Willkommen

auf Flame of the Abyss! Dies ist eine Shonen-Ai & Action-Staffel. Begleitet unsere Helden dabei, wie sie versuchen, die Welt vor dem Chaos zu bewahren und sich doch dabei immer weiter in ein Netz aus Lügen und Intrigen verstricken, ohne zu wissen, wer nun wirklich ihr Freund ist und wer ihr Feind...
Schaut euch doch in Ruhe um. Ich wünsche euch viel Spaß ^.^



Flame of the Abyss

Episode 08


Akira


Kazuo: Also im Grunde genommen hat dieser Kodan den Skyfall Tower in die Luft gesprengt, um der „Red Streak“ den Krieg zu erklären und vielleicht den ein oder anderen Ring zu bekommen. Und nebenbei hat er einen der restlichen Wächter beinahe umgebracht und mich ausgeknockt
Chloe: *nickt* Genauso ist es. Und über den Schock vermutlich hast du dann all deine Erinnerungen verloren.
Kazuo: Hm, verstehe... Danke, dass du mir das alles erzählt hast, Chloe-kun.
Chloe: Nichts zu danken. Früher oder später hättest du die ganze Situation ja auch erfahren sollen.
Kazuo: Ja... Und Kodan war der einzige Gegner? So ganz allein?
Chloe: Das ist es, was wir weitestgehend vermuten. Wir wissen, dass er noch einen Komplizen hat, der damals mit entkommen ist. Aber dass es noch mehr gibt, ist nicht auszuschließen.
Kazuo: Und warum will Kodan unbedingt die Ringe?
Chloe: Wir wissen den genauen Grund nicht, aber die „Red Streak“ vermutet nichts Gutes. Immerhin hat es seine Gründe, warum die Wächter immer von der „Red Streak“ ausgewählt werden. So sollte es auch bleiben
Kazuo: *einen Moment schweigt* Ja, natürlich. Die „Red Streak“ wird nach all den Jahren und Erfahrungen sicher am besten abschätzen können, wer ein guter Wächter ist und wer nicht.
Chloe: Zumindest gab es in all den Generationen vorher nie ein Problem mit den Auserwählten. Kodan ist der Erste
Kazuo: *hebt leicht eine Augenbraue* Verstehe...
Chloe: *mustert Kazuo* Alles in Ordnung?
Kazuo: Hm? Ja, klar. Ich... Ich muss nur das Ganze erst einmal verdauen. Man hört schließlich nicht alle Tage, dass man in einen echten Kleinkrieg verwickelt war...
Chloe: Stimmt... *lächelt leicht* Du kannst jederzeit mit mir über alles sprechen, wenn du irgendwelche Sorgen hast, das weißt du, ja?
Kazuo: Trotz all der Giftspuckerei?
Chloe: Selbst wenn es Giftspuckerei ist. Ich bin immer für dich da.
Kazuo: *lächelt matt* Danke... Aber ich glaub, ich hätt jetzt gern wieder etwas Ruhe
Chloe: *aufsteht* Natürlich... *schaut nochmal auf Kazuo herab* Danke!
Kazuo: Wofür?
Chloe: Dafür, dass wir wieder normal reden konnten. Das habe ich sehr vermisst
Kazuo: *lächelt* Ich hab mir nur deine Worte noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Und dann dachte ich, dass wir vielleicht nur einen schlechten Start hatten.
Chloe: Ja, ein schlechter Start war das in der Tat... Heißt das, ich muss mich nicht mehr auf so viele Gemeinheiten von dir gefasst machen?
Kazuo: Hmmmm, ich denke nicht. *reicht ihm die Hand* Auf dass unser Zusammenleben künftig besser werden wird
Chloe: *strahlend zu Lächeln beginnt* *die Hand ergreift* Auf dass es zwischen uns nur noch bergauf gehen wird!

