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auf Flame of the Abyss! Dies ist eine Shonen-Ai & Action-Staffel. Begleitet unsere Helden dabei, wie sie versuchen, die Welt vor dem Chaos zu bewahren und sich doch dabei immer weiter in ein Netz aus Lügen und Intrigen verstricken, ohne zu wissen, wer nun wirklich ihr Freund ist und wer ihr Feind...
Schaut euch doch in Ruhe um. Ich wünsche euch viel Spaß ^.^



 Flame of the Abyss

Episode 24


Kodans wahres Gesicht


Toshiro: Ja... „Nightmare“ will den Skyfall Tower in die Luft jagen und mit ihm jeden, der zu dem Zeitpunkt dort sein wird. Sie wollen sich damit der Welt offenbaren und der „Red Streak“ offiziell den Krieg erklären.

Toshiros Warnung hatte sich überall unter den Ringträgern und den Mitgliedern der „Red Streak“ herum gesprochen. Der neue Tag war angebrochen und alle hatten mit großer Anspannung begonnen, sich für den unerwarteten Kampf zu rüsten.
Kazuo war schon längst gerüstet. Seit bereits einer Stunde stand er auf der Anhöhe vor dem Maskenschrein, wo er sich mit Toshiro treffen wollte. Nachdenklich zog er an seiner Zigarette, blickte dabei in Richtung der Innenstadt, wo man den Skyfall Tower über allem thronen sah.
Vorsichtige Schritte kündigten an, dass Toshiro nun auch da war, pünktlich auf die Minute.


Toshiro: Kanbara-senpai, danke, dass du dich mit mir triffst
Kazuo: *die Augen leicht verengt* Besser, du kommst direkt auf den Punkt, bevor ich einfach wieder gehe...
Toshiro: *nickt* Natürlich... *atmet tief durch* Hast du schon einmal den Namen Kodan gehört?
Kazuo: *stutzt* Ja, das habe ich... *langsam sagt*
Toshiro: Kodan ist ein Wahnsinniger, der die Ringe für sich haben will und der bereit ist, dafür jeden umzubringen, selbst die Ringträger. Er hat es sich zu seiner Aufgabe gemacht, die Ringe und ihre Macht zu besitzen und für seine Wünsche zu missbrauchen.
Kazuo: Warum erzählst du mir das?
Toshiro: Weil „Nightmare“ von Anfang an nur ein einziges Ziel verfolgt hat: Kodan stoppen.
Kazuo: Eh?
Toshiro: Wir wollten die Ringe haben, weil wir glaubten, sie seien in den Händen von ahnungslosen und unerfahrenen Teenagern nicht sicher.
Kazuo: Und das Stadion habt ihr für was in die Luft gesprengt?
Toshiro: Das waren nicht wir! Das Stadion geht auf Kodans Konto. Wir waren nur dort, damit ihr auf das Ganze aufmerksam wurdet. Das und weil wir selbst die Bestätigung brauchten, wer Kodan ist.
Kazuo: Warte... Du willst mir sagen, dass „Nightmare“ hinter diesem Kodan her war, all die Zeit, ohne zu wissen, wer Kodan war?
Toshiro: *beißt sich auf die Unterlippe* Kodan ist ein Genie... Er hat sein Aussehen verändert, um unserer Verfolgung zu entgehen. Wir hatten zwar einen Verdacht, aber konnten nicht konkret sagen, dass Kodan wirklich diese Identität angenommen hatte. Aber dank dem Stadion wissen wir es jetzt. Und wir wissen auch, dass er den Skyfall Tower sprengen will, um allen zu demonstrieren, dass er für die Ringe alles tun würde.
Kazuo: Das klingt ziemlich abstrus, findest du nicht...
Toshiro: Aber es ist so! Wenn du schon von Kodan gehört hast, müsstest du doch wissen, dass er gefährlich ist!
Kazuo: Ich weiß nur, dass er aus irgendeinem Grund, ganz besonders hinter mir her ist. Aber ich bin ihm nie begegnet und hab auch nichts mit ihm am Hut.
Toshiro: *schluckt* Das stimmt nicht, Kanbara-senpai! Du hast sehr wohl etwas mit ihm am Hut. Kodan ist nämlich-
???: Na, wen haben wir denn da?

