mir?
Damian: Was meinst du damit?
Cyrus: Dass ich „Nightmare“ auf jeden Fall beitreten werde. Die Frage ist, was wirst du tun?
Damian: Verlangst du gerade eine Entscheidung von mir?
Cyrus: Ich will dich nur bei meiner Seite wissen, Dam... Komm mit mir mit.
Damian: Und wenn sie eine Bedrohung werden?
Cyrus: Sind dir die Ringe etwa wichtiger als ich?
Damian: *schluckt* Nein... *zieht Cyrus zu sich* Du bist das Wichtigste überhaupt in meinem Leben, Cy
Cyrus: Also kommst du mit?
Damian: *schließt die Augen* Ja... Ich folg dir überall hin, solange ich nur bei dir sein kann...

Damals hatten sie sich noch fest in den Armen gehalten, standen Seite an Seite im Leben. Doch nun standen sie sich gegenüber, als Feinde, die sich verschiedenen Fronten verschrieben hatten.

Cyrus: Ich oder die Ringe? Du hattest mir damals ewige Liebe geschworen und doch wählst du die Ringe über mich!
Damian: Bist du deshalb hinter den Ringen her?
Cyrus: Wenn es keine Ringe mehr gibt, dann gibt es auch nichts mehr, dass dich an irgendetwas bindet *hebt eine Hand Richtung Damian* Komm zu mir zurück, Dam...
Damian: Sag mir, was „Nightmare“ wirklich plant und ich überleg es mir
Cyrus: Das kann ich nicht!
Damian: Dann werd ich auch nicht zu dir zurückkehren.
Cyrus: Du...
Damian: Sorry, Cy, war ne schöne Zeit mit dir, aber hier wird sie enden! *seine Peitsche schwingt*
Cyrus: *dem Hieb ausweicht* Bastard! *mit erhobenem Schwert auf ihn zu jagt*

Sie kreuzten die Waffen. Damian gab sein Bestes, etwas Abstand zu gewinnen, hatte er so doch die besten Chancen, zu kämpfen. Cyrus hingegen versuchte, so nah wie möglich heran zu kommen, ließ sich von der Peitsche nicht beirren. Sie beide vergaßen sich in ihrer Wut aufeinander. Alles, was zählte, war es, den Kampf zu gewinnen und sich so selbst im Recht zu sehen.

Währenddessen hatte Aden das gesamte Gelände des Box-Turniers mittlerweile abgesucht, war jedoch nicht fündig geworden. Also war er kurzerhand in die Umkleidekabinen gekommen, hatte sich dort Haruto geschnappt.


Haruto: Ich bin jetzt gleich dran, wenn es also nicht dringend ist...
Aden: Es ist dringend! „Nightmare“!
Haruto: *erstarrt* Eh?
Aden: „Nightmare“ ist wieder aktiv. Manche sind in Baseball-Stadion. Aber vielleicht auch hier. Wir sollen wachsam sein
Haruto: *schluckt* Hast du dich schon umgeschaut?
Aden: *nickt* Ja!
Haruto: *mit einem Mal erstarrt* Ayumi-chan! Weißt du, wo Ayumi-chan ist?
Aden: Uhm, ich haben sie gesehen auf Tribüne...

Hastig, ja fast schon panisch lief Haruto in die Halle. Der letzte Kampf vor ihm war gerade noch im Gange, doch das war ihm gerade egal. Sein Blick glitt suchend die Tribünen ab. Mit einem Hauch von Schrecken stellte er fest, dass Ayumi nicht mehr dort war, wo er sie zuletzt gesehen hatte. Und auch sonst konnte er sie nirgendwo in der Halle sehen.

???: Ooh, suchst du vielleicht jemanden?
Haruto: *zusammenzuckt* *sich umdreht*
Wyatt: *lässig hinter ihm an der Wand lehnt* Na, vermisst?
Haruto: Wyatt! *knurrt*
Wyatt: Ich hab noch ne Rechnung mit dir offen, Toyama~
Haruto: *die Fäuste ballt* Die kannst du gern haben!
Wyatt: Oh, du willst hier und jetzt zuschlagen? Und was wird dann aus dem Mädchen?
Haruto: *stockt* Was hast du Ayumi-chan angetan?
Wyatt: Noch nichts *breit grinst* Wenn du sie wieder haben willst, dann gewinn das Turnier. Und dann kämpf gegen mich!



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