Mit einem breiten Grinsen verließ Chloe den Raum, hatte dabei einen fast schon tänzelnden Schritt. Zu sehr freute er sich, dass Kazuo wohl endlich nicht mehr so abweisend und gemein war, sondern dass bei ihm endlich die Vernunft durchgeschlagen hatte. Jetzt, wo das Eis endlich gebrochen war, konnte es nur noch besser werden!
Kazuo derweil hatte nur darauf gewartet, dass Chloe wieder aus dem Raum war, ehe er tief ausatmete und sich wieder nach hinten fallen ließ, dabei ein „Urgh!“ von sich gab. Das Gespräch war anstrengend gewesen. Chloe hatte ihm vieles über den Skyfall Tower erzählt, aber was er mit keinem Wort erwähnt hatte, war „Nightmare“, oder dass Kojima Ryo etwas mit dem Anschlag zu tun hatte. Die groben Angaben zwischen seinem Tagebuch und Chloes Geschichte waren gleich, aber sie unterschieden sich in so vielen Details. Fürs Erste hatte Kazuo beschlossen, seinen eigenen Schriften zu vertrauen, auch wenn das hieß, dass die „Red Streak“ und jeder, mit dem er zurzeit zu tun hatte, sein Feind war. Ein Lächeln schlich sich auf seine Lippen. Vielleicht war das ja auch gar nicht so schlecht. Wenn er wirklich auf Kodans Seite stand, dann konnte er auch erst einmal den Spieß umdrehen. Wenn Chloe entgegen dem Tagebuch auf einmal der liebe und freundliche Unschuldsengel war, dann würde Kazuo eben auch so werden. Er würde gute Miene zum bösen Spiel machen und solange bei der ganzen Geschichte mitspielen und so Infos sammeln, wie es ihm gefiel. Und sobald er die Chance hatte, würde er abhauen und zurück zu Kodan kehren, um diese verräterische Organisation zu Sturz zu bringen!


Sarara: Ach herrje...
Mizuki: Huh? Sarara-san, stimmt etwas nicht?
Sarara: Ich fürchte, wir haben nicht genug Gemüse für den Eintopf. Die Karotten fehlen völlig...
Mizuki: Karotten? Wir haben zuhause nie Karotten rein getan...
Sarara: Ja, aber wir sind nicht bei dir zuhause, oder? Wir sind hier im Haus der Kojimas. Und hier werden Karotten rein getan.
Mizuki: Es hat sich nie jemand beschwert...
Sarara: *schenkt ihr ein abfälliges Lächeln* Natürlich nicht. So wie du aussiehst, würdest du doch bei jeder Kritik heulen. Aber du solltest langsam lernen, dass die Welt kritisch ist
Mizuki: *stockt* Aber...
Sarara: Kein Aber! Als Ryo-kuns Zukünftige hab ich fortan im Haushalt das Sagen. Und das heißt, es wird gekocht, wie ich es will. Wenn du nicht damit klar kommst, unter meinem Kommando das Hausmädchen zu spielen, dann geh nach Hause!
Mizuki: *zusammenzuckt* *den Blick senkt* N-Natürlich... *die Lippen zusammen kneift*
Sarara: Gut! Und nun sei doch so nett und lauf zum Supermarkt. Hol Karotten und wenn du schon dabei bist auch noch etwas Ingwer
Mizuki: *die Fäuste ballt* Ja...

Und damit machte sich Mizuki auf den Weg zum Supermarkt. Sie war gerade um die Ecke gebogen, damit außer Reichweite des Anwesens, da schrie sie auch schon laut auf, stampfte mit dem Fuß auf. Kurz schnappte sie nach Luft, dann führte sie auch schon ihren Weg fort.
Sie war zwar nicht in der Küche gewesen, als Sarara ihre Verlobung angekündigt hatte, aber seit Mizuki ihr danach über den Weg gelaufen war, durfte sie eine spitze Bemerkung nach der Anderen einstecken. Für Mizuki stand jetzt schon fest, dass sie Sarara nicht im Geringsten leiden konnte.


