Willkommen

auf Flame of the Abyss! Dies ist eine Shonen-Ai & Action-Staffel. Begleitet unsere Helden dabei, wie sie versuchen, die Welt vor dem Chaos zu bewahren und sich doch dabei immer weiter in ein Netz aus Lügen und Intrigen verstricken, ohne zu wissen, wer nun wirklich ihr Freund ist und wer ihr Feind...
Schaut euch doch in Ruhe um. Ich wünsche euch viel Spaß ^.^



Flame of the Abyss

Episode 25


Freundschaft


Verwirrt ging Mizuki die Stufen hinab. Aus ihr unerklärlichen Gründen war sie in der Spitze des höchsten Turmes gelandet. Sie war nur selten hier oben. Mizuki war sich sicher, dass jener Junge sie bewusst hier oben hingebracht hatte, nur wie oder warum?

Toshiro: Hallo? Mizuki-san, bist du das?
Mizuki: Eh? *zu einer Holztür läuft* Toshiro-kun? *die Tür öffnen will* Verschlossen?
Toshiro: Mizuki-san, du hast keinen Schlüssel, oder?
Mizuki: Ich wusste nicht einmal, dass es Schüssel für diese Türen gab. Toshiro-kun, was ist passiert?
Toshiro: Du hast nichts gehört?
Mizuki: Was gehört?
Toshiro: Ich weiß nicht... Dieser Junge war auf einmal in meiner Nähe aufgetaucht. Ich wollte ihn fangen, also habe ich ihn verfolgt, bis hier in den Turm hoch und dann hab ich ihn aus den Augen verloren. Und auf einmal war er hinter mir, hat mich hier reingeschubst und eingesperrt.
Mizuki: Ich habe absolut nichts davon mitbekommen... *blickt finster* Ich werde diesen Kerl finden und dann werd ich all dem endlich ein Ende setzen!
Toshiro: Er sagte, du sollst ihn unten suchen. So weit unten, wie nur möglich.
Mizuki: Unten? Er will, dass ich in die Kerker gehe?
Toshiro: Was ist in den Kerkern?
Mizuki: Ich... Ich bin noch nie dort unten gewesen... Aber ich lass mich davon nicht aufhalten. Toshiro-kun, ich werde dich wieder befreien!

Entschlossen wandte sich Mizuki von der Tür ab, lief die Treppen weiter runter. Sie folgte diversen Gängen und noch mehr Treppen, bis sie schlussendlich vor dem Gang stand, der sie in die Kellergeschosse bringen würde. Kurz zögerte sie noch, dann fasste sie sich ein Herz und trat den ersten Schritt hinab.

???: ...bin.... Robin...

Robin blinzelte ein paar Mal, blickte verwirrt auf. Es brauchte einen kurzen Moment, sich zu orientieren, dann stellte er fest, dass er mehr oder weniger in Adens Armen hing. Der Schwarzhaarige hatte ihn wohl aufgefangen, bevor er erneut zu Boden hatte stürzen können, sah besorgt zu ihm runter. Robin verzog das Gesicht, riss sich direkt los und ging ein paar Schritte zurück.

Aden: Das war eine Vision, oder? Was hast du gesehen?
Robin: Kodan und Kanbara... Es war irgendein Ritual oder so geplant.
Aden: Das klingt nicht gut. Wir sollten es melden
Robin: Ich glaube, was auch immer es war, ist bereits geschehen oder kann nicht aufgehalten werden. Jetzt etwas zu sagen, wird nichts mehr bringen... *den Blick leicht senkt*
Aden: *ihn für einen Moment schweigend ansieht* *die Fäuste ballt* Aber die Anderen sollten wenigstens wissen, was passiert, oder etwa nicht?
Robin: *zu ihm aufschielt* Dann geh doch und sag es ihnen. Hauptsache, du lässt mich in Ruhe. Die Vision war nicht lang, aber sie hat reingehauen...
Aden: *verengt die Augen* Vergiss es, ich lass dich nicht allein
Robin: *sieht ihn grimmig an* Und was, wenn ich allein sein will? Verschwinde gefälligst
Aden: *kurz den Kopf schüttelt* Das kannst du knicken. Das ist schon die zweite Vision, die du vor den Anderen geheim halten willst. Ich hab die Schnauze voll, ich werd dich nicht in Ruhe lassen, ehe ich nicht endlich von dir erfahre, was los ist!
Robin: Wenn du eine Antwort willst, wirst du sie schon aus mir raushauen müssen!
Aden: Als ob das mein erster Schlag wäre!

