Willkommen

auf Flame of the Abyss! Dies ist eine Shonen-Ai & Action-Staffel. Begleitet unsere Helden dabei, wie sie versuchen, die Welt vor dem Chaos zu bewahren und sich doch dabei immer weiter in ein Netz aus Lügen und Intrigen verstricken, ohne zu wissen, wer nun wirklich ihr Freund ist und wer ihr Feind...
Schaut euch doch in Ruhe um. Ich wünsche euch viel Spaß ^.^



Flame of the Abyss

Episode 12


Vision


Laut hallten die Sirenen durch die Umgebung, als zwei Krankenwagen auf die Straße einfuhren. Auf Höhe des Kojima-Anwesens stoppten sie. Sofort sprangen Rettungskräfte heraus, betrachteten die Lage, nur um sofort die Notbarren auszufahren und Cyrus und Rei auf diese zu verfrachten. Damian beobachtete das ganze mit Sorge und auch Ryo hatte den Weg auf die Straße gefunden.

Ryo: Wie stehen die Chancen? *besorgt fragt*
Notarzt: Können wir so genau nicht sagen. Beide werden in einen OP müssen. Wir hoffen, dass wir sie rechtzeitig dorthin bringen können
Damian: Das Krankenhaus ist doch in der Nähe. Das schaffen Sie doch!
Notarzt: Das Krankenhaus in der Nähe ist von einem Attentat getroffen worden. Wir müssen zu dem auf der anderen Seite der Stadt.
Damian: Was?
Ryo: *die Fäuste ballt*
Notarzt 2: Wir haben die Beiden verfrachtet!
Notarzt: Gut, wir fahren sofort los. *blickt zu Damian und Ryo* Möchten Sie mitfahren?
Damian: Ja, ich möchte bei dem Erwachsenen mitfahren!
Ryo: *den Kopf schüttelt* Ich kann leider nicht
Notarzt: *nickt* Gut, dann einsteigen. Wir dürfen keine Zeit verlieren!

Schnell waren die Türen geschlossen und Ryo blickte den beiden Wagen hinterher, wie sie mit dem Blaulicht davon rasten. Er schluckte, atmete einmal tief durch. Es gab nichts, das er gerade für Rei oder Cyrus tun konnte. Und so sehr ihn das auch wurmen mochte, es war leider so. Also musste er das tun, was er als Einziges tun konnte.
Hastig lief er nochmal ins Haus.


Ryo: Jungs? Ich werde versuchen, Kodan zu stoppen. Haltet ihr hier die Stellung, ja?
Aden: *aufschaut* Ich werde mein Bestes geben!
Ryo: Gut, danke!

Und damit lief Ryo davon. Kurz hatte er überlegt, ob er das Auto nehmen sollte, aber wenn schon ein explodierender Van vor ihrem Haus geparkt hatte, dann wollte er gar nicht erst voreilig rausfinden, ob Kodan nicht noch etwas an seinem Auto herum geschraubt hatte. Selbst wenn es länger dauern würde, zu Fuß war er vermutlich immer noch besser dran. Und würde hoffentlich noch rechtzeitig kommen, um Toshiro vor Übel zu bewahren.

Aden hatte Ryo noch nachgesehen, dann aber wieder zu Mizuki geblickt. Noch immer war von ihr keine Reaktion gekommen. Mittlerweile kamen auch bei Robin die Nachwirkungen seiner Visionen. Er saß da, atmete schwer, rieb sich die Schläfen. Aden nahm es missmutig hin. Ihm hatte es noch nie gefallen, wenn Robin unter den Visionen litt. Er wusste, dass sie auf diese Visionen angewiesen waren und doch wäre es ihm lieber, wenn Robin sie nicht hätte. Allein zum Wohle der Gesundheit des Anderen.