Mizuki: Wenn Ryo-san sie wirklich heiraten muss... *den Kopf schüttelt* Er hat wen Besseres verdient!
Akira: Zum Beispiel Toshiro?
Mizuki: Ja, definitiv! *stockt* Eh?
Akira: *auf einer nahen Mauer sitzt* Hey hey hey, wen haben wir denn da? Lang nicht gesehen, was?
Mizuki: *erstarrt* I-I-Imawari... *blass wird*
Akira: Oho, da scheint sich wer ja an was Unschönes zu erinnern, was?
Mizuki: Was willst du?
Akira: *mit den Schultern zuckt* Ich wollte mal vorbei schauen. Scheinst dich ja vom Koma erholt zu haben
Mizuki: Das geht dich gar nichts an!
Stimme: *in Mizukis Kopf widerhallt* Du solltest dich nicht so herumschubsen lassen
Mizuki: *stutzt* // W-Was? //
Akira: *von der Mauer springt* Wenn du so gut Wiederworte geben kannst, scheint es dir ja bestens zu gehen. *zückt ein Messer* Das sollte man ändern!
Stimme: Wehr dich!
Akira: *das Messer wirft*
Mizuki: Ah! *ausweicht* *an der Wange gestreift wird* *leicht zittert*
Akira: *lacht* Ohne deinen „Bruder“ bist du echt aufgeschmissen, was?*noch ein Messer zieht* Erbärmlich! *wirft*
Mizuki: *vor Schreck erstarrt* // Nein, Hilfe... REI! // *Augen zukneift*
Rei: *in dem Moment dazwischen springt* *das Messer mit einem Tonfa zurück schlägt*
Mizuki: *überrascht aufschaut* Rei-kun...
Akira: *breit grinst* Hallo, Herr Schulsprecher~
Rei: *sich schützend vor Mizuki stellt* Verschwinde lieber, bevor ich dich fertig mache *drohend zischt*
Akira: Oho? Nicht mal ein Versuch, mich zu schnappen und mir Infos zu Kodan zu entlocken?
Rei: Einem Großmaul wie dir hat er sicher nichts Hilfreiches verraten
Akira: Ach ja?
Rei: Und selbst wenn... Bei deinem Grinsen lügst du wahrscheinlich eh nur rum! *auf ihn zustürmt*
Akira: *ein paar Messer wirft*
Rei: *jedes einzelne abwehrt* *zum Schlag ausholt*
Akira: *ausweicht* *dabei direkt einige Meter auf Abstand geht* Hm~ vielleicht hast du ja Recht. Ich hätt nur die Fakten verdreht. Aber vielleicht ist es ja beim nächsten Mal anders~
Rei: *die Augen verengt*
Akira: Man sieht sich *davon läuft*
Rei: *ihm noch nachsieht* *dann aber die Tonfas wegsteckt und zu Mizuki geht* Mizuki-chan, ist alles in Ordnung?
Mizuki: Rei-kun...
Rei: *ihr vorsichtig mit dem Fingerrücken an die Wange streicht* Wir sollten dir ein Pflaster beschaffen
Mizuki: *leicht rot wird* *den Blick senkt* Was... machst du hier?
Rei: Ich bin dir gefolgt. Eigentlich wegen was Anderem, aber scheinbar hab ich dich gerade rechtzeitig noch eingeholt
Mizuki: Ja... Vielen Dank, Rei-kun... *lächelt ihn matt an*
Rei: *erwidert das Lächeln* Nicht der Rede wert. *geht wieder etwas auf Abstand* Du warst auf dem Weg zum Supermarkt, nicht? Ich begleite dich