Toshiro erstarrte mitten im Satz. Ihm lief es eiskalt den Rücken runter. Hastig drehte er sich um, nur um direkt die Spitzen eines Dreizacks an seinem Hals zu spüren und in zwei verschieden farbige Augen zu schauen.

Toshiro: Fukano...
Masashi: *seine erwachsene Gestalt hat* Lang nicht gesehen, Nakatsukasa, hm?
Toshiro: Was machst du hier?
Kazuo: Ich hab ihn hergebeten
Toshiro: *zu Kazuo schielt* Eh?
Masashi: *kichert* Erinnerst du dich, Nakatsukasa? Als ihr Ringträger meine Hilfe gegen „Nightmare“ wolltet, wollte ich als Gegenleistung dich ausgeliefert bekommen. Kazuo hier hat sich auf diese Bedingung eingelassen.
Kazuo: *langsam zu Masashi geht* *sich nahe neben ihn stellt* Sorry, Nakatsukasa...
Toshiro: Das... Kanbara... wieso?
Masashi: Liegt das nicht auf der Hand? *vergräbt eine Hand in Kazuos Haar* Weil er mich liebt, natürlich... *zieht ihn in einen Kuss*
Toshiro: *blasser wird* Ich dachte, Kojima-senpai hätte dir versucht, das auszureden, Kanbara-senpai
Kazuo: Und seit wann höre ich auf Kojima? *trocken fragt*
Toshiro: Kanbara... Bitte...
Kazuo: *zögert kurz* *sich dann aber abwendet* Du hättest uns einfach nicht verraten sollen, Nakatsukasa...
Toshiro: *Schultern etwas absacken lässt* Verstehe... Das... tut mir wirklich Leid...

Toshiro sah selbst, dass die Situation für ihn schlecht stand. Er wusste, dass er gegen Masashi keine Chance hatte und von Kazuo konnte er keine Hilfe erwarten. Also blieb ihm im Grunde nur eine Möglichkeit und das war Flucht. Masashi und Kazuo standen Beide ihm gegenüber. Nach wie vor spürte er die Spitzen von Masashis Dreizack an seinem Hals. Wenn also vorwärts nicht ging, dann blieb nur noch rückwärts. Und so, ohne mit der Wimper zu zucken, sprang er nach hinten, nur um mit einem überraschten Laut zu Boden zu stürzen. Er hörte Masashis Lachen und als Toshiro hinab blickte zu seinen Füßen, sah er, wie sich lange, feste Grashalme um seine Gelenke gewunden hatten. Masashi musste sie mit seinen Illusionen gesponnen haben, während sie geredet hatten. Hastig, nein fast schon panisch versuchte Toshiro, sich irgendwie von den Grashalmen zu lösen, während Masashi den Abstand zwischen ihnen wieder verringerte, mit einem abfälligen Grinsen auf ihn hinabblickte.

Masashi: Ich wusste schon von Anfang an, dass du mir ein Dorn im Auge sein könntest, Nakatsukasa. Seit ich gehört hatte, dass du und Kojima Ryo in engem Kontakt standet
Toshiro: *finster zu ihm hinauf schaut* Und ich wusste von Anfang an, dass du hinter mir her sein würdest...
Masashi: Wie schön, dass unser kleines Katz-und-Maus Spiel dann endlich ein Ende gefunden hat
Toshiro: *schief grinst* Leider zugunsten der falschen Seite...
Masashi: Das ist alles eine Sache der Perspektive
Toshiro: *aufhört, sich losreißen zu wollen* *resigniert* Du wirst trotzdem noch stürzen!
Masashi: Das bezweifle ich!

Und damit ließ Masashi seinen Stab nieder rasen. Ohne mit der Wimper zu zucken, rammte er die Spitzen durch Toshiros Körper. Ein erstickter Schmerzenslaut entwich den Lippen des Jungen, ehe dessen Kopf einfach zurück sank. Masashi grinste breit, zog langsam seine Waffe zurück. Von Toshiro hörte man noch schweres Atmen.
Kazuo hatte während der ganzen Szene vehement weg geschaut. Er hatte gewusst, dass es schwer sein würde, Toshiro seinem Tod auszuliefern, aber dass es so schwer werden würde... Mord war wirklich eine Erfahrung, auf die er hätte verzichten können. Und doch war es seine eigene Entscheidung gewesen, Masashi von dem Treffen mit Toshiro zu erzählen. Er hatte die Wahl gehabt und er hatte sich in jedem Punkt für Masashi entschieden. Nun musste er auch mit den Konsequenzen zurecht kommen.


