Mizuki weinte. Sie konnte kaum nachvollziehen, was da gerade passiert war. In ihrem Kopf herrschte Angst vor. Angst wegen dem, was geschehen war. Angst wegen dem, was noch kommen konnte. Angst wegen Rei, der immer noch da lag und sich nicht mehr rührte.
Stimme: Hör auf, zu weinen. Du kannst nichts daran ändern...
Mizuki: *hält sich den Kopf* Nein...
Stimme: Du weißt genau, dass du machtlos bist
Mizuki: Hör auf... *jammert*
Aden: Mizuki-san... *sie an den Schultern fasst* Mizuki-san, bist du in Ordnung?
Stimme: Und weißt du, wieso du machtlos bist?
Mizuki: Nein, nicht...
Stimme: Weil du eine hilflose Heulsuse bist!
Mizuki: AUFHÖREN!
Laut hatte Mizuki das Wort gekreischt. Im selben Moment bekam sie das Gefühl, den Boden unter den Füßen weggerissen zu bekommen. Sie kippte nach hinten um, stürzte ins Nichts. Am Rande spürte sie noch, wie Aden sie in eine auffangende Umarmung zog, sah sein besorgtes Gesicht über ihrem, wie es ihren Namen rief. Dann wurde es schwarz.
Als Mizuki das nächste Mal die Augen aufschlug, stand sie im Ballsaal ihres Traumschlosses. Verwirrt blickte sie sich um. Wie war sie hierher gekommen? Sie hatte sich nicht gewünscht, hier zu sein. Noch nie war sie in dieses Schloss gelangt, ohne es bewusst zu wollen. Warum also jetzt? Das Gefühl, das sie gehabt hatte, als sie hierher gelangt war, hatte sich angefühlt, als ob man sie gezogen hätte. Aber wie? Und was hatte das ausgelöst?
Stimme: Wie lange willst du noch da stehen und Löcher in die Luft starren? Werd endlich mal nützlich!
Mizuki zuckte zusammen, blickte sich hektisch um. Diese Stimme. Woher kam sie? Erschrocken hielt Mizuki inne. Dort am anderen Ende des Saals stand eine ihr fremde Gestalt. Wie? Niemand konnte ohne ihre Erlaubnis hierher. Und die Erlaubnis hatten nur zwei Personen jemals bekommen. Aber jene Gestalt war keiner von ihnen. Nein, wenn Mizuki das richtig sah, war es ein blonder Junge, der dort stand. Der Ursprung der Stimme?
Junge: *seufzt* Muss man dir echt alles sagen? Kein Wunder, dass du den Ring verloren hast!
Mizuki: Wer bist du?
Junge: Fang mich und ich sag es dir vielleicht!
Der Junge machte einfach auf dem Absatz kehrt, lief davon. Mizuki setzte ihm nach. Sie hatte keine Ahnung, wer er war, aber sie war sich sicher, dass er der Grund war, wieso sie auf einmal in ihrem Schloss war. Sie musste diesen Jungen schnappen, koste es, was es wolle. Sie brauchte endlich Antworten. Wieso hörte sie immer seine Stimme? Wieso tat er so, als ob er alles besser wusste? Wie war er in ihr Schloss gekommen? Sie schluckte. War er etwa ein Feind, der von Kodan hier eingeschleust wurde, um sie zu verwirren? Das durfte nicht sein!
Mizuki rannte weiter, strengte sich an, den Abstand aufzuholen, doch wenn sie in einen Gang einbog, schien der Junge immer schon um die nächste Ecke zu biegen. Es wirkte, als ob er sie verhöhnte. Immer zeigte er ihr, wo er entlang lief, doch nie kam er auch nur ansatzweise in die Nähe, dass sie ihn genauer erkennen konnte. Er kam ihr bekannt vor, selbst die Stimme und doch war sie sich sicher, ihm noch nie im Leben begegnet zu sein.
Die Verfolgungsjagd lockte Mizuki aus dem Schloss heraus in den Garten. Auf dem weiten Feld konnte sie ihn in der Ferne laufen sehen. Mizuki schnappte nach Atem. Wenn sie nicht in ihrer eigenen Welt gewesen wären, hätte sie schon vor langer Zeit aufgeben müssen. Sie war nicht unbedingt gut in Verfolungsjagden. Doch hier war das anders. Hier hatte sie eine recht gute Ausdauer und doch war es nicht genug, um wirklich Schritt halten zu können.