Mizuki: *nickt* Okay... *langsam weiter geht* Was gibt es denn, Rei-kun?
Rei: Oh, na ja... Ich hab gesehen, dass du mit dieser... Sarara in der Küche warst...
Mizuki: *etwas finster schaut* Ja, sie wollte mir beim Kochen... helfen...
Rei: *nickt leicht* Wie ist sie so? Ich hab noch nicht mit ihr gesprochen, aber irgendwie...
Mizuki: Rei-kun, darf ich ehrlich sein?
Rei: *zu ihr sieht* Niemand verlangt von dir, dass du dich zurück hältst. Wenn dir etwas im Kopf schwebt, dann sprich es ruhig aus
Mizuki: Sarara-san ist ein entsetzlicher Mensch! Sie ist arrogant und eingebildet und glaubt alles besser zu wissen und nur weil sie anscheinend mit Ryo-san verlobt ist, spielt sie sich auf, als sei sie die Königin des Hauses. Sie tut so, als sei Kojima bereits ihr Nachname und alles, was nicht diesen Namen trägt, müsse ihr gehorchen!
Rei: *verdutzt über diesen Gefühlsausbruch ist*
Mizuki: *nach Luft schnappt* Sie behandelt mich wie ein Dienstmädchen. Als sei ich eine Angestellte, die nur zum Putzen und Kochen und Dreck Wegwischen da ist und wie jemand aus der untersten Gesellschaft behandelt werden kann. Und am laufenden Band tut sie so, als gehöre ich nicht dazu, als könne man mich einfach wieder nach Hause schicken, als... *schluckt* Als sei das nicht mein Zuhause...
Rei: *sie in eine feste Umarmung zieht*
Mizuki: *sich dabei erschrickt* R-Rei-kun! *knallrot wird*
Rei: Lass dir eins gesagt sein, Mizuki-chan. Du gehörst mehr zur Familie, als irgendjemand anders, der in diesem Haus wohnt und nicht unseren Namen trägt. Du bist mindestens genauso sehr ein Teil der Familie, wie Shinji, wenn nicht sogar mehr. Wir haben dich aufgenommen und niemand wird dich wieder wegschicken können, wenn du das nicht willst. Weder diese Sarara, noch sonst irgendwer. Lass dir von ihr nichts gefallen, ja? Du bist ihr in der Gesellschaft gleichgestellt. *grinst leicht* In diesem Haus bist du sogar über ihr gestellt. Immerhin bist du erwünscht, ganz im Gegensatz zu ihr
Mizuki: *bei Reis Worten mit den Tränen ringt* *sich allerdings gefasst bekommt* Rei-kun... *kurz die Umarmung erwidert* Danke! *sich dann aber löst*
Rei: Nichts zu danken. Und vergiss eines nicht, Mizuki-chan: Du solltest dich nicht so herumschubsen lassen
Mizuki: *stockt* Was?
Rei: Du siehst es zwar selbst noch nicht, aber du bist stark. Wenn dir also jemand krumm kommt, dann wehr dich einfach.
Mizuki: E-ehm... ja... das werde ich... // Das... waren dieselben Worte, wie diese Stimme, aber... das kann nicht sein... Das vorhin war doch nicht Rei-kun! //
Rei: Sollen wir weitergehen?
Mizuki: *nickt* Ja...

