18. Juli 1808
Ich komme zu spät. Ich habe so verzweifelt versucht, Beweise zu finden und die Ringträger auf meine Seite zu ziehen, dass ich nicht bemerkt habe, was wirklich sein Plan gewesen war. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass wir die Sache wieder gerade gebogen bekommen. Ich wünschte nur, ich hätte früher etwas tun können. Warum bin ich kein Flammennutzer? Warum hätte ich nicht der siebte Wächter werden können? Etwas Schreckliches wird passieren und selbst wenn wir das Schlimmste verhindert bekommen, habe ich Angst, dass nicht alle von uns wieder zurückkehren werden. Insbesondere Miles... Dieses ganze Desaster. Ich wollte es unbedingt verhindern, aber ich bin gescheitert. Das werde ich mir nie verzeihen können!
Am nächsten Morgen brauchte es nicht lange und alle standen im Speisesaal. Doch statt zu frühstücken, bekundeten alle besorgt das Verschwinden ihrer Ringe. Ryo, den Zero noch geweckt und dazu geholt hatte, stand am Rand und begutachtete das Geschehen.
Ryo: Wo ist Miles? *mit einem Mal fragt*
In Rekordzeit wurde es im Saal ruhig. Erst jetzt fiel den Anderen auf, dass der Jüngste im Bunde fehlte. Sofort rannte Ian los, stürmte zu Miles' Zimmer. Nur wenige Minuten später kam er zurück.
Ian: Er ist nicht da!
Gillian: Er könnte doch nicht etwa... die Ringe gestohlen haben?
Ian: Warum sollte er das tun?
Ryo: Um sie Sullivan zu bringen
Ian: *finster zu Ryo schaut* *schon nach Luft schnappt*
Gillian: *noch vorher dazwischen geht* Das könnte gut möglich sein. *zu Ian sieht* Ian, du kannst nicht länger weg sehen!
Ian: *die Fäuste ballt* *allerdings den Kopf senkt* Anscheinend...
Ryo: McMillain-dono... Ich habe vor einiger Zeit ein Gespräch von dir und Sullivan mitbekommen. Er hatte deine Wahl der Ringträger kritisiert
Ian: *stockt* *dann aber nickt* Ja... das stimmt. Er hat mich dafür kritisiert, dass ich gezielt Ausländer gewählt habe
Zero: Also hast du tatsächlich mehr Menschen mit Potential gefunden, aber ignoriert?
Ian: *nickt* Wir wollten die Ringe voneinander trennen, nachdem wir ihrer großen Macht bewusst geworden waren. Ich hielt es für das Klügste, sie so weit wie möglich voneinander zu trennen. Finlay nicht.
Ryo: "Ihrer großen Macht bewusst geworden"... Du redest davon, als die Steine zerstört wurden, nicht wahr?
Ian: Ja... Ich weiß nicht, was genau das Ziel des Experiments war, aber es war gescheitert. In Folge dessen wurden die Steine zerstört und mein Mentor Radclyff verlor sein Leben. Finlay war danach für Tage in einer Art Fieberwahn. Ich wusste nicht, was ihn so quälte, aber ich hatte Sorge, es würde ihn umbringen. Glücklicherweise erholte er sich wieder und stimmte meiner Idee der Ringträger zu.
Zero: Über das 'glücklicherweise' lässt sich streiten
Saya: Das ist ja alles schön und gut, aber wenn er all dem zugestimmt hat, warum sollte er nun auf einmal die Ringe stehlen?
Ryo: Weil er nicht mehr bei Verstand ist, Saya. In den letzten ein, zwei Wochen hat er sich verändert. Ich habe ihn konstant beobachtet und wenn ich es beschreiben müsste, würde ich sagen, er ist von Wahnsinn zerfressen.
Yu: Von Wahnsinn zerfressen... Und Miles?
Ryo: Er hat jede freie Minute mit Sullivan verbracht. Ich glaube nicht, dass er genauso verrückt ist, aber Sullivan hat ihn völlig eingelullt. Miles hat wahrscheinlich keine Ahnung, was Sullivan wirklich plant
Ian: *leise entsetzt flucht*
Zero: Wir wissen auch nicht, was er plant. Aber was immer es ist, er braucht dafür alle sieben Ringe und das allein ist schon Besorgnis erregend.
Gillian: Dem stimme ich zu
Saya: Und was sollen wir tun?
Zero: Sullivan finden, ihn ausschalten und die Ringe zurück holen.
Yu: Was verstehst du unter 'ausschalten', Miss Zero?
Zero: Was immer notwendig werden wird
Ian: Und Miles?
Zero: Ihn retten ist genauso eine Priorität wie die Ringe.
Ryo: Aber dafür müssen wir ihn und Sullivan erst einmal finden. Wo wohnt Sullivan?
Gillian: In Irland. Fast am anderen Ende der Insel.
Ryo: Könnte er dorthin zurück gekehrt sein?