Sarara: *ins Zimmer kommt* Was ist denn hier los?
Aden: *überrascht aufschaut* Kurai-san...
Sarara: *die Augenbraue hebt* Wieso liegt ihr alle hier, als wärt ihr überfallen worden?
Aden: Uhm... Du haben nichts mitgekriegt?
Sarara: Ich war die ganze Zeit im Garten und habe Musik gehört. Was hätte ich mitbekommen sollen?
Aden: *die Augen leicht verengt* Angriff... Alle Erwachsenen sind deshalb weg...
Sarara: Du solltest wirklich an deinem Japanisch arbeiten. Aus deinen Worten wird doch kein Mensch schlau. Wieso ist das Mädchen ohnmächtig?
Aden: Keine Ahnung...
Sarara: Hmpf~ Und was ist mit ihm hier? *auf Robin deutet*
Robin: *zu ihr aufschaut* Kreislaufanfall. Mir geht es gleich wieder besser... *nüchtern sagt*
Sarara: Das sieht mir nach mehr als einem Kreislaufanfall aus...
Robin: Wenn es mehr wäre, geht es dich nichts an...
Sarara: *schnaubt* Spricht man so mit einer Respektsperson? Dir hat man wohl nicht beigebracht, wie man sich zu benehmen hat
Robin: *finster blickt*
Aden: Gerade, das ist doch egal!
Sarara: *zu ihm schaut* Hmm, vermutlich ja. Ihr seht jedenfalls alle nicht mehr frisch aus. Schätze, es ist am besten, wenn ihr euch alle mal etwas hinlegt
Aden: Hin...legt?
Sarara: Exakt! Kommt, ich bring euch ins Bett
Aden: Ich... nein, das...
Robin: Wir brauchen das nicht.
Sarara: Papperlapp, gerade du kannst vermutlich nicht mal allein aufstehen...
Aden: Nein... Lass uns in Ruhe...
Sarara: *ignoriert Aden einfach* Jetzt komm schon

Bestimmend hatte Sarara Robin am Arm gepackt, zog ihn prompt nach oben. Doch im selben Moment schrie Robin lauthals auf. Seine Augen weiteten sich. Alles drehte sich. Sarara, das Anwesen... Alles verschwand. Es wurde weiß, seine Augen rollten sich nach innen.
Das nächste, das Robin sah, war die Stadt. zumindest glaubte er das. Er stand auf einer Anhöhe. Unter ihm war die Stadt zu sehen oder besser gesagt das, was von ihr übrig war. Denn alles wirkte in schwarz und rot getaucht. War das Feuer? Waren das Ruinen? Robin verstand es nicht. Es sah aus, als würde die Welt untergehen. Überall herrschte Chaos, in der Ferne hörte er Sirenen, Schreie. Er musste nicht näher heran, um zu wissen, dass vermutlich überall auch Tote waren. Eine Katastrophe, noch schlimmer als alles, was er jemals gesehen hatte.
Robin schüttelte den Kopf. Zum ersten Mal erfüllte es ihn mit Angst. Entsetzlicher Angst, die sein Innerstes verschlang, ihn leer fühlen ließ. Robin blickte auf, erkannte einen Himmel, der rot wie Blut war. Keine Sonne, nur schwarze Wolken. Die Welt wirkte merkwürdig verzerrt.
Er wollte das nicht sehen! Er wollte überhaupt nicht hier sein. Wann endete diese Vision endlich? Wieso war sie nicht so bruchstückhaft wie die anderen? Robin schrie auf, er drehte sich weg, wollte davon rennen, nur um in selbiger Bewegung zu erstarren. Dort, einige Meter entfernt, hockte Kanbara Kazuo. Irrte Robin sich oder war der Andere über jemanden gebeugt? Er konnte es nicht erkennen. Wollte es nicht erkennen. Er sah, wie Kazuo seine Hände erhob, wie sie vollkommen blutverschmiert waren. Robin spürte, wie er zu zittern begann. Es sollte enden. Es sollte endlich enden!
Kazuo rückte etwas zurecht, gab den Blick frei auf die Person, die dort vor ihm lag. Robin schrie auf. Übelkeit übermannte ihn, als er erkannte, dass die Person niemand anderes als Chloe war. Tot. Die Augen leer und starr, Blut ronn ihm aus dem Mundwinkel. Robin sank auf die Knie. Nicht Chloe! Wieso? Wieso war das geschehen? Kazuo senkte wieder seine Hände, schloss mit ihnen Chloes Augen, hinterliss auf ihren Lidern eine weitere Spur von Blut.
Robin schluchzte. Was auch immer dieser Alptraum war, er war fürchterlich. Robin hatte das Gefühl, dass ihm das Herz rausgerissen wurde. Dieser Schmerz, er war unglaublich!