Während die Beiden gemeinsam ihren Weg zum Supermarkt fanden, um die von Sarara gewünschten Zutaten, wie auch ein Pflaster zu beschaffen, welches Rei noch auf dem Rückweg auf Mizukis Wange klebte, hatte Akira seinen Weg zurück gefunden an den Ort, an welchem er zurzeit den Großteil seiner Zeit verbrachte.
Wie immer war das Gebäude nur spärlich belichtet, wirkte damit fast schon verlassen. Was war das nur mit den Kriminellen und ihrer Sparsamkeit mit Licht? Gemächlich schritt Akira die Gänge entlang, bis er schließlich im großen Gemeinschaftsraum ankam. Kurz glitt sein Blick umher. Irgendwo hinten sah man das Leuchten etlicher Computerbildschirme und ein stetes Tackern einer Tastatur. Ein deutliches Zeichen, dass der Nerd der Truppe auch nach wie vor an seinem angestammten Platz war.


Daisuke: *auf einem nahen Sofa sitzt* *ein Buch liest* Willkommen zurück, Imawari-kun...
Akira: *munter grinst* Danke~
Nagaya: *sich vor Akira stellt* Imawari, wo bist du gewesen?
Akira: Huh? Was geht dich das denn an?
Nagaya: Es gab Anordnungen, Imawari. Anordnungen, dass niemand einfach durch die Stadt läuft
Akira: Die Stadt ist groß. Nicht überall trifft man auf irgendwen von den Wächtern oder der „Red Streak“. Kein Grund also, sich hier selbst einzusperren *an ihm vorbei geht*
Daisuke: *von seinem Buch aufschaut* *das Szenario beobachtet* Imawari-kun...
Nagaya: *Akira nachschaut* Ja, der Verstoß gegen die Anordnung wäre auch nicht so tragisch gewesen, wenn du wirklich keinem der Wächter begegnet wärst
Akira: *stockt* Eh?
Nagaya: Aber du bist den Wächtern begegnet. Genauer gesagt hast du sie auch noch bewusst aufgesucht.
Akira: *das Gesicht verzieht* Woher...?
Daisuke: Überwachungskameras *nüchtern sagt*
Akira: Was?
Nagaya: Fusasaki hat für uns das lokale Netz gehackt. Keine Überwachungskamera ist vor ihm sicher. Noch dazu hat dein Handy GPS, das wusstest du doch sicherlich, oder? Es ist keine große Sache, dir auf Schritt und Tritt zu folgen. Also, was hast du bei Kojima gewollt?
Akira: Ihr erwartet ernsthaft, dass ich einfach hinnehme, dass ihr mich beschattet und verfolgt und dass ich dann auch noch sage, was ich getan habe?
Nagaya: Wenn du nicht sagen willst, worüber du mit Kojima gesprochen hast, gehen wir davon aus, dass du gemeinsame Sache mit ihnen machst. *richtet seine Brille* Wir wissen genau um deine Freundschaft zu Nakatsukasa. Dass du mit seinen Entscheidungen, Kojima Ryo zu vertrauen, sympathisieren könntest, haben wir noch nicht so einfach verworfen
Akira: Che!
Daisuke: *Buch beiseite legt* *zu Akira geht* Imawari-kun, du tust vermutlich besser daran, wenn du einfach antwortest *ihm eine Hand auf die Schulter legt* *sich zu ihm vorbeugt* Das hier ist nicht „Nightmare“. Hier werden die Dinge anders gehandhabt... *leise sagt*
Akira: *kurz die Lippen zusammenkneift* *dann aber Daisukes Hand weg schlägt* Ich wollte Fukano Mizuki ein bisschen ärgern. Wo ich doch gehört hab, dass sie mittlerweile aus dem Koma raus ist und bei Kojima wohnt. Ein bisschen verschrecken ist ja wohl noch drin, oder? Kojima ist einfach nur dazwischen gesprungen *finster Richtung Computer-Ecke schaut* Wenn ihr die Videokameras anschaut, werdet ihr sehen, dass ich kaum mit ihm gesprochen habe!
Nagaya: *sich etwas entspannt* Warum nicht gleich so? Aber noch einmal solltest du nicht gegen die Anordnungen verstoßen!
Kodan: Ich denke nicht, dass es ein weiteres Mal vorkommen wird! *mit munterem Lächeln dazu kommt*
Nagaya: *stutzt* Kodan-sama!
Akira: *sich umdreht* Kodan...
Daisuke: *prompt ein paar Schritte auf Abstand geht*
Kodan: *auf Akira hinab sieht* Weißt du, was das Problem daran ist, den Wächtern derzeit zu begegnen, Imawari-kun?
Akira: Sie... *zuckt mit den Schultern* sehen uns?
Kodan: Oder anders gefasst, sie werden auf uns aufmerksam. Wenn sie uns sehen, glauben sie, wir führen etwas im Schilde. Wenn sie glauben, wir führen etwas im Schilde, suchen sie nach Hinweisen. Und wenn sie nach Hinweisen suchen... *verengt leicht die Augen* könnten sie welche finden...
Akira: *schluckt*
Kodan: Die „Red Streak“ und was auch immer von „Nightmare“ übrig geblieben ist, macht mittlerweile gemeinsame Sache. Das ist nicht gerade etwas für uns Wünschenswertes
Akira: Wieso? Kojima Ryos Plan, dich beim Skyfall Tower zu stoppen, hat doch nicht geklappt. Also bist du ihm voraus.
Kodan: Das möchte man meinen. Aber nur weil er mich nicht hat stoppen können, heißt das nicht, dass er nicht einen enormen Nutzen aus dem Plan gezogen hat
Akira: Ach ja?
Kodan: Er hat seinen Ruf bei der „Red Streak“ rehabilitiert, und damit sich die ganze Organisation wieder unter seine Fittiche gestellt. Und ein Jagdhund wie er, mit einer ganzen Organisation im Rücken, ist nie etwas Gutes.
Daisuke: Aber selbst wenn sie nun auf uns aufmerksam werden, wir haben uns sonst nirgendwo blicken lassen und keinerlei Spuren hinterlassen. Vielleicht können sie jetzt ahnen, dass wir etwas planen, aber sie haben nicht den Hauch einer Chance, rauszubekommen, was. Also... ist doch alles noch einmal gut gegangen, oder?
Kodan: Hm~ unter Umständen, ja...
Akira: Unter Umständen?