Saya: Aber wenn ihm die Ringe so wichtig sind, warum sollte er sich soweit von ihnen entfernen?
Ian: Zumal Miles nie bei ihm gewesen ist...
Gillian: *die Stirn runzelt* Aber sagtest du nicht einmal, Radclyff hätte hier in der Nähe ein Haus gehabt?
Ian: Ja... Es hat bei der Explosion damals Schaden genommen, sollte aber noch bewohnbar sein. Und da weiß Miles auch, wo es ist!
Ryo: Dann sollten wir Sullivan dort finden können. McMillain-dono, zeig uns den Weg!
An anderer Stelle hatte Miles schon längst Finlay bei dessen Haus aufgesucht. Finlay war beinahe außer sich vor Freude gewesen, führte nun mittlerweile Miles einen kleinen Wanderweg entlang durch die nahen Berge, bis er schließlich vor dem Eingang einer Höhle stehen geblieben war.
Miles: Finlay, was wollen wir hier?
Finlay: Nur ein kleines Ritual, Miles.
Miles: Ein Ritual?
Finlay: Ja. Der Ort hier ist perfekt dazu. *lächelt Miles an* Es muss wirklich Gottes Fügung sein, dass du mir genau heute die Ringe gebracht hast. Kein Tag hätte besser passen können, alle Ringe zu vereinen als heute.
Miles: A-achja?
Finlay: Ja. Weißt du, es spielen viele Faktoren zusammen, die bestimmen, wie mächtig die Ringe sind und wie ausgeglichen ihr Zusammenspiel ist. Nur heute fügen sich alle Faktoren so gut zusammen, dass alle Ringe perfekt ausgeglichen sind.
Miles: Ich verstehe... Aber für was genau wird das Ritual sein?
Finlay: *legt ihm eine Hand auf die Schulter* Das kann ich dir drinnen noch genauso gut erklären. Lass uns jetzt erst einmal aus dem Regen kommen.
Damit führte Finlay Miles in die Höhle. Sie folgten ein gutes Stück lang einem einfachen von Fackeln beleuchteten Gang, bevor sie in einen großen Raum kamen. Miles kam für einen kurzen Moment nicht aus dem Staunen heraus. An den Wänden standen Feuerschalen, in denen Wetterflammen in diversen Farben brannten. Überall waren verschiedene Runen eingeritzt, an den Wänden und auf dem Boden. Und alle folgten einem bestimmten Muster von Kreisen und graden Linien bishin zur Mitte des Raumes, wo ein einfacher steinerner Altar stand. Auf dem Altar war eine große bronzene Schale.
Miles: Was ist das alles hier?
Finlay: Das ist ein Zeremoniensaal, Miles
Miles: Wofür?
Finlay: Für die Ringe natürlich. Und für uns
Miles: *vorsichtig zu Finlay schaut* Uns?
Finlay: Ich hab sie damals entdeckt, weißt du? Sie zeigt sich nicht jedem, aber sie ist zweifelsohne die mächtigste von ihnen
Miles: *ihn verwirrt ansieht*
Finlay: Die schwarze Wetterflamme! *vielsagend lächelt*
Miles: Eine schwarze Flamme?
Finlay: Ja! Sie ist unglaublich. Jede andere Flamme ist ihr unterlegen und sie verschlingt alles, was in ihrem Weg steht und macht es sich zu eigen. Die schwarze Flamme ist die Königin des Feuers! *die Arme gen Himmel erhebt* *lacht*
Miles: *einen Schritt zurück macht* Für mich klingt sie unheimlich
Finlay: Das muss sie nicht, Miles. Glaub mir. Ich fand sie anfangs auch unheimlich, aber je mehr Zeit verging, desto mehr hab ich mich hier hingegeben und all ihre Vorteile, ihre Kräfte gesehen. Miles, wenn wir beide Träger dieser Flamme sind, dann können wir die Ringe auch allein beschützen. Dann werden gar nicht erst sieben Ringträger gebraucht. Nur wir zwei allein. Ist das nicht ein schönes Bild?
Miles: Ich bin mir nicht sicher, was du damit meinst, dass die anderen Ringträger nicht gebraucht werden... Was ist mit Ian und Gillian? Sie haben mit dir zusammen gearbeitet. Ich... Ich dachte, zumindest sie kriegen ihre Ringe später wieder zurück
Finlay: *langsam den Kopf schüttelt* Miles, du denkst zu oft an Andere... Denk doch einmal an uns!
Miles: Aber... Ich wollte bei den Ringen mitmachen, weil ich so dir näher sein konnte, ja, aber auch weil ich so Ian wieder näher sein konnte...
Finlay: Er ist dein Bruder. Und wenn er erst einmal sieht, wie stark du geworden bist, wird er dir auch so das nötige Vertrauen schenken und dich mehr in seine Forschungen einbeziehen. *zum Altar geht* *die Ringe hervor holt und alle in die Schale fallen lässt* Alles, was es dazu braucht, ist ein kleines Ritual
Miles: Finlay... Ich will dieses Ritual nicht durchführen. Es ist mir nicht geheuer.