Aden holte aus und schlug zu, Robin hatte instinktiv den Arm gehoben und den Schlag damit abgeblockt, war aber dennoch durch die Wucht etwas zurück gestolpert. Er schielte kurz umher, suchte etwas, das er ohne Probleme mit seinen Kräften fliegen lassen konnte, doch noch vorher hatte Aden ihm einen gekonnten Tritt in den Magen verpasst. Robin keuchte auf, krümmte sich leicht. Er hatte keine Chance, seinen Arm erneut zu heben, da traf ihn erneut ein Schlag am Kiefer, sandte ihn zum zweiten Mal am Tag zu Boden. Keinen Moment später war er am Boden festgepinnt, hatte Aden auf sich sitzen. Die eine Hand hielt die seinige am Gelenk fest neben seinen Kopf gepinnt, die andere war bereits für den nächsten Schlag erhoben.

Aden: Diese Scheiß Vision muss dich ja ziemlich aufgewählt haben, wenn du dich nicht mal wehren kannst. Was bist du auf einmal? 'Ne Lusche?
Robin: *ihn wütend ansieht* Was weißt denn du schon?
Aden: Ja, ganz genau! Was weiß ich schon? Genau das ist doch das Problem! Du brichst unter irgendwelchen Visionen zusammen, die dich bis in den Schlaf verfolgen, und du vertraust dich nicht einmal jemandem an. Du glaubst, du kannst das alles allein schaffen, aber das tust du nicht. Was muss ich denn tun, damit du merkst, dass du dir auch einmal Hilfe nehmen kannst?
Robin: *stockt* Was?

Beinahe fassungslos hatte er das Wort von sich gegeben. Er wusste nicht genau, was dafür gesorgt hatte, ob es der Schmerz war, oder die Tatsache, dass Adens Augen feucht glitzerten. Aber die Worte des Anderen waren zu ihm durchgedrungen, hatten ihm genau das mitten ins Gesicht gesagt, was er selbst nicht hatte wahr haben wollen. Ja, er war mit seiner Vision und seinen Alpträumen überfordert, aber sein Leben lang hatte er immer allein damit zurecht kommen müssen. Egal was für Grausamkeiten er gesehen hatte, es war stets seine eigene Sache, wie er damit umzugehen hatte. Jetzt auf einmal zu hören, dass es in Ordnung war, um Hilfe zu bitten, klang fast schon wie ein Traum.

Robin: Ich kann... Hilfe annehmen?
Aden: Natürlich, du Vollspast! *mault* Jeder ist einmal in einer Lage, wo er allein nicht zurecht kommt. Und ich kenn dich lange genug, um zu wissen, dass du gerade überhaupt nicht klar kommst. Also krieg verdammt nochmal die Klappe auf und sag, was Sache ist!
Robin: Und du glaubst, du könntest helfen? *zweifelnd fragt*
Aden: *den Kopf senkt* Ich wäre nur zu gerne derjenige, dem du dich anvertraust, weil du mir echt wichtig bist und ich dein Freund bin, aber... *schluckt* Mittlerweile bin ich an dem Punkt, an dem es mir sogar egal wäre, wenn du zu Chloe oder Damian oder sonst wem gehst... *schwach sagt* Aber verdammt nochmal, geh zu irgendjemandem! Dich so fertig zu sehen und zu fürchten, dass du noch daran zu Grunde gehst, tut viel mehr weh, als von dir so gehasst zu werden *laut sagt* *dabei schluchzt*

Robins Augen weiteten sich. Zum ersten Mal sah er Tränen in Adens Augen. Und zum ersten Mal verstand er wirklich, was Aden für ihn empfand. Es waren nicht einfach nur daher gesagte Worte oder Floskeln. Hier war er und hier saß Aden und weinte um sein Wohl. Weil Aden sich von ganzem Herzen um ihn sorgte. Ja, Robin war für Aden wichtig.
Robin spürte, wie sich ein Kloß in seinem Hals bildete. Er war so lange der Überzeugung gewesen, dass ihn alle nur duldeten, weil sie ihn dulden mussten und so schön Adens Worte, seine Freundschaft stets gewesen waren, immer hatte Robin etwas dahinter vermutet, hatte nie vollends darauf vertrauen können. Doch nun verstand er, wie ernst es Aden immer gewesen war und Robin konnte sich nicht gegen die Tränen wehren, die ihm nun selbst übers Gesicht liefen, weil er zum ersten Mal in seinem Leben das Gefühl hatte, von jemand anderem als seiner Familie wirklich gewertschätzt zu werden.