Der Junge lief hinein in den Wald. Mizuki folgte. Der Abstand hatte sich deutlich verringert, aber Mizuki war sich sicher, dass das Absicht war, damit sie ihn nicht in dem Dickicht aus den Augen verlor. Immer dunkler wurd der Wald, immer tiefer. Mizuki konnte sich nicht erinnern, jemals so weit gelaufen zu sein. Sie hatte nicht einmal gewusst, dass der Wald überhaupt so weitläufig gewesen war. Konnte man eine eigene Welt in seinem Kopf haben und doch deren Grenzen nicht kennen? Es war ihr fast schon unheimlich.
Am Rande einer besonders düsteren Lichtung sah sie ihn stehen. Sofort beschleunigte sie noch etwas, doch noch vorher hatte er leise gelacht.
Junge: Ab jetzt ist es deine Sache. Zeig mal, dass du mehr kannst als weinen *am Rand der Lichtung entlang davon läuft*
Mizuki: Warte! *stoppt* *blickt zur Lichtung* // Warte... Ist da etwa jemand? //
Langsam, vorsichtig schritt Mizuki weiter in Richtung der Lichtung. Sie hatte sich angespannt, wusste nicht, was sie erwarten sollte. Ihre Augen weiteten sich, als sie erkannte, dass dort auf der Lichtung wirklich jemand saß. Genauso stellte sie fest, dass auf der anderen Seite der Lichtung nur noch pures Schwarz war. Das hier war das Ende ihrer Welt. Und genau auf der Grenze zwischen ihrer Welt und dem Nichts, leise weinend, kniete niemand anderes als...
Mizuki: Nakatsukasa-kun! *zu ihm läuft*
Toshiro: *leise weint* *nicht reagiert*
Mizuki: *vor ihm auf die Knie geht* Nakatsukasa-kun! *sanft nach seiner Schulter greift*
Toshiro: *zusammenzuckt* Es ist kalt.... Es ist alles so kalt...
Mizuki: *schluckt* Was... Was ist so kalt?
Toshiro: *schluchzt* Mein Körper... *wispert*
Mizuki: Dein... *mustert ihn genauer* *erschrickt leicht* // Seine Brust... ist durchbohrt... //
Toshiro: Es tut so weh... Alles tut so weh... Mein Herz schmerzt...
Mizuki: N-Nakatsukasa-kun, du... du musst mich ansehen. Sieh mich an, Nakatsukasa-kun!
Toshiro: Ich bin so allein... Ryo-san...
Mizuki: *sieht sich hastig um* // Hat mich dieser Junge absichtlich hierher geführt? Woher...? // *schüttelt den Kopf* // Dafür hab ich jetzt keine Zeit! // *packt Toshiro an beiden Schultern* *schüttelt ihn kräftig* Toshiro-kun, jetzt sieh mich endlich an! *energisch sagt*
Toshiro: *zusammenzuckt* *langsam aufschaut* W-Wer...?
Mizuki: // Seine Augen sind völlig leer... // Toshiro-kun, ich bin es! Fukano Mizuki.
Toshiro: Mizuki... *klarere Augen bekommt* Mizuki-san... Aber... Ah! *krümmt sich vor Schmerzen zusammen* *greift nach seiner Brust* Ich glaub... ich sterbe! Ich hab solche Angst... *schluchzt*
Mizuki: Nein... Nein, du stirbst nicht! Du kannst nicht sterben!
Toshiro: Ich weiß nicht, was passiert, aber mir ist so kalt. Alles ist so still... *sie verzweifelt ansieht* Ich glaube, mein Körper stirbt...
Mizuki: So etwas darfst du gar nicht erst sagen, Toshiro-kun! *aufspringt* *ihn dabei mit auf die Beine reißt* Lass uns an einen anderen Ort gehen. Einen Ort, wo es warm ist und wo dir nichts passieren wird!
Toshiro: So einen Ort gibt es doch nicht...
Mizuki: Doch, den gibt es! An dem Ort wirst du sicher sein und dort wirst du auch nicht sterben! Komm mit!