Sarara: Nanu? Was hat der Junge denn? *verwundert fragt*
Robin: *sich immer noch vor Schmerzen krümmt* *sich dabei die Lunge herausschreit*
Aden: Loslassen! *panisch ruft*
Sarara: *sich zu Robin beugt* Hey, Junge, beruhig dich doch wieder. Du...

Sarara stockte, als sie auf einmal eine Klinge an ihrem Hals bemerkte. Als sie zur Seite schielte stand dort Aden. Irgendwie hatte der Junge es geschafft, auf die Beine zu kommen, hielt mit der einen Hand aber immer noch Mizuki fest an sich. In der anderen hielt er seinen Klingenbumerang, mit welchem er Sarara gerade drohte. Seine grauen Augen wirkten unnatürlich heller, während sie die Frau mit einer vollkommenen Eiseskälte ansahen.

Aden: Loslassen... *kalt zischt*
Sarara: *ihn sprachlos ansieht* Immer mit der Ruhe, Kleiner...
Aden: *etwas Druck auf die Klinge ausübt*
Sarara: *schluckt* *Robin einfach loslässt*
Robin: *zu Boden fällt* *keucht*
Sarara: *etwas auf Abstand geht* Reagierst du nicht ein wenig über?
Aden: Get lost... *kalt sagt*
Sarara: Hmpf, ich wollte doch nur helfen...
Aden: Hilfe... brauchen wir nicht...
Sarara: Schön, dann eben nicht! *einfach geht*
Aden: *ihr kurz anchschaut* *zu Robin schaut* Robin...
Robin: *nach Luft schnappt* *aufblickt* I-ich...

Robin würgte, hielt sich hastig die Hand vor den Mund. Er schaffte es mehr oder weniger aufzustehen, stürmte ins Badezimmer und übergab sich. Er brach über der Toilette zusammen, hielt sich an der Schüssel fest. Er würgte, hustete und zitterte. Er fühlte sich entsetzlich!
Mit tränenden Augen sah er auf, blickte überrascht einem Stück Seife entgegen. Als er sich umblickte, merkte er, dass alles, was nicht festgenagelt war, um ihn herum schwebte. Robin vergrub die Hände in den Haaren. Beruhigen. Er musste sich beruhigen. Aber das war leichter gesagt als getan. Die Bilder hatten sich ihm eingebrannt. Er bekam sie einfach nicht mehr aus dem Kopf. Er atmete tief ein und aus. Immer und immer wieder, bis die Sachen schließlich doch langsam zu Boden sanken, um ihn herum liegen blieben. Langsam aber sicher fand er doch wieder seine Ruhe. Aus dem Bad würde er so schnell aber trotzdem nicht wieder heraus kommen.

Während Robin ins Bad verschwunden war, hatte Aden ihm kurz besorgt nachgeschaut, langsam seine Fassung wieder bekommen. Er hatte sich selbst verflucht, dass seine Nerven so mit ihm durchgedreht waren. Er hätte Sarara nicht bedrohen sollen. Aber nun war es auch zu spät für Reue. Stattdessen steckte er seine Waffe weg, hob Mizuki vernünftig hoch und brachte sie in ihr Zimmer. Behutsam legte er sie auf ihr Bett, strich ihr kurz eine Strähne aus dem Gesicht. Er hoffte nur, dass es ihr gut ging.

Mizuki schnappte nach Luft. Sie war immer weiter gerannt. Durch den Wald, über die Wiesen, bis ins Schloss. Sie war kein einziges Mal stehen geblieben, ehe sie nicht ihren Weg in eines der Teezimmer gefunden hatte. Erst dort hatte sie den Lauf beendet und auch Toshiros Hand losgelassen. Besorgt blickte sie zu ihm. Zu ihrer Erleichterung schien der Junge weniger blass zu sein. Selbst seine Wunde schien nicht mehr ganz so auffällig.