Finlay: *ihn einen Moment lang enttäuscht anschaut* Aber Miles... Das hier ist die Zukunft. Unsere Zukunft. Wir haben so hart dafür gekämpft und das willst du jetzt einfach aufgeben?
Miles: Nein, will ich nicht, aber... Eine Flamme, die alles verschlingt? Das klingt einfach... falsch...
Finlay: Falsch? Huh...
Für einen Moment lang reagierte Finlay nicht, schien fast schon Miles' Worte abzuwägen. Dann aber fing er lauthals an, zu lachen. Miles lief es dabei eiskalt den Rücken runter.
Finlay: Sie verschlingt doch nur, was sich ihr widersetzt. Lass dich einfach fallen, Miles, und dir wird nichts passieren. Die Flamme wird dich annehmen und beschenken und dann können wir als ihre Diener ihre Macht in die Welt hinaustragen
Miles: W-Was?
Finlay: *ein paar Schritte auf ihn zukommt* *ihn mit einem Blick von Wahnsinn und Begeisterung angrinst* Wir zeigen ihre Macht der Welt. Alle sollen sie sehen und die Wahl bekommen, sich ihr zu unterwerfen oder sie zu fürchten. Wir werden die Könige einer neuen Welt werden!
Miles: *schweigt* *ihn nur mit Entsetzen ansieht*
Finlay: *das Lächeln etwas abschwächt* Miles, gefällt dir der Gedanke etwa nicht? Ich dachte, dir würde dieses Bild genauso gefallen wie mir...
Miles: *den Kopf schüttelt* Ryo hatte Recht... *leise nuschelt*
Finlay: *erstarrt* Was?
Miles: *die Fäuste ballt und aufsieht* Ryo hatte Recht! *etwas lauter sagt* *ihn ernst anschaut* Du hast dich verändert. Du hast vollkommen den Verstand verloren. Ich... Dass ich auch noch drauf reingefallen bin...
Finlay: Ryo... Kojima... Stellst du dich etwa auch auf seine Seite? *enttäuscht sagt*
Miles: Er hat mich vor dir gewarnt. Ich wollte es nicht wahrhaben, aber er hatte Recht. *ein paar Schritte zurück geht* Und ich bin auch noch so dumm gewesen, dir die Ringe zu bringen...
Finlay: Was hast du jetzt vor?
Miles: Ich sollte die Anderen vor deinem Wahnsinn warnen und Ian sagen, dass Ryo Recht hatte!
Finlay: Nein, nein, nein... So sollte das nicht ABLAUFEN! *mit einem Mal wütend schreit*
Miles: *zusammen zuckt*
Finlay: *weiter schreit* Du solltest begeistert sein. Du solltest mit mir das Ritual durchführen und dann hätten wir zusammen die Welt erobert. Oder zumindest das Land. Wir hätten zusammen die Ewigkeit verbracht. Als Götter auf Erden. Wie? Wie kannst du mich nur so... So... VERRATEN?
Miles: *anfängt zu zittern* Finlay... Du weißt doch gar nicht, was du da sagst... Komm wieder zu dir. Bitte!
Finlay: Zu mir kommen? *schnauft* Ich bin hellwach, Miles. Ich bin sogar wacher, als jemals zuvor! *einen Zeremoniendolch hervorholt* Und ich fürchte, ich werde dich einfach zwingen müssen. Wenn du erst einmal gefallen bist, wirst du mir dankbar sein
Miles sah Finlay mit geweiteten Augen an. Dann hatte schon sein Instinkt eingesetzt. Auf der Stelle drehte er sich um und lief Richtung Ausgang, doch noch bevor er ihn erreicht hatte, verschwand der Ausgang und vor ihm erstreckte sich nur eine endlose Felswand. Miles blieb sofort stehen. Zitternd erhob er die Hand und fasste gegen kalten Stein. Dann wandte er sich wieder Finlay zu, welcher langsam auf ihn zukam. Seine Mimik war kalt, nicht mehr zu entziffern.
Miles: Finlay... Mach den Ausgang wieder frei
Finlay: Ich fürchte, das werde ich nicht können.
Miles: Finlay...
Finlay: Ich werd dich nicht verlieren, Miles. Niemand wird dich mir wegnehmen. Auch du nicht! Wir Zwei, wir gehören zusammen!
Miles: *Panik bekommt* Finlay, du machst mir Angst. Bitte, lass mich gehen.
Finlay: . . . Nein!