Mizuki packte Toshiro am Handgelenk, zog ihn mit sich, weg von der Lichtung, weg von dem Nichts, zurück in den Wald. Toshiro stolperte ihr zögerlich nach. Er schien nicht überzeugt von ihren Worten zu sein, doch er wehrte sich nicht. Bestimmend lief Mizuki weiter, den Weg entlang, den sie vorhin hergelaufen war. Sie hatte eigentlich nicht darauf geachtet, wo sie entlang gerannt war, aber irgendwie war ihr der Rückweg nun vollkommen klar. Lag es daran, dass sie fest entschlossen war, Toshiro zu retten? Ja, nur daran konnte es liegen. Und sie war sich sicher, sie würde es auch schaffen. Es hatte einen Grund, dass Toshiro den Weg in ihre Welt gefunden hatte. Es hatte einen Grund, dass Mizuki ihn gefunden hatte. Und sie glaubte fest daran, dass der Grund der war, dass sie die einzige war, die ihn in diesem Moment retten konnte!
Derweil hockte Aden da, auf dem Boden, hielt Mizuki fest in seinen Armen. Immer wieder sagte er ihren Namen, aber von dem Mädchen kam keine Reaktion. Sorge durchströmte ihn. Mizuki hatte auf einmal aufgeschrien, war dann einfach zusammengebrochen und rührte sich nicht mehr. Was, wenn Kodan irgendetwas mit ihr getan hatte? Was, wenn sie nun wieder ins Koma fiel? Aden fühlte sich mit der Situation überfordert. Überfordert und hilflos. Es war entsetzlich.
Robin: *wieder bis zum Türrahmen getaumelt war* *dort zu Boden gesunken ist* Nicht Kodan...
Aden: *aufschaut* Was?
Robin: *nickt zu Mizuki* Was auch immer mit ihr ist, es ist nicht wegen Kodan...
Aden: Woher?
Robin: Ich hab das Krankenhaus gesehen.... Und den Van... Aber nirgends war etwas wegen Mizuki... Wenn Kodan damit zu tun hätte, dann...
Aden: *seufzt erleichtert* Das ist schon einmal etwas, aber... *blickt zu ihr* Was ist es dann?
Robin: Das weiß ich nicht...
Aden: . . . //Hoffentlich ist bei dir alles in Ordnung, Mizuki! //
In der Wohnung der Kanbaras summte Anna leise, während sie eine kleine Liste fertig schrieb, schließlich mit dieser aufstand.
Anna: *an Kazuos Türe klopft* Kazuo? Ich geh jetzt einkaufen. Soll ich dir etwas mitbringen?
Kazuo: Nein, danke, ich brauche nichts
Anna: Okay. Dann sieht man sich später
Kazuo: Ja, bis nachher~
Anna: *wieder ins Wohnzimmer kommt* Chloe-kun, wie sieht es bei dir aus? Soll ich dir etwas mitbringen?
Chloe: *fernsehen geschaut hatte* *nun aber zu Anna sieht* Ah, nein, ich brauche nichts
Anna: Immer so bescheiden... Bleibst du denn hier noch sitzen oder hast du vielleicht Lust, mitzukommen und einer armen Frau tragen zu helfen? *zwinkert*
Chloe: *leise lacht* Ich würde ja gerne mitkommen, aber jetzt gleich laufen die Nachrichten
Anna: Oh und die musst du schauen?
Chloe: *nickt* Damian hat gestern eine Warnung durchgegeben. Ich bezweifle zwar, dass etwas passieren wird, was in den Nachrichten kommt, bevor ich was von Damian höre, aber man kann ja nie wissen
Anna: Hm, wenn das so ist... Dann hoff ich mal, dass nichts passiert ist
Chloe: Oder passieren wird...
Anna: *lächelt matt* Ich bin jedenfalls jetzt einkaufen. Wenn etwas Dringendes sein sollte, ich habe mein Handy dabei
Chloe: Ja, ist gut
Kurze Zeit später hörte man, wie die Tür ins Schloss fiel und Chloe blickte wieder auf den Fernseher. Er wusste nicht, wieso genau, aber er hatte den ganzen Tag schon ein ungutes Gefühl. Damian hatte die Warnung nicht umsonst ausgesprochen. Irgendwas würde heute vermutlich noch passieren und das gefiel Chloe überhaupt nicht.
Er zuckte zusammen, als mit einem Mal sein Handy vibrierte. Hastig hatte er es aus der Tasche gezogen, blickte darauf.
"Autoexplosion. Rei und Cyrus verletzt. Anschlag auf Nakatsukasa. Beeil dich."
Die Nachricht war kurz und schlicht, enthielt nur das nötigste, aber es reichte, um es Chloe eiskalt den Rücken runterlaufen zu lassen. Rei und Cyrus wurden in einer Explosion verletzt? Wie schwer? Und was sollte das heißen, Anschlag auf Nakatsukasa? Chloe kniff die Lippen zusammen. Manchmal verfluchte er Robin dafür, dass er sich so kurz fasste, auf ausschlaggebende Details verzichtete. Aber ändern konnte man daran auch nichts. Also sprang Chloe hastig vom Sofa auf. Kurz lief er noch zu Kazuos Tür, klopfte daran an.