Einen Moment lang rührte sich Kodan nicht. Dann hatte er allerdings wie aus dem Nichts seinen Dreizack materialisiert. In einer fließenden Bewegung war dieser vorbei geschnellt. Und mit einem Mal zeichnete sich ein feiner Schnitt an Akiras Hals ab, aus dem nahezu augenblicklich das Blut schoss. Ein erstickter Laut, ein überraschter Ausdruck auf den Lippen, dann stürzte der Junge einfach um, blieb leblos liegen, während das Blut aus ihm heraus quoll.
Nagaya hatte den Blick einfach abgewandt. Daisuke hingegen hatte die Augen von Schock geweitet, konnte nicht anders, als auf Akira zu schauen, während er selbst blasser anlief.


Kodan: *kurz noch Akira abfällig betrachtet* *dann aber in die Runde schaut* Ich habe mir viele Gedanken um meine Pläne gemacht. Und diese Pläne erfordern Präzision und genaue Handlung. Wer nicht in der Lage ist, Anforderungen zu erfüllen, der hat keinen Platz bei uns. Und wer hier seinen Platz verliert... *stößt mit dem Fuß einmal gegen Akira* Der hat auch sonst nirgendwo mehr einen Platz...

Und mit diesen Worten wandte sich Kodan einfach ab, verschwand wieder genauso schnell vom Geschehen, wie er aufgetaucht war. Nagaya und Daisuke schauten ihm kurz noch nach, dann aber seufzte der Blonde, murmelte etwas davon, dass er schon einmal einen Lappen holte und ging selbst davon. Lediglich Daisuke verharrte, wo er war, richtete den Blick wieder auf Akira. Seine Fäuste waren leicht geballt. Ja, er wusste, was es hieß, zu Kodan zu gehören. Er wusste auch, dass das ein Spiel mit dem Leben war. Und das wurde auch Akira gesagt, als Kodan ihn von „Nightmare“ zu sich und seiner Partei eingeladen hatte. Nur warum hatte sich Daisuke nicht die Mühe gemacht, es dem Jungen ordentlicher einzubläuen?
Langsam beugte sich Daisuke vor, kniete neben Akira. Der Pony des Jungen war etwas verrutscht, offenbarte blasse, rosane Augen. Kurz fragte sich Daisuke, ob Akira ein Albino gewesen war, doch schnell verwarf er diese Frage wieder. Eine Antwort würde er darauf eh nicht mehr erhalten.
Also hob er lediglich die Hand, murmelte eine leise Entschuldigung, dann schloss er Akiras Augen.



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