Miles blickte sich um. Es musste doch etwas geben, was er tun konnte. Ohne groß Nachzudenken rannte er zur nächstbesten Feuerschale, packte sie und warf sie mit Wucht Richtung Finlay. Finlay hob den Arm, wehrte die Schale so ab und ließ sie zur Seite abprallen. Doch kaum hatte er den Arm gesenkt, erblickte er eine zweite, in grüne Flammen gehüllte Schale, die auf ihn zugeflogen kam. Und bevor er reagieren konnte, traf sie ihn am Kopf, sandte eine gewaltige Schockwelle durch seinen Körper, die ihn zu Boden fallen ließ. Sein Dolch flog dabei ein gutes Stück weit weg von ihm. Miles hastete los, packte sich den Dolch und hob ihn mit beiden Händen schützend vor sich. Langsam richtete Finlay sich wieder auf.
Finlay: Du richtest die Waffe gegen mich?
Miles: Du hast damit angefangen! Und jetzt mach den Ausgang wieder frei!
Finlay: Das kann ich nicht, Miles. Ich kann dich nicht einfach weglaufen lassen
Miles: Du kannst mich auch nicht hier behalten!
Finlay: Ich wüsste nicht, was dagegen sprechen würde...
Mit einem Mal spürte Miles, wie ihm etwas die Luft zuschnürte und er nach hinten von den Füßen gerissen wurde. Er schielte hinter sich, sah aus den Augenwinkeln etwas, das wie Ranken aussah, die ihn zu Boden rissen, ihn dort festhielten und ihm dabei beinahe sämtlichen Atem raubten. Finlay kam langsam auf ihn zu, stand schließlich über ihn und ließ sich langsam auf ihm nieder. Miles riss an den Ranken mit all seiner Kraft, versuchte, sich irgendwie von ihnen zu befreien. Als er keinen Erfolg darin sah, umschloss er mit der einen Hand den Dolch etwas fester und ließ den Arm hochschnellen. Er hatte gehofft, vielleicht Finlays Hals zu erwischen, ihn kritisch zu verletzen und damit seine Illusionen zum Stopp zu bringen. Doch stattdessen erwischte er das Gesicht. Finlay jaulte kurz auf vor Schmerz, riss das Gesicht zur Seite und bedeckte es mit einer Hand. Mit der anderen griff er trotz allem nach Miles' Hand, hinderte ihn daran, nochmal zuzuschlagen. Die Ranken um Miles' Hals zogen sich noch was fester, schnürten ihm endgültig sämtlichen Sauerstoff ab. Langsam drehte sich Finlay wieder zu ihm, ließ die Hand senken und betrachtete das Blut an seinen Fingern. Sein rechtes Auge war zugekniffen. Blut floß schnell und viel aus der Augenhöhle.
Finlay: Das hättest du nicht tun sollen! *ihn anschreit*
Miles: *nach Luft ringt*
Finlay: Ich dachte, wir lieben uns! Wieso stellst du dich dann gegen mich?
Miles: *Tränen in die Augen steigen* *die Welt vor ihm verblasst* Fin-...
Finlay: Wieso? *laut schreit*
Miles: Lüg...ner...
In der Zwischenzeit waren die anderen Ringträger und Ryo an besagtem Haus Finlays angekommen, hatten es gestürmt. Die Hauswand war an einer Stelle eingerissen gewesen, offenbarte ein großes Loch. Das Haus selbst bestand nur aus einem einzigen Raum. Eine Treppe hatte zu einem oberen Bereich geführt, wo einst Betten gestanden haben mussten, die mit dem Einstürzen der Wand jedoch mitgerissen worden waren. Nun war in einer der Ecken unten ein provisorisches Lager zu sehen.
Gillian: Nirgends eine Spur von Finlay...
Ian: Verdammt! *flucht*
Zero: *zu einer Karte an der Wand schaut* Hey. Die Stelle dort. Was ist da?
Ian: *die Karte mustert* Wenn mich nicht alles trügt, ist das der Fuß eines nahen Berges.
Zero: Ist da was besonderes?
Ian: Ehm... Ja! Ja, ich glaube, da ist eine Höhle! Radclyff erwähnte einmal was davon, dass die spirituelle Energie dort sehr hoch sei.
Yu: Dann ist davon auszugehen, dass die Beiden dort sein werden.
Ryo: McMillain-dono, zeig uns den Weg!
Ian: Jawohl!
Sie verließen das Haus wieder, rannten los in die Richtung, in die Ian sie alle führte. Der Weg war nicht lang. Vielleicht eine Viertelstunde. Sie konnten bald schon den Eingang der Höhle sehen, doch noch davor standen eine ganze Reihe von Soldaten, allesamt mit Schwertern bewaffnet und in Formation, bereit, den Eingang zu verteidigen.
Yu:> Verbündete?
Saya: Überlasst die mir! *voran läuft*
Ryo: Wa-? Hey, Saya!