Chloe: Kazuo? Ich muss dringend weg.
Kazuo: Ich bin nicht deine Mutter, du musst mir nicht Bescheid geben
Chloe: Ich wollt dich nur informieren. Ich weiß nicht, wann ich wieder komme. Richte das bitte auch Anna-san aus, wenn sie fragt.
Kazuo: Okay, mach ich
Chloe: Danke. Man sieht sich
Und damit stürmte Chloe auch schon aus der Wohnung hinaus. Wenn er zu Nakatsukasa sollte, dann hieß das, dass er zum Krankenhaus musste. Das war ein gutes Stück weit entfernt. Er hoffte nur, er kam noch rechtzeitig, um zu verhindern, was auch immer dort von statten gehen sollte.
Kazuo lag da, auf seinem Bett. Gedankenverloren streichelte er Hyo-chan, die es sich neben ihm bequem gemacht hatte, während er selbst durch eines seiner Schulbücher blätterte. Was tat man nicht alles für gute Noten.
Nebenbei überlegte er, ob er seine Chance nutzen könnte. Anna und Chloe waren beide nicht da. Es gab niemanden, der ihn nun kontrollieren würde. Wenn er es drauf anlegen würde, dann hätte er jetzt wieder unbeobachtet das Haus verlassen können, um seinen Weg zu jenem Park zu finden. Vielleicht hatte er ja Glück und begegnete dort wieder Kodan.
Kazuo klappte das Schulbuch zu. Kodan... Seit diesem einen Mal im Park hatte er ihn nicht nochmal getroffen, geschweige denn etwas von ihm gehört. Und obwohl es nur diese eine Begegnung gegeben hatte, hatte diese sein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Er hatte dank Kodan die Wahrheit heraus gefunden. Wusste beinahe alles, was hier von statten ging. Wusste, auf wessen Seite er gehörte. Und Kazuo hatte den Drang, das alles Kodan auch zu sagen, ihm irgendwie mitzuteilen, was er selbst dachte.
???: Hallo, Kazuo~
Kazuo zuckte zusammen. Erschrocken blickte er auf. Dort auf seiner Fensterbank saß niemand anderes als Kodan, lächelte ihn munter an. Kazuo richtete sich überrascht auf.
Kazuo: Was? Wie...
Kodan: *kichert* Durch die Tür. Ich dachte nur, dass es einen besseren Eindruck macht, wenn ich hier sitze...
Kazuo: Durch die Tür? Aber das hätte ich doch...
Kodan: Ich habe eine Illusion verwendet, damit du nicht bemerkst, dass jemand rein kommt
Kazuo: So etwas kannst du?
Kodan: Ich kann noch so einiges mehr. *von der Fensterbank springt* Ich dachte, ich schau mal wieder vorbei. Du hast doch nichts dagegen, oder?
Kazuo: *den Kopf schüttelt* Nein, überhaupt nicht. Du hast aber ziemliches Glück, dass gerade alle... draußen... *stockt* Das ist kein Zufall, oder?
Kodan: Natürlich nicht. Ich bin mittlerweile recht vorsichtig geworden. Deine Schwester geht immer um diese Zeit einkaufen. Und was Spencer angeht...
Kazuo: Du drehst gerade irgendwas, oder?
Kodan: In der Tat. Ein weiterer Schlag gegen Kojima Ryo. Wenn alles klappt, dann müssen wir uns um ihn keine Gedanken mehr machen
Kazuo: *schluckt* Wenn?
Kodan: Unvorhergesehene Dinge können immer wieder passieren. Du bist ein gutes Beispiel dafür
Kazuo: *senkt leicht den Blick* Stimmt...
Kodan: *mustert ihn kurz* Hattest du nach dem Buch geschaut, wie ich es dir angeraten habe?
Kazuo: *nickt* Das habe ich...
Kodan: *hebt eine Augenbraue* Und? Darf ich erfahren, was du davon hältst?
Kazuo: Ich... *schluckt* Das ist mein Tagebuch gewesen. Was ich da rein geschrieben habe, stimmt, nicht wahr?