Mizuki: Wie geht es dir?
Toshiro: Be-Besser... *blickt sich um* Was ist das für ein Ort? Wie bin ich hierher gekommen?
Mizuki: *zuckt mit den Schultern* Ich weiß nicht, wie du hergekommen bist, aber du bist hier... in meinem Traumschloss
Toshiro: Traumschloss?
Mizuki: Ja, das ist... Wie erkläre ich das...
Toshiro: Das ist deine Gedankenwelt, in die du die Leute einladen kannst und wo du und diese Leute ungestört reden können, während eure Körper schlafen, richtig?
Mizuki: *stutzt* Woher?
Toshiro: *lächelt schief* Rei-senpai hat Ryo-san davon erzählt gehabt und na ja, er hat es mir erzählt
Mizuki: *nickt leicht* Verstehe...
Toshiro: Tut mir Leid, wenn es ein Geheimnis sein sollte
Mizuki: Nein, es ist schon in Ordnung. Ich weiß, dass Rei-kun es allen Wächtern erzählt hatte. Und du bist doch theoretisch auch einer...
Toshiro: *lächelt* Aber... hieß es nicht, dass man nicht so einfach hierher kann?
Mizuki: Eigentlich ja... Lediglich Rei-kun und... und Kodan konnten hierher...
Toshiro: Wieso dann auf einmal ich?
Mizuki: Ich weiß es nicht, aber... Ich bin froh, dass du her konntest...
Toshiro: *senkt leicht den Blick* Ich bin nicht gestorben, oder?
Mizuki: *schüttelt den Kopf* Tote können nicht hierher
Toshiro: *fasst sich an die Brust* Der Schmerz verschwindet langsam... Ich glaube, du hast mich gerettet
Mizuki: Gott sei Dank...
Toshiro: *lächelt sie an* Ich muss wohl eher dir danken!
Mizuki: *erwidert das Lächeln* Ich denke, Ryo-san wird es freuen, zu hören, dass es dir gut geht...
Toshiro: Wie geht es Ryo-san denn? Ich habe nichts mitbekommen können
Mizuki: Du liegst im Koma. Die Ärzte sagen immer wieder, dass nicht sicher ist, ob du durchkommen wirst. Ryo-san kommt dich beinahe täglich besuchen. Er macht sich große Sorgen um dich
Toshiro: Ich wünschte, ich würde ihm nicht solche Sorgen bereiten... Du bist wieder aufgewacht, oder?
Mizuki: *nickt* Wenn du möchtest, dann kannst du öfter hierher kommen. Ich schau dann vorbei und kann dich über alles am laufen halten
Toshiro: Das wäre sehr nett.
Mizuki: Okay...
Toshiro: Uhm, du sagst, ich könnte 'öfter hierher kommen'. Das heißt, ich müsste wieder zu meinem Körper zurück, richtig?
Mizuki: Zumindest solltest du das können
Toshiro: Wie finde ich den Weg zurück?
Mizuki: Uhm, für gewöhnlich... sollte man seinen Körper einfach spüren. Es ist wie Aufwachen. Nur, dass du halt nicht aufwachen würdest, sondern einfach in deinen Körper zurück kehrst
Toshiro: Wie aufwachen... *schließt die Augen* *konzentriert sich*
Mizuki: *beobachtet ihn neugierig*
Toshiro: *öffnet die Augen wieder* Mizuki-san...
Mizuki: Ja?
Toshiro: Ich glaub... ich kann meinen Körper nicht mehr spüren