Saya zog ihr Schwert, hüllte es in Flammen. Mit einem lauten Aufschrei machte sie einen horizontalen Schlag, noch bevor sie überhaupt in die Nähe der Gegner gekommen war. Ihr Schlag ging dennoch nicht in die Leere. Die Flammen selbst bildeten eine blaue, leuchtende Klinge, die mit einer Druckwelle nach vorn schnellte, bis zu den Soldaten flog und sie traf. Die Soldaten schrien auf, alle getroffen stürzten sie zu Boden, während das Blut spritzte. Und mit einem Mal lösten sie sich alle in Luft auf. Eine Welle der Überraschung und Verwirrung ging durch den Großteil der Gruppe.
Ryo: McMillain-dono... Was ist Sullivans Fähigkeit?
Saya: Hey, kein Kommentar dazu, dass ich meine Fähigkeit entwickelt habe? *beleidigt sagt*
Ryo: Ja, echt der Wahnsinn, Saya, aber die Freude muss bis später warten
Saya: *seufzt* Schon klar...
Ryo: McMillain-dono?
Ian: Finlay selbst nennt es gespiegelte Wahrheit. Es sind... Illusionen. Aber stark genug, dass sie real wirken.
Zero: Mit Sicherheit real genug, um uns hier aufzuhalten... *ihre Schwerter zieht*
Die Anderen blickten nach vorn, wo sich gerade neue Soldaten gebildet hatten. Dieses Mal waren es doppelt so viele und mit lautem Kampfgebrüll liefen sie auf die kleine Gruppe zu. Nun zogen auch alle anderen ihre Waffen. Ian hatte seinen Revolver in Flammen gehüllt, direkt gefeuert. Die Kugel traf den Boden zwischen den Soldaten, explodierte dort und riss einen Teil der Soldaten mit sich. Im Hintergrund konnten sie sehen, wie sich prompt neue Soldaten bildeten, um den Verlust auszugleichen.
Gillian: Ian, kümmer dich um den Nachschub! Wir kümmern uns um die vorne!
Ian: Geht klar!
Ryo: *einen Moment die Situation beobachtet* Ian-dono... Gib mir Rückendeckung!
Ian: Was?
Ryo: Ich werd durchbrechen und nach Miles schauen!
Und damit rannte Ryo los, zwischen seinen Kameraden und den Feinden hindurch. Wenn ihm einer zu nahe kam, streckte er ihn mit seinem Schwert nieder. Wenn zuviele ihn im Visier hatten, schoss Ian sie fort. Zero, die Ryos Plan durchschaut hatte, gesellte sich an seine Seite, gab ihm Rückendeckung bis Ryo den Eingang der Höhle erreicht hatte und hinein rannte. Direkt wollte ein Teil der Soldaten folgen, doch Zero stellte sich dazwischen und sorgte dafür, dass niemand Ryo folgen konnte.
Ryo rannte den Gang entlang, bis er in eine große Höhle kam. Beinahe direkt erblickte er Finlay, der mit blutigem Gesicht am Boden hockte. Erst beim zweiten Blick sah er, dass neben Finlay Miles lag, die Augen geschlossen und am Hals eine Wunde, aus der langsam Blut floss.
Ryo: Sullivan! Was hast du getan!?
Finlay: *mit verheultem Gesicht aufschaut* Ich hab das nicht gewollt! *verzweifelt sagt*
Ryo: Du hast ihn umgebracht... *fassungslos sagt*
Finlay: *mit einer kleinen Phiole Blut von Miles' Hals eingesammelt hatte* *nun aufsteht* Es war ein Unfall! Er wollte nicht verstehen. Es ist mit mir durchgegangen *langsam zum Altar schreitet*
Ryo: Und da hast du ihn getötet? Ich dachte, du liebst ihn!
Finlay: Das tue ich auch! Darum... *gluckst* Darum lass ich es auch nicht hier enden... *das Blut in die Schalte kippt*
Ryo: H-hey, was soll das werden? *zu ihm stürmt*
Ryo hatte das Schwert erhoben, wollte Finlay damit niederstrecken, doch bevor er hätte treffen können, war das Schwert mit einem Klirren gestoppt worden. Finlay hatte aus dem Nichts einen Dreizack erscheinen lassen, damit den Angriff abgewehrt.
Finlay: Niemand stellt sich zwischen mich und Miles. Niemand! Und ganz besonders nicht DU!
Ryo: *einen Schritt zurück geht* Miles ist tot! DU hast ihn umgebracht!
Finlay: Der Tod ist relativ! *ruft*
Finlay warf die Phiole achtlos eiseite, ließ sie am Boden zerschellen. Dann hielt er seine nun freie Hand wieder über die Altarschale und mit einem breiten Grinsen sandte er von seiner Hand aus eine einzelne schwarze Stichflamme in die Schale. Und mit einem Mal brannte die gesamte Schalte in einem schwarzen Feuer und auch alle anderen Wetterflammen reagierten, stießen in die Höhe und brannten noch intensiver.
Ryo: Schwarzes Feuer...?
Finlay: Miles wird wiedergeborgen werden! Die schwarze Flamme wird uns und den Ringen ewiges Leben schenken *lacht* *dann aber grinsend Ryo anschaut* Und jeden Anderen wird sie vernichten!