Aden: Robin... *schwach sagt* *sich die eigenen Tränen wegwischt*
Robin: Es tut mir so Leid... *schluchzt* *sich die eine Hand über die Augen legt* Es tut mir Leid, dass ich so gemein war...
Aden: Schon in Ordnung...
Robin: Nein, gar nichts ist in Ordnung! Ich war immer so abweisend und kalt und ich hab mich immer nur um Chloe gekümmert und nie daran gedacht, was mit dir ist...
Aden: Er ist dein Bruder, Robin, natürlich kümmerst du dich mehr um ihn als um mich
Robin: *erneut schluchzt* Aber auch... auch in meiner Vision... Immer nur hab ich um Chloe gefürchtet, dabei... dabei sollten da doch auch noch andere sein... um die ich mich sorgen sollte...
Aden: In deiner Vision? *überrascht schaut* *von ihm runter klettert und neben ihm sitzen bleibt* Erzählst du mir endlich, worum es geht?
Robin: *schluckt* *dann aber leicht nickt*

Der Wagen hatte etwas abseits gehalten und die kleine Vierergruppe um Rei herum war den Rest zu Fuß gelaufen. Nun hockten sie im Schatten eines nahen Gebäudes, musterten ihr Zielgelände.

Shinji: Ryo-san hatte Recht... Ein altes Fabrikgelände... Was sollte Kazuo hier wollen?
Rei: Wir wissen nach wie vor nicht, ob er überhaupt hier ist
Rosetta: Ich sehe ein paar Wachen, die auf und ab patrouillieren.
Damian: Unwahrscheinlich, Patrouillen einzusetzen, wenn man uns einfach nur in eine Falle locken will...
Shinji: Also könnte Kazuo wirklich hier sein?
Rosetta: Davon ist auszugehen
Rei: *zückt die Tonfas* Dann sollten wir keine Zeit mehr verlieren
Rosetta: Nicht so voreilig, Kleiner... Wir dürfen kein Aufsehen erregen, sonst haben wir zu schnell alle hier am Hals... *zückt ihren Revolver* *montiert einen Schalldämpfer darauf* *nickt dabei Damian zu*
Damian: *erwidert das Nicken* *zieht seine Peitsche* Wir kümmern uns um die da.

Aufmerksam hatten Damian und Rosetta die Wachen beobachtet, ehe sie den richtigen Moment abgepasst hatten und nach vorn gestürmt waren. Die Wachen hatten gar nicht erst Zeit, zu realisieren, was geschah, da hatte Rosetta ihnen auch schon die Waffen aus den Händen geschossen und Damian hatte beide mit seiner Peitsche am Hals umschlungen und drückte ihnen die Luft ab, bis sie bewusstlos zusammen gesackt waren. Rei und Shinji kamen aus der Deckung hervor.

Rei: Ich hab gar nicht gewusst, dass du Leute mit der Peitsch so schnell k.o. kriegst...
Damian: Das liegt daran, dass ich in Einzelkämpfen einen gewissen Sinn für Fairness habe
Rei: Hab ich im Schulsprecherbüro nichts von gemerkt
Damian: Beschwer dich dafür bei deinem Bruder.

Sie liefen gemeinsam weiter, betraten das Gelände und machten sich auf, Kazuo ausfindig zu machen.