Hastig ging Nagaya die Gänge des Krankenhauses entlang. Überall herrschte aufgrund des Stromausfalls und der Bomben Panik. Alle waren damit beschäftigt, irgendwie die Situation zu handhaben. Somit war es gar nicht aufgefallen, dass unter den Krankenpflegern ein neues Gesicht war. Niemand achtete darauf, jeder hatte seine Aufmerksamkeit bei anderen Dingen und so fand Nagaya seinen Weg zur Intensivstation, ohne auch nur einmal angehalten zu werden. Zielgenau fand er zu Zimmer 402. Einmal nochmal blickte er sich um. Dann öffnete er die Tür, betrat den Raum und schloss die Türe wieder hinter sich.
Sein Blick fiel auf den Jungen, der dort im Bett lag. Das Gesicht war blass. Leichte Schweißperlen hatten sich auf der Stirn gebildet. Dass die Geräte nicht mehr liefen, hatte seinen Zustand wohl wieder etwas verschlechtert, aber noch lebte der Junge. Noch.
Nagaya griff in seine Tasche, holte eine kleine Spritze hervor. Kurz kontrollierte er noch einmal, ob sie vernünftig funktionierte, atmete dann tief durch. Es war nicht so, dass er ein schlechtes Gewissen hatte. Er hatte schon oft genug für Kodan gemordet. Es war nur das erste Mal, dass er ein Kind umbrachte. Es war ein merkwürdiges Gefühl. Aber letztlich würde es nichts daran ändern, dass Nakatsukasa Toshiro zu sterben hatte. Und sicher blieb Nagaya nicht mehr viel Zeit, also musste er sich beeilen.
Mit erhobener Hand schritt er auf das Bett zu, bereit, dem Jungen die Giftspritze in den Arm zu rammen. Er wollte sich gerade vorbeugen, nach dem Handgelenk greifen, da hörte er ein Klirren. Im nächsten Augenblick folgte der Schmerz. Nagaya schrie auf, wich zurück und blickte auf seine blutende Hand. Mit Schrecken realisierte er, dass die Spritze zerbrochen war, in kleinsten Einzelteilen auf dem Boden verteilt war. Hastig blickte er sich um, sah schließlich ein kleines aber feines Loch in der Glasscheibe. Ein Scharfschütze? Er lief zum Fenster, blickte hinaus, doch nirgendwo konnte er etwas erkennen. Und doch war das Schussloch da. Irgendjemand hatte aus einiger Entfernung es geschafft, ihm zielgenau die Spritze aus der Hand zu schießen, ohne anderweitigen Schaden zu machen.
Nagaya verengte die Augen. Das musste ein verdammt guter Sniper sein. Aber wieso war er hier? Er wusste von keinem Sniper bei der "Red Streak". Wer also war das gewesen?
Die Tür wurde aufgerissen und vollkommen außer Atem und verschwitzt stürzte Ryo ins Zimmer. Sofort erblickte er Nagaya, sah ihn hasserfüllt an, zückte seine Tonfas.


Ryo: Wer bist du?
Nagaya: *überrascht schaut* Ich... *hebt abwehrend die Hände* Ich bin nur ein Krankenpfleger. Ich hatte ein Klirren aus diesem Raum gehört, also habe ich nachsehen wollen *deutet auf das Schussloch* Irgendjemand hat hier einfach rein geschossen. Wieso schießt man einfach durch das Fenster eines Jungen?
Ryo: *die Augen verengt* *von dem Schussloch her den Raum mustert* *sieht die Splitter neben dem Bett* Ich traue dir nicht *schlicht sagt*
Nagaya: Ich sag doch, ich bin nur ein Krankenpfleger! Ich mach hier nur meinen Job!
Ryo: Was ist das für eine Flüssigkeit, die da ausgelaufen ist?
Nagaya: Ich habe keine Ahnung. Ich bin selbst gerade erst hier reingekommen!
Ryo: *schnaubt* *die Tonfas fester packt*
Nagaya: *schluckt* Wenn ich es doch sage! *immer noch die Hände erhoben hat* *dennoch recht selbstsicher Richtung Tür geht* Ich weiß nicht, was hier vonstatten geht. Ich weiß nur, dass hier wer reingeschossen hat und auf einmal Sie hier auftauchen und mich mit diesen Schlagstöcken bedrohen. Was ist das für ein irres Spiel, was hier gedreht wird?
Ryo: *ihn aufmerksam mustert* *dann aber die Tonfas sinken lässt* Es wäre besser, wenn sie verschwinden würden!
Nagaya: *erleichtert ausatmet* Natürlich... *an ihm vorbei zur Tür heraus rennt* // Das war knapp! //

Kurz sah Ryo noch dem Krankenpfleger hinterher, dann stürmte er aber auch schon auf Toshiro zu, kontrollierte dessen Zustand. Mit Erleichterung stellte er fest, dass der Jüngere noch lebte, scheinbar unversehrt war. Ryo seufzte auf, ließ sich neben dem Bett zu Boden fallen. Er war noch rechtzeitig gekommen.
Sein Blick glitt zum Fenster. Ein Scharfschütze... Was hatte der Schuss zu bedeuten? Freund oder Feind? Und wer war dieser Krankenpfleger? Ryo war sich sicher, ihn auf all seinen Besuchen hier noch nie gesehen zu haben. Er misstraute diesem Typen. Aber ohne Beweise war er nicht in der Lage gewesen, diesen Kerl außer Gefecht zu setzen. Ob er zu Kodan gehörte? Ryo hatte daran keine Zweifel. Aber gerade im Moment kümmerte es in reichlich wenig. Toshiro war in Sicherheit und das war alles, was für ihn im Moment zählte.



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