Ryo dachte nicht mehr länger groß nach. Er stürmte einfach auf Finlay zu. Finlay griff seinen Dreizack nun mit beiden Händen, wehrte Ryos Angriff gekonnt ab. Das andere Ende seines Stabs ließ er hochschnellen, zwang Ryo damit, auszuweichen. Was folgte war ein wilder Schlagabtausch. Immer wieder versuchte Ryo anzugreifen, während Finlay mit einer Mischung aus Verteidigung und Gegenschlägen konterte. Immer weiter ging das Spiel, jagte sie Beide durch die gesamte Höhle, im großen ogen um den Altar herum.
Ryo: Was bezweckst du überhaupt mit alldem? *währenddessen wütend fragt*
Finlay: Das sagte ich doch *kichert* Ich werde mit der schwarzen Flamme alles in den Abgrund reißen. Und aus dem Chaos heraus wird ein neues Reich entstehen. MEIN Reich!
Ryo: Das ist doch purer Wahnsinn!
Finlay: Und doch stehen wir Beide hier und werden Zeugen einer neuen Ära. Nicht mehr lange und alle Flammen erreichen ihr Maximum *grinst* Und dann wirst auch du deinem Ende entgegen sehen müssen.
Ryo: Das bezweifle ich stark!
Ryo startete einen weiteren Frontalangriff, legte sämtliche Kraft in die Stoßkraft seines Schritts. Finlay wehrte ab, doch wie erwartet ließ der Schwung ihn zur+ück taumeln. Und sehr zu Finlays Überraschung stolperte er über nichts anderes als Miles' Leichnam! Mit einem plumpen Laut stürzte er zu oden. Sofort war Ryo zur Stelle, stürzte sich auf Finlay. Das Schwert in der einen Hand direkt an Finlays Kehle, zückte er mit der anderen Hand sein Messer, rammte es geradewegs in Finlays Hand und nagelte sie damit am Boden fest. Finlay schrie laut auf.
Ryo:> Das Spiel ist vorbei, Sullivan!
Finlay: Vorbei? Es hat gerade erst begonnen.
Ryo: Du wirst sterben, Sullivan. Hier und jetzt und all deine Planerei wird umsonst gewesen sein.
Finlay: *lacht* Die Ringe sind von der schwarzen Flamme infiziert. Nichts wird sie davon reinigen können. Und vielleicht tötest du mich nun, Kojima, und schwelgst in Siegesfreude. Aber du hast lediglich diese Runde gewonnen und das Un ausweichliche hinaus gezögert. Der Tod ist für mich relativ *vielsagend lächelt* Ich werde wieder kommen. Und dann ist der Sieg mein!
Ryo: *ihn finster anschaut* Nicht, wenn ich auch dort sein werde, um dich aufzuhalten. Und das werde ich!
Finlay: Wirklich? *lacht* Ich kann es kaum erwarten! Aber nächstes Mal, da werde ich gewinnen. Und ich werde dir dabei alles stehlen, was dir von Bedeutung ist. *kalt grinst* Ich werde dich vernichten, Ryo Kojima!
Ryo: Nicht, wenn ich dir zuvor komme!!
Und damit erhob Ryo sein Schwert und rammte es direkt durch Finlays Brust. Finlay gab noch für ein paar Momente ein röchelndes Lachen von sich, dann verstummte er und sein Körper rührte sich nicht mehr. Ryo atmete tief durch, bevor er sich langsam wieder aufrichtete, sein Schwert zurück zog und zum Altar schritt. Das schwarze Feuer brannte immer noch. Und am Grund der Schale konnte er die Ringe erkennen. Die Ringe, und eine Menge Blut!
s brauchte ein, zwei Minuten, bevor Schritte zu hören waren und Ian und Gillian in die Höhle gestürmt kamen. Sofort erblickten sie die beiden Leichen. Ian stürzte mit einem verzweifelten Schrei zu seinem Bruder, brach vor ihm zusammen. Gillian hielt sich entsetzt die Hand vor den Mund.
Ryo: *sein Handgelenk fest umschlossen hält*> Es tut mir Leid. Als ich ankam, da war Miles bereits...
Gillian: *den Kopf schüttelt* Du hast getan, was du konntest, Ryo. Entschuldige dich nicht dafür
Ryo: Ja... *den Kopf kurz senkt* *dann aber zum Altar nickt* Diese Flamme. Wir müssen sie löschen.
Gillian: *zum Altar schreitet* Schwarzes Feuer...
Ian: *sich langsam aufrichtet* So... So etwas hab ich noch nie gesehen...
Gillian: *die Fäuste ballt* Ich schon... In einer Vision, die mich davor warnte, alle Ringe beisammen zu halten...
Ian: Das hast du gar nicht erzählt...
Gillian: Ich dachte, mit Finlays Verschwinden wäre es verhindert gewesen... Ich habe mich geirrt.