Kazuo schlug die Augen auf. Sein Atem raste. Er richtete sich auf, stellte dabei fest, dass er in einem Bett lag. Doch er hatte keine Ahnung, wo er war. Sein Blick ging umher. Doch bevor er mehr hätte tun können, spürte er, wie eine gewaltige Woge von Wut ihn durchfuhr. Er zuckte zusammen, griff sich an die Brust. In seinem Inneren tobten die Gefühle. Zorn, Hass, Abscheu... Kazuo schrie laut auf, stürzte dabei vom Bett, wandt sich etwas. Sein Körper stand in Flammen und er verfluchte Gott, die Welt und alles, was ihm in den Sinn kam, dafür, dass er nun hier in Schmerzen da lag.
Und mit einem Mal hatte er das Gefühl, jede einzelne Faser von ihm würde explodieren. Er schrie noch einmal besonders laut auf, glaubte, sich zu entladen. Lautes Krachen war zu hören, Splitter flogen umher. Dann war all das vorbei. Kazuo schnappte nach Luft. Er schielte matt umher, sah, dass das Bett und alles, was sonst im Raum gewesen war, zerstört war. Langsam richtete sich Kazuo von Neuem auf, blieb erst einmal auf dem Boden sitzen. Er versuchte, nachzuvollziehen, was gerade passiert war. Er blickte dabei auf seine Hand und mehr instinktiv ballte er sie zur Faust. Als er sie wieder öffnete, loderte in ihr eine schwarze Flamme. Kazuo starrte fasziniert auf seine Handfläche, ehe er leise lachte, breit grinste. Er beherrschte nun Wetterflammen! Und er fühlte sich so voller Kraft, voller Tatdrang. War das die Folge der Zeremonie gewesen? Das war wunderbar! Langsam stand Kazuo auf. Zunächst taumelte er noch, aber schnell hatte er sich wieder gefangen. Er wollte zu Kodan. Er musste ihm einfach davon berichten!


Rei: Da ist einfach kein Ende. Wieviele Leute hat der Bastard?

Relativ schnell hatte die kleine Vierergruppe das größte Gebäude auf dem Gelände ausfindig gemacht, hatte diess prompt betreten und war seitdem dabei, immer weiter vorzudringen und einen Handlanger nach dem anderen zu Fall zu bringen.

Damian: So wie es aussieht, hat er uns fast schon eine kleine Armee bereit gestellt
Rosetta: Wenn das so weiter geht, sind wir völlig erschöpft, bis wir Kanbara gefunden haben *einen Schuss abfeuert* Oder ohne Munition..
Damian: Dann spar dir deine Schüsse auf. Dieses ganze Kleinvieh hier, kriegen wir auch zu dritt fertig gemacht.

Zur selben Zeit an anderer Stelle betrat Nagaya mit energischem Schritt einen Raum, blickte direkt zu der anderen Person, die dort an einem Schreibtisch saß und auf einen kleinen Bildschirm blickte.

Nagaya: Wir haben Eindringlinge. Vier Stück. Sie dringen recht schnell voran.
Kodan: *lächelt leicht* In der Tat...
Nagaya: Fusasaki hat sie auf den Kameras?
Kodan: Ja... Ich beobachte bereits das ganze Spiel. Sehr zu meinem Bedauern hat Kojima Ryo darauf verzichtet, herzukommen
Nagaya: Ist es nicht zu unserem Vorteil, wenn er nicht da ist? Die kleine Truppe ist auch ohne ihn ziemlich effektiv...
Kodan: Das tut nichts zur Sache
Nagaya: Nicht?
Kodan: *etwas breiter lächelt* Nein... *weiter auf den Bildschirm schaut* Sie sind...

Rei: *wieder jemanden ausknockt* Verdammt, langsam habe ich die Schnauze voll!
Shinji: Nicht nur du... *einen weiteren mit seinem Schwert entwaffnet* *ihn anschließend mit dem Schwertgriff ausknockt*

... wie ein Rudel wilder Hunde...

Damian: Nur nicht verzagen, Jungs. Ihr schlagt euch verdammt gut...
Rosetta: Dafür, dass ihr noch nie gegen eine ganze Horde von Gegnern gekämpft habt, definitiv!
Rei: Danke... *weiter läuft*

... Wenn man sie nur lange genug hungern lässt...

Rosetta: Das Gelände war zwar nicht gerade klein, aber auch nicht zu riesig. Wir dürften mit Sicherheit nicht mehr weit vom Mittelpunkt sein...
Rei: Und bei der Anzahl von Gegnern sicher auch nicht mehr weit weg vom Ziel...
Shinji: Ich hoffe nur, Kazuo ist auch wirklich hier...

... stürmen sie mit Freuden bei nächster Gelegenheit voran...

Damian: Halt, vorsicht! *ruft*
Rei: *stoppt* *nur knapp von einem Schuss verfehlt wird*
Schritte: *aus Richtung des Schusses ertönen*

... ohne zu wissen...

Damian: *stockt* Du...
Shinji: Eh? *Augen weitet* K-Kamen!
Daisuke: Ich fürchte, ab hier ist für euch Endstation...

... dass sie damit blindlings in die Falle des Jägers tappen.



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