Masashi: *zu Kazuo schaut* *lacht* Ich danke dir, Kazuo...
Kazuo: *missmutig zu ihm schaut* K-Keine Ursache...?
Masashi: *zu ihm kommt* Du hättest das nicht tun müssen... *ihm eine Hand auf die Wange legt* Und trotzdem hast du mir geholfen. Du weißt ja nicht, wie sehr du mir damit eine Freude bereitet hast
Kazuo: *zu Toshiro schielt* Ich... kann es mir vorstellen...
Masashi: Ich liebe dich, Kazuo... Dank dir ist nun auch mein größtes Hindernis beseitigt... *ihn in eine Umarmung zieht*
Kazuo: *stockt* Hindernis?
Masashi: *lächelt* Was Nakatsukasa dir wohl sagen wollte, war Folgendes: Ich bin Kodan.
Kazuo: W-Was?
Masashi: Du hättest auf ihn hören sollen. Kojima Ryo hat „Nightmare“ nur gegründet, um mir dazwischen zu funken. Aber jetzt, wo sein geliebter Toshiro aus dem Weg ist, stellt er selbst auch keine Bedrohung mehr da.
Kazuo: Warte, dann... das Stadion... Warst du?
Masashi: Genauso ist es. Und wenn „Nightmare“ die „Red Streak“ nicht darauf aufmerksam gemacht hätte, wären auch alle Bomben hochgegangen...
Kazuo: Aber... wieso? Ich versteh nicht... *will sich aus der Umarmung lösen*
Masashi: *ihn nur enger an sich zieht* Es ist schwer zu erklären, aber Kazuo, glaub mir, dass ich es für einen höheren Zweck mache
Kazuo: Du bringst unschuldige Menschen um. Was für einen höheren Zweck soll es da dann bitte geben? Weltherrschaft?
Masashi: *grinst* Nicht ganz, aber wenn dem so wäre, Kazuo, würde ich dich an meiner Seite herrschend sehen wollen...
Kazuo: Was?
Masashi: Ich mein es ernst. Es war nicht geplant, aber jedes Wort über meine Liebe zu dir ist die Wahrheit. Vergiss die anderen Wächter, Kazuo. Vergiss die „Red Streak“. Schließ dich mir an und erschaff mit mir gemeinsam eine bessere Zukunft.
Kazuo: *erstarrt ist* *völlig blass angelaufen ist* Masashi... *kurz zu ihm hoch schielt* *nur um den Blick wieder zu senken* Das ist doch völliger Wahnsinn... So was kann ich nicht einfach mitmachen!
Masashi: *seufzt* Ich hatte es fast schon befürchtet. Dass du Toshiro ausgeliefert hast, ließ mich glauben, dass dein Herz nicht so rein ist, wie man es von einem Ringträger vermuten mag. Aber scheinbar ist die Finsternis in dir nicht groß genug...
Kazuo: *schluckt* Masashi?
Masashi: Irgendwann, Kazuo... Irgendwann wird der Tag kommen, an dem du an meiner Seite stehen wirst. Aber das wird wohl noch ein wenig dauern...

Kurz zog Masashi Kazuo in einen lieblichen Kuss, den der Blonde jedoch unerwidert ließ. Er hatte noch nicht ganz verkraftet, was Masashi ihm da gerade offenbart hatte. Zumal das ja hieß, dass Kazuo dabei geholfen hatte, den vermeintlich unschuldigen Toshiro zu ermorden! Ihm wurde dabei einfach nur übel.
Der Kuss löste sich und Kazuo wollte erneut versuchen, sich loszureißen, doch er kam nicht mehr dazu. Ihre Münder hatten sich gerade erst ein paar Zentimeter voneinander gelöst, da spürte er auch schon einen unglaublichen Schmerz durch seinen Schädel rasen und dann wurde alles Schwarz.

In jenem Augenblick waren es zwei andere Augenpaare, die sich öffneten und aus der Schwärze hinaus blickten. Schnell und laut war das Piepen des Herzschrittzählers zu hören, als Mizuki aus ihrem wochenlangen Koma erwachte. Ihr Herz raste, ihr Atem stand dem in nichts nach. Ihr ganzer Körper fühlte sich noch taub und stumpf an, und doch fand sie die Kraft, sich aufzurichten. Eine der Krankenschwestern kam ins Zimmer gestürzt, hatte den Ausschlag der Maschinen bemerkt. Mizuki blickte zu ihr, wollte etwas sagen, doch ihr Hals schmerzte. Schnell brachte die Schwester ihr etwas zu trinken, welches Mizuki begierig trank. Sie wusste, ihr Körper hatte lange gelegen und war noch enorm schwach. Und doch durfte sie keine Zeit verlieren. Sie musste zum Skyfall Tower. Sie musste irgendwie den Anderen helfen!

Jene Anderen waren in Form der „Red Streak“ und der Wächter schon seit einer ganzen Weile bei besagtem Skyfall Tower. Nachdem Zaira das Sicherheitspersonal des Towers aufgescheucht hatte, waren verschiedene Orte des Gebäudes abgeklappert worden, nur um festzustellen, dass tatsächlich hier und da Bomben versteckt waren. Und das waren noch die einfachen. Aber sie alle waren sich sicher, dass das bei weitem nicht alle waren. Nein, allein Robins gestrige Vision hatte gereicht, um ihnen klar zu machen, dass das ganze Gebäude vermutlich nicht mehr stehen wird, wenn alle Bomben hochgehen würden. Und damit war auch klar, dass das gesamte Gebiet großräumig gesperrt wurde und man sofort den Tower zu evakuieren versuchte.


Zaira: *beobachtet die Evakuierung* Warum geht das denn nicht schneller? „Nightmare“ könnte jederzeit alles losgehen lassen!
Damian: Das ist das wohl größte Shopping- und Entertainment-Center der Stadt. Selbst an einem normalen Wochentag ist hier ganztägig eine Menge los. So viele Menschen kann man nicht so einfach da raus lotsen
Zaira: *knurrt* Damn!
Chloe: *immer mal wieder auf sein Handy schaut* *den Blick über die bereits anwesenden Wächter schweifen lässt* Wieso ist Kazuo nicht da?
Shinji: Keine Ahnung, er sagte, er würde sich etwas verspäten, aber seitdem war er nicht mehr erreichbar
Rei: *die Augen verengt* *allerdings schweigt*
Aden: Guys, nicht reden. Helfen!

Und damit machten sich die Jungs wieder daran, ihrer bisherigen Aufgabe nachzugehen: Den Leuten, die aus dem Gebäude kamen, in die Richtung zu lotsen, in die man am ehesten weit weg vom Skyfall Tower kam.
Zaira beobachtete das alles nur gespannt und mit finsterem Blick. Als mit einem Mal ihr Handy zu klingeln begann, holte sie es überrascht raus, ging sofort dran.


Zaira: Hallo?
Wyatt: Hey, Baby~
Zaira: Du!
Wyatt: Ich?
Zaira: Sag mir gefälligst, was hier gespielt wird.
Wyatt: Klar, gerne, aber nicht am Telefon
Zaira: *finster schaut* Bastard
Wyatt: *lacht* Hey, ich hab nicht gesagt, dass ich es gar nicht sage. Schau mal nach oben. Drittes Stockwerk überm Eingang
Zaira: *aufschaut* *stockt*
Wyatt: *am Fenster steht* *grinsend zu ihr winkt* Warum kommst du nicht hoch und wir quatschen ein wenig? Hier ist ein ziemlich nettes Café
Zaira: Ich komm höchstens rauf, um dich umzulegen! *einfach losstürmt*
Damian: H-Hey, Zaira! *ihr hinterher rennt*
Aden: Boss! *ebenfalls nachläuft*

Zaira ignorierte die Rufe einfach. Sie beendete das Telefonat und stürmte geradewegs in das Gebäude hinein, auf dem direkten Weg in den dritten Stock. Wenn sie Wyatt in die Finger bekommen würde. Der konnte was erleben.
Robin, Chloe und die Wächter derweil blickten einfach nur irritiert den Dreien hinterher. Rei kam nicht umher, zu bemerken, wie bescheuert es war, so achtlos in ein mit Bomben ausgefülltes Gebäude zu stürmen, von dem man wusste, dass es auf kurz oder lang in die Luft fliegen würde. Doch er unterließ es, etwas dazu zu sagen. Stattdessen kümmerte er sich mit den Anderen weiter um den Ablauf der Evakuierung. Er hoffte nur, die Bomben würden noch eine ganze Weile lang ruhig liegen.



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