Ian: *vorsichtig die Hand hebt* *dann aber doch zögert* Ryo, weißt du irgendetwas über die Flamme?
Ryo: *eine ahnungslose Geste macht* Ich könnte höchstes ein wenig von Sullivan zitieren
Gillian: Dann tiu das, aber am besten draußen bei den Anderen. Darüber sollten alle Bescheid wissen.
Zu dritt verließen sie die Höhle wieder. Ryo schaute dabei kurz zu seinem Handgelenk, das er nach wie vor fest umklammert hielt. Blut lief ihm zwischen den Fingern hindurch, aber er beschloss, erstmal nicht weiter darüber nachzudenken.
Draußen angekommen standen die Anderen alle mit besorgten Blicken da. Saya lief direkt mit einem Ausruf der Erleichterung zu Ryo, fiel ihm um den Hals. Yu und Zero musterten die Situation.
Yu: Was ist mit Miles?
Zero: Und Sullivan.
Ian: *schluckt* *den Blick senkt* *sichtlich mit den Tränen ringt*
Gillian: *den Kopf schüttelt* Beide weilen nicht mehr unter uns
Zero: *kurz die Augen schließt* *auf Russisch einen kurzen Gedenkspruch aufsagt*
Yu: *selbst den Blick senkt* *dann aber Ryos Handgelenk bemerkt* Die Wunde sieht nicht gut aus
Saya: *Ryo loslässt* *nach seinem Handgelenk greift* Was ist passiert?
Ryo: Was schon? Ich hab gegen Sullivan gekämpft und ihn getötet. Er hat mich aber trotzdem noch erwischt
Zero: *kurz die Augen verengt* *allerdings schweigt*
Yu: Lass mich versuchen, was dagegen zu machen *das Handgelenk greift* *mit seinen Flammen versucht, es zu heilen*
Ryo: Hast du überhaupt genug Kraft dazu?
Yu: Nicht für eine ganze Heilung. Aber um den Prozess zu verlangsamen, damit du nicht verblutest
Ryo: Danke
Yu: *ihm ein kurzes Lächeln schenkt*
Zero: Was ist mit den Ringen?
Gillian: Liegen in einer Schale und brennen in einer schwarzen Flamme. Ich hab sowas noch nie gesehen und ich habe keine Ahnung, wie wir da rankommen.
Saya: Eine schwarze Flamme? Das klingt... Unheimlich
Gillian: Sieht auch unheimlich aus
Zero: Und wir haben keinen Ansatz?
Gillian: *zu Ryo schaut*
Ryo: Sullivan hat nicht viel gesagt. Er hatte etwas davon erwähnt, dass die Flammen alle bald ihre maximale Kraft erlangen. Er sagte was davon, dass die schwarze Flamme alles in den Abgrund reißen wird und er aus dem Chaos ein neues Reich schaffen wollte... Und... *schließt die Augen* *erinnert sich* Seine letzten Worte waren - ich zitiere - "Die Ringe sind von der schwarzen Flamme infiziert. Nichts wird sie davon reinigen können." *schaut in die Runde* Ich hab keine Ahnung, was man tun könnte
Zero: *die Stirn runzelt* Was ist mit der maximalen Kraft gemeint? Hat es etwas mit diesem Gerät zu tun, was du erwähnt hast? Dieser Apparat aus Ringen und Kugeln?
Gillian: Was?!
Ryo: Es stand in Sullivans Zimmer bei euch. Ich hab keine Ahnung, was es ist, aber die Kugeln sind immer mehr in eine gerade Linie gewandert...
Ian: Die Faktoren von Zeit, Ort und Bewegung.... Radclyff hatte eine Theorie darüber, dass die Steine und Flammen unterschiedlich stark sind, abhängig von der Jahreszeit. Er hat später noch mehr Faktoren dazu gesetzt, die noch mehr ins Detail gingen und mit denen man genau berechnen konnte, welcher Wetterstein wann am mächtigsten sein würde.
Saya: Und heute erreichen alle Flammen ihr Maximum... Das muss ein sehr seltener Zeitpunkt sein...
Zero: Aber es bleibt offen, ob es uns gerade im Moment hilft.
Ian: Ich fürchte, dafür wissen wir zu wenig über die schwarzen Flammen...
Ryo: Aber etwas müssen wir doch tun können! Sullivan kann nicht einfach so gewinnen.
Gillian: Wenn das stimmt, was er behauptet hat, würde es den Untergang von dem bedeuten, was wir kennen. Eine entsetzliche Vorstellung...
Yu: Ich denke, ich hab eine mögliche Lösung.
Ryo: Ach ja?
Yu: Was du zitiert hast... Du bist dir sicher, dass deine Worte einwandfrei waren?
Ryo: Absolut!
Yu: *nickt* Du sagtest, die Ringe seien infiziert. In meinen Augen heißt das nichts Anderes, als dass sie krank sind.
Zero: Unheilbar krank, wenn es heißt, dass nichts sie reinigen kann
Yu: Keine Krankheit ist unheilbar. Wir haben nur noch kein Heilmittel gefunden. Aber in der Schale liegen die Ringe und die Flammen haben heute ihren Höhepunkt. Mit allen Ringen und den Flammen sollte meine Fähigkeit auch ihr Maximum erzielen können. *lächelt* Und wie der Regen selbst könnte es die Ringe wieder reinwaschen...
Saya: *die Augen weitet* Aber Yu... Du sagtest, selbst mit Ring würdest du dir keine verheerende Wunde zutrauen...
Yu: Ja, aber in diesem Fall hätte ich sieben.
Saya: Dafür müsstest du erstmal durch die Flamme an die Ringe ran kommen!
Yu: Es ist trotz allem eine Wetterflamme. Und wie alle Wetterflammen wird diese mich nicht töten. Dessen bin ich sicher
Saya: *den Kopf schüttelt* Das kannst du nicht tun...
Yu: Saya... *auf sie zukommt* *sie kurz küsst* Du bist das Beste, das mir je passiert ist.
Saya: Yu...
Yu: Ich bin froh, dich kennen und lieben gelernt zu haben und dank dir kann ich ohne Reue auf mein Leben zurück blicken. Ich danke dir dafür, dass ich die letzten Tage mit dir verbringen durfte. *sie mit einem Mal an den Schultern packt und in Ryos Arme schubst* Beschütze sie für mich!
Ryo: *Saya auffängt* Natürlich! Aber bist du dir sicher?
Yu: Ja. Ich werde die Ringe retten. Für die Welt und für uns.
Saya: Yu, nein... *sich aus Ryos Armen reißt* Tu das nicht!
Saya lief los, wollte nach Yu packen, doch noch vorher hatte Gillian sich dazwischen gestellt, stattdessen Saya gepackt und wieder zurück gedrängt.
Gillian:> Es ist seine Entscheidung, Saya. Bitte respektiere sie!
Saya: Nein, das kann ich nicht, ich-
Yu: *ihr ein letztes Lächeln schenkt* Saya, ich liebe dich. Bitte behalte das in Erinnerung.
Yu blickte ein letztes Mal in die Runde, nickte zum Abschied, dann schritt er mit flottem und sicherem Schritt in die Höhle hinein. Saya versuchte panisch sich von Gillian loszureißen, doch spätestens als Ryo dazu kam und Gillian dabei half, sie zurück zu halten, konnte sie nicht mehr anders, als in aller Verzweiflung immer wieder Yus Namen zu schreien.
Yu konnte ihre Stimme noch bis in die Höhle selbst hören. Es fiel ihm schwer, ihr Schreien unbeantwortet zu lassen, doch allein der Anblick von Miles' Leichnam und dem schwarzen Feuer bestärkte ihn in seinem Vorhaben. Vorsichtig schritt er zum Altar hin, musterte die Schale, die Flamme, die Ringe und das Blut im Inneren der Schale. Er atmete einmal tief durch, dann hatte er seine Hände in blaue Wetterflammen getaucht, umfasste mit ihnen die schwarze Flamme. Sofort sprang sie darauf an, versuchte sich zu wehren. Sie griff auf Yus Flammen über und es fiel ihm schwer, seine Flammen aufrecht zu erhalten. Doch er blieb standhaft und das schien das schwarze Feuer auch zu verstehen, denn mit einem Mal züngelte es hoch, versuchte stattdessen Yus Arme und Gesicht anzugreifen. Yu spürte, wie ein Brennen seinen Körper durchströmte und sich seine Haut schwarz färbte wie Asche. Doch er gab nicht auf. Er ließ mehr Kraft in seine Arme fließen, presste seine Hände weiter gegen die Flamme, tiefer in die Schale, bis er mit den Fingerspitzen die Ringe berühren konnte. Schwach konnte er eine Resonanz spüren. Die Ringe reagierten auf ihn. Aber sie reagierten auch auf die schwarze Flamme, waren in ihren Fesseln gefangen, genauso wie Yu selbst. Yu kniff die Augen zusammen, verstärkte seine eigenen Flammen und griff nun endgültig nach den Ringen. Die schwarzen Flammen hatten mittlerweile beinahe seinen ganzen Körper umschlungen. Yu versuchte sie so gut wie möglich zu ignorieren.
Yu: Bitte, lass es funktionieren... Lasst mich stärker sein... Für die Anderen... Für Saya!
Er schrie laut auf, konzentrierte all seine Energie einzig und allein auf seine Hände, seine Flammen und die Ringe. Er riss dabei die Augen auf und zwischen all dem Schwarz sah er immer wieder sein eigenes Blau auffunkeln, bis das Schwarz doch nach und nach dem Blau nachgab, verdrängt wurde. Yu hörte nicht auf, bis nicht alles schwarz aus seiner Sicht verschwunden war. Nur noch Blau war übrig. Und danach nichts mehr.