Kodan: Für gewöhnlich haben das Tagebücher so an sich
Kazuo: Dann habe ich sehr wohl verstanden, was hier wirklich läuft. Ich hab auch noch Anna gefragt. Sie hat, genau wie du es gesagt hast, sich gegen dich ausgesprochen. Und Chloe... Chloe hat rein gar nichts über "Nightmare" oder Kojima Ryo erzählt...
Kodan: Sie verdrehen die Wahrheit, so wie es ihnen passt
Kazuo: Das weiß ich jetzt auch. Kodan, ich habe viel über das alles nachgedacht und... ich glaube dir. Etwas in mir sagt, dass es richtig ist, wenn ich dir vertraue
Kodan: Mir vertraust...?
Kazuo: *wird leicht verlegen* Na ja... Ich... hab ehrlich gesagt nicht über den Rest nachgedacht, aber... ich weiß, dass ich dir nicht abgeneigt bin. Ich... *sieht ihn an*
Kodan: *lächelt leicht* *setzt sich neben ihn auf den Bettrand* Kazuo, darf ich dich küssen? Nur einmal?
Kazuo: *rot anläuft* E-ehm... Ja...
Das Lächeln auf Kodans Lippen wurde etwas weiter. Sanft hob er seine Hand, legte sie Kazuo auf die Wange, ehe er sich langsam vorbeugte, seine Lippen mit denen Kazuos vereinte. Leicht war die Berührung, fast schon behutsam. Kazuo schloss die Augen, drückte sich leicht gegen Kodan, erwiderte den Kuss. Etwas, das Kodan als Bestärkung sah, selbst noch den Kuss etwas zu vertiefen, bevor er sich doch wieder löste, Kazuo ansah.
Kodan: Ich danke dir...
Kazuo: *feuerrote Wangen hat* K-Keine Ursache
Kodan: *kichert* Du siehst süß aus, wenn du verlegen bist
Kazuo: Eh? Ich bin nicht süß!
Kodan: Hm, wenn du etwas dagegen hast, wenn ich dich so nenne, dann lass ich es
Kazuo: *blinzelt* *sieht dann weg* Nicht nötig... *nuschelt*
Kodan: *lacht*
Kazuo: *kurz noch abwägend blickt* *dann aber wieder zu Kodan sieht* Darf ich dich etwas fragen?
Kodan: Alles, was du willst
Kazuo: Ich... Ich hab lange überlegt, was ich tun soll, wenn ich dich wieder sehe. Und ich dachte ursprünglich, dass ich auf dein Angebot eingehen und mit dir mitkommen will...
Kodan: Das klingt nach einem Aber...
Kazuo: *nickt* Ich denke, ich wäre dir hier vorerst noch nützlicher
Kodan: Ach ja?
Kazuo: Ich könnte so tun, als ob ich denen glaube. Dieser Chloe liebt mich immer noch. Ich könnte seine Gefühle ausnutzen und so an mehr Infos kommen für dich, bevor ich hier abhaue
Kodan: Du willst seine Gefühle ausnutzen?
Kazuo: *nickt* Ja
Kodan: *verzieht leicht das Gesicht* Hieße das nicht, dass du mich auf eine billige Affäre runter stufst?
Kazuo: Eh? *stutzt* Nein, überhaupt nicht! Ich... Ich mein es ja nicht ernst mit ihm. Es ist für unser Ziel, an die Ringe zu kommen. Er wäre die perfekte Chance. Das nicht auszunutzen, wäre...
Kodan: Ist schon in Ordnung, Kazuo, ich verstehe... *lächelt ihn matt an* Ich habe nur die Sorge, dass du dich nachher vielleicht doch in ihn verlieben könntest, wenn du ihm solche Gefühle vorgaukelst
Kazuo: *schluckt* Das wird nicht passieren
Kodan: Bist du dir da sicher? Ich will dich nicht verlieren
Kazuo: Ich bin mir absolut sicher! Für mich gibt es nur einen, und das bist du!
Kodan: Ich liebe dich, Kazuo
Kazuo: *verlegen lächelt* Ich weiß... Darf ich dich denn noch etwas fragen?
Kodan: Natürlich
Kazuo: Ich will nicht zu viel Zeit noch hier festsitzen, geschweige denn den leichgläubigen Trottel spielen. Wenn ich für uns Infos sammeln soll, dann müsst ich noch eine Sache konkret wissen, damit ich nach den passenden Infos graben kann
Kodan: Und das wäre?
Kazuo: *sieht ihn ernst an* Was... *schluckt* Was genau ist